Oura-Börsengang: S-1 eingereicht, Bewertung von bis zu 16 Milliarden Dollar

Der Ringhersteller meldet starkes Umsatz- und Mitgliederwachstum; Preisfestlegung und Nasdaq-Debüt stehen noch bevor.

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Das Technologieunternehmen Oura hat bei der US-Börsenaufsicht SEC die notwendige S-1-Registrierung für seinen Börsengang eingereicht. Berichten vom 28. September 2026 zufolge strebt der Spezialist für smarte Ringe eine Bewertung von bis zu 16 Milliarden US-Dollar an.

Die Preisfestlegung für die Aktien ist für Dienstag, den 29. September 2026, geplant. Das Unternehmen bereitet sein Debüt am Nasdaq Global Select Market unter dem Ticker-Symbol OURA vor.

Details zur Aktienemission und Bewertung

Im Rahmen des Börsengangs bieten Oura sowie bestehende Anteilseigner insgesamt 50 Millionen Aktien in einer Preisspanne von 40 bis 44 US-Dollar je Stück an. Das Unternehmen selbst plant die Ausgabe von 13,5 Millionen neuen Aktien, während Altaktionäre – darunter Forerunner Ventures und Lifeline Ventures – insgesamt 36,5 Millionen Anteile veräußern wollen.

Sollte die Preisfestlegung am oberen Ende der Spanne von 44 US-Dollar erfolgen, würde die Marktkapitalisierung des Unternehmens rund 14,1 Milliarden US-Dollar betragen.

Unter Berücksichtigung einer vollständigen Verwässerung beziffern Marktbeobachter den Wert auf etwa 15,62 Milliarden US-Dollar. Dies entspräche einer Wertsteigerung von etwa 42 Prozent gegenüber der im Jahr 2025 abgeschlossenen Finanzierungsrunde, bei der Oura mit 11 Milliarden US-Dollar bewertet worden war.

Das Interesse am Kapitalmarkt gilt als hoch; Berichten zufolge ist das Angebot bereits rund vierfach überzeichnet. Analysten führen die starke Nachfrage auf ein vergleichsweise knappes Angebot zurück. Begleitet wird das IPO von einem Konsortium aus fünf Banken, zu dem Goldman Sachs, Morgan Stanley, JPMorgan, Allen & Co. sowie Jefferies gehören.

Finanzielle Entwicklung und operative Kennzahlen

Die eingereichten Unterlagen geben Einblick in das deutliche Wachstum des Unternehmens. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres stieg der Umsatz um 74 Prozent auf 1,21 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der zahlenden Mitglieder verdoppelte sich im selben Zeitraum auf 5 Millionen.

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Wer die Preisspanne von 40 bis 44 US-Dollar je Aktie einordnen will, braucht die Zahlen hinter der Bewertung: 74 Prozent Umsatzwachstum in neun Monaten, fünf Millionen zahlende Mitglieder, ein Nettogewinn von 60,8 Millionen US-Dollar — und zugleich ein rechnerischer Verlust von 924,3 Millionen US-Dollar für die Stammaktionäre. Unser kostenloser Report stellt diese Kennzahlen nebeneinander und zeigt, welche Positionen vor der Preisfestlegung am 29. September 2026 zu prüfen sind. Kostenlosen IPO-Analyse-Report anfordern

Während Oura einen Nettogewinn von 60,8 Millionen US-Dollar ausweist (nach 1,6 Millionen US-Dollar im Vorjahr), ergab sich für die Stammaktionäre aufgrund des Rückkaufs von Vorzugsaktien rechnerisch ein Verlust von 924,3 Millionen US-Dollar.

Das Geschäftsmodell stützt sich auf zwei Säulen: Den Verkauf der Hardware und regelmäßige Abonnement-Einnahmen. Der Absatz der Ringe generierte zuletzt 974 Millionen US-Dollar, während die Abo-Umsätze bei 240,5 Millionen US-Dollar lagen. Damit macht das Abonnement-Modell rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Die Verkaufspreise für die Ringe bewegen sich zwischen 349 und 399 US-Dollar, ergänzt durch eine monatliche Gebühr von 5,99 US-Dollar für die Nutzung der App-Funktionen.

Markthintergrund und Ausblick

Oura hat seit seiner Gründung kumuliert mehr als 5,5 Millionen Ringe abgesetzt. Das Unternehmen konnte seine Marktposition in den vergangenen Jahren durch strategische Partnerschaften und technologische Erweiterungen festigen. So erwarb beispielsweise die NBA im Jahr 2020 über 2.000 Ringe für ihre Spieler.

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Zwischen Nettogewinn und Verlust je Stammaktie liegt ein Rückkauf von Vorzugsaktien — ein Posten, der in den S-1-Unterlagen leicht übersehen wird. Der Report erklärt, wie sich dieser Effekt auf die Bewertung von bis zu 16 Milliarden US-Dollar auswirkt und warum das Abonnement mit 240,5 Millionen US-Dollar rund ein Fünftel des Umsatzes beisteuert. Kennzahlen-Analyse jetzt anfordern

In der jüngeren Vergangenheit setzte das Unternehmen verstärkt auf Funktionen mit künstlicher Intelligenz, wie den 2024 vorgestellten KI-Assistenten Oura Advisor sowie ein im Frühjahr 2026 eingeführtes Modell für den Bereich Frauengesundheit.

Der Börsengang könnte ein signifikantes Signal für den IPO-Markt sein. Mit einem möglichen Gesamterlös von bis zu 2,2 Milliarden US-Dollar – wovon rund 594 Millionen US-Dollar als Bruttoerlös an Oura fließen und 1,606 Milliarden US-Dollar an die verkaufenden Aktionäre – wäre es das erste Listing mit einem Volumen von über einer Milliarde US-Dollar seit dem Börsengang von Jersey Mike’s im Juli 2026. Für das Gesamtjahr 2026 wird ein Umsatz in der Nähe von 2 Milliarden US-Dollar erwartet, nachdem dieser bereits von 500 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 auf 1 Milliarde US-Dollar im Jahr 2025 gestiegen war.