Outlook 16.110: Microsoft bringt Liquid-Glass-Design und Sicherheitspatch

Outlook für Mac erhält Liquid-Glass-Design, ein kritischer Exchange-Patch wurde veröffentlicht. Das neue Outlook für Windows 11 kämpft mit Performance-Problemen.

Der Softwarekonzern rollt umfassende Neuerungen für sein E-Mail-Programm aus – von einer optischen Frischzellenkur bis zu dringenden Sicherheitspatches.

Anzeige

Wer im Büroalltag Zeit sparen möchte, sollte die versteckten Funktionen seines E-Mail-Programms kennen. Dieser kostenlose Ratgeber bietet 7 wertvolle Zeitspar-Tricks für eine effizientere Kalendernutzung und schnellere Bearbeitung Ihrer Korrespondenz. 7 Zeitspar-Tricks für Outlook-Profis jetzt kostenlos entdecken

Liquid Glass: Outlook für Mac im neuen Look

Die aktuelle Version 16.110 von Outlook für Mac bringt das sogenannte Liquid-Glass-Design mit sich. Die optische Überarbeitung orientiert sich an der Ästhetik von macOS Tahoe und ist ab sofort über den App Store verfügbar.

Zu den sichtbarsten Änderungen gehören glattere Buttons, weichere Ecken und ein neu gestaltetes Symbol zum Erstellen von Nachrichten. Doch der Update bringt mehr als nur Kosmetik: Die Benutzeroberflächen von metaOS und Profile wurden strukturell überarbeitet. Besonders praktisch für Umsteiger: Die neue Version unterstützt erstmals den Import von PST-Dateien. Damit lassen sich E-Mails, Kalendereinträge und Kontakte direkt von Windows in die Mac-Umgebung übertragen.

Kritische Sicherheitslücke geschlossen

Im Juni 2026 hat Microsoft einen kritischen Patch für eine Schwachstelle im Exchange Server Outlook Web Access (OWA) veröffentlicht. Der Fehler mit der Kennung CVE-2026-42897 und einem CVSS-Score von 8,1 wurde nach Angaben des Unternehmens bereits vor dem Fix aktiv ausgenutzt. Während Exchange-Online-Nutzer automatisch geschützt waren, müssen Betreiber von Exchange Server 2016, 2019 oder SE dringend handeln. Die US-Cybersicherheitsbehörde hat die Lücke bereits in die Liste bekannter Sicherheitsmängel aufgenommen.

Für Administratoren hybrider Umgebungen gibt es zudem neue technische Leitlinien. Durch die gezielte Konfiguration des Service Connection Point (SCP) auf eine bestimmte Outlook-Autodiscover-URL lassen sich Verbindungszeiten für Cloud-Postfächer drastisch reduzieren – von fast einer Minute auf nur eine Sekunde. Liegen alle Postfächer in der Cloud, priorisiert Microsoft 365 Apps for Enterprise nun automatisch Autodiscover-V2.

Anzeige

Wissen Sie eigentlich genau, wo Ihre E-Mails und Kontakte lokal gespeichert werden und wie Sie diese effektiv vor Verlust schützen? Ein kostenloser Experten-Ratgeber enthüllt die wichtigsten Einstellungen zu PST-Dateien und Sicherheits-Tricks, die weit über die Standard-Funktionen hinausgehen. Kostenlosen Experten-Ratgeber zur Datensicherung anfordern

Neues Outlook unter Beschuss: Performance-Probleme und Offline-Grenzen

Der Umstieg auf das „Neue Outlook“ für Windows 11 bleibt umstritten. Die auf WebView2 basierende Anwendung kämpft weiterhin mit Performance- und Offline-Einschränkungen. Zwar wurde der Offline-Support für Anhänge im April 2026 breit ausgerollt, doch speichert die App lokal maximal 180 Tage E-Mails. Entwickler arbeiten eigenen Angaben zufolge daran, diesen Zeitraum auf ein bis zwei Jahre auszuweiten.

Die Leistungsdaten sprechen eine deutliche Sprache: Das Neue Outlook verbraucht im Leerlauf über ein Gigabyte Arbeitsspeicher – der klassische Client kommt mit weniger als 200 Megabyte aus. Hinzu kommen Verzögerungen von bis zu zehn Sekunden beim Klick auf E-Mail-Benachrichtigungen. Kein Wunder also, dass Experten in Umgebungen, in denen Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit zählen, weiterhin zur klassischen Version raten.

Integration und Wettbewerb: KI trifft auf neue Konkurrenz

Für Automatisierungs-Fans gibt es gute Nachrichten: Neue technische Anleitungen zeigen, wie sich Outlook über den Outlook Model Context Protocol (MCP) Server mit dem Claude Agent SDK verbinden lässt. Das Setup erlaubt es KI-Agenten, Kontakte zu verwalten, Kalendereinträge zu erstellen und E-Mail-Anhänge sicher zu verarbeiten.

Doch Microsofts Dominanz im E-Mail-Markt bröckelt. Mozilla hat kürzlich Thunderbird 152 veröffentlicht, das mit einem Ein-Klick-Setup für neue Konten und aktualisierter Gmail-Authentifizierung punktet. Parallel dazu hat Proton Mail mit „Easy Switch for Business“ ein Tool gestartet, das Migrationen von Gmail erleichtert – künftig sollen auch Wechsel von Microsoft 365 unterstützt werden. Wer im Microsoft-Universum bleibt, kann ab Mitte Juni 2026 auf einen umfassenden siebenstündigen Outlook-Kurs zurückgreifen, der die professionelle Nutzung der Tools vertieft.