Outlook ab September: Meeting Insights wird kostenpflichtig

Microsoft verlagert Outlook-Features hinter die Copilot-Bezahlschranke und treibt die KI-Integration in Office massiv voran.

Der Konzern baut seine Produktivitätstools radikal um – und stellt etliche Funktionen hinter die Bezahlschranke seiner KI-Assistenten.

Microsoft treibt die Vernetzung seiner Office-Welt mit künstlicher Intelligenz massiv voran. Ab September 2026 fällt die beliebte Funktion „Meeting Insights“ im Outlook weg – und wird durch ein KI-gestütztes Feature ersetzt, das eine kostenpflichtige Copilot-Lizenz erfordert. Parallel dazu erhalten auch die klassischen Outlook-Versionen bis Jahresende Zugriff auf die KI-Funktionen des Konzerns.

Outlook: Alte Funktionen verschwinden, neue kosten Geld

Bislang konnten Nutzer von „Meeting Insights“ profitieren – einer Funktion, die automatisch relevante Dokumente und Kontextinformationen zu anstehenden Terminen bereitstellte. Das war im Abonnement enthalten. Doch Anfang September 2026 wird der Dienst eingestellt. Sein Nachfolger heißt „Prepare for this meeting“ und basiert auf Microsoft 365 Copilot. Der Haken: Dafür ist ein separates Abo nötig, das mit 30 Euro pro Monat zu Buche schlägt.

Die Strategie ist klar: Was früher im Preis inbegriffen war, wird nun zur Premium-Funktion. Kein Wunder also, dass Microsoft gleichzeitig die Verbreitung seines KI-Assistenten vorantreibt. Bis Ende 2026 sollen Copilot-Funktionen – darunter ein E-Mail-Entwurfstool und eine Terminplanungshilfe – auch in der klassischen Outlook-Version Einzug halten. Berechtigte Nutzer erhalten die Features automatisch, können sie aber auch deaktivieren.

Hintergrund der Expansion: Der KI-Dienst boomt. Im Juli 2026 vermeldete Microsoft 20 Millionen bezahlte Copilot-Lizenzen – ein Wachstum von über 250 Prozent innerhalb eines Quartals.

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Exchange Online: Mehr Zeit für die Umstellung

Bei den Verwaltungstools für Exchange Online zeigt sich Microsoft großzügiger. Die Abschaltung des alten -Credential-Parameters in der PowerShell wurde auf Dezember 2026 verschoben. Der Parameter nutzt noch den veralteten ROPC-Authentifizierungsfluss, der keine Mehrfaktor-Authentifizierung (MFA) unterstützt.

Die Verzögerung gibt Unternehmen Zeit, ihre Skripte auf moderne Verfahren wie Managed Identities oder reine App-Authentifizierung umzustellen. Einen konkreten Termin für die endgültige Server-Abschaltung des Legacy-Flows gibt es allerdings noch nicht.

Sicherheitsoffensive und weitere Fristen

Parallel zu den strukturellen Änderungen fährt Microsoft eine große Sicherheitsinitiative. Am 14. Juli 2026 – dem regulären Patch Day – schloss der Konzern insgesamt 722 Sicherheitslücken. Allein in Windows 11 26H2 wurden 570 Schwachstellen behoben. Das KI-Tool MDASH half dabei, 16 kritische Remote-Code-Execution-Lücken aufzuspüren.

Kurz darauf, am 18. und 19. Juli, folgte ein außerplanmäßiges Update, um einen Konflikt zwischen dem Intel-IPF-Treiber und Dell-Geräten zu entschärfen. Die US-Sicherheitsbehörde CISA setzte den Bundesbehörden zudem eine Frist bis zum 19. Juli 2026, um eine kritische SharePoint-Sicherheitslücke zu schließen.

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Weitere wichtige Termine für Unternehmen:

  • 15. August 2026: Ende des Supports für OneDrive-Sync-Apps unter Windows 10 Version 21H2 und älter
  • 1. September 2026: Microsoft Entra-Passkeys werden zur Standard-Authentifizierungsmethode
  • Oktober 2026: Abschaltung der SharePoint-OTP-Authentifizierung zugunsten von Entra B2B
  • 1. Februar 2027: Ende der alten SMS- und sprachbasierten Authentifizierungsverfahren

Für Administratoren gibt es zudem eine gute Nachricht: Mitte Oktober 2026 vereinheitlicht Microsoft die Alarm-Warteschlange in Purview Insider Risk Management, um die Übersicht zu verbessern.