Gleich mehrere Versionen von Microsoft Outlook kämpfen derzeit mit teils schwerwiegenden Problemen. Von blockierten Kalendern bis hin zu Sicherheitslücken reicht die Palette.
Kalender-Chaos bei Outlook 2010
Besonders betroffen sind Nutzer von Outlook 2010. Sie erhalten beim Versuch, neue Termine zu erstellen, eine Fehlermeldung: Die erforderliche Formularvorlage könne nicht geladen werden. Ursache ist ein beschädigter Formular-Cache.
Die Lösung ist simpel, aber nicht offensichtlich: Über die erweiterten Entwickleroptionen in den Anwendungseinstellungen lässt sich der Cache zurücksetzen. Ein anschließender Neustart des Systems wird empfohlen. Der Fehler tritt gehäuft auf und blockiert Kalendereinträge in der veralteten Umgebung.
Shared Calendars: Microsoft stoppt Ausrollen
Noch gravierender sind die Probleme bei den gemeinsamen Kalenderfunktionen. Am 23. Juni 2026 forderte Microsoft IT-Administratoren auf, die Einführung der „Outlook Shared Calendar Improvements“ vorerst zu stoppen. Zwei kritische Fehler machen das notwendig – ein Zeitplan für einen Fix existiert nicht.
Der erste Bug verhindert, dass Stellvertreter Anhänge in geteilten Kalendern öffnen können. Der zweite betrifft Microsoft 365 Gruppen-Kalender: Serientermine duplizieren sich, verschwinden oder synchronisieren gar nicht erst. Unternehmen wird geraten, die Funktion nur in Pilotgruppen zu testen, die weder Stellvertreter noch Gruppenkalender nutzen. Als Workaround empfehlen Experten den Umstieg auf Outlook im Web (OWA) oder die Deaktivierung über einen Registry-Eintrag.
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Outlook für Mac: Threading-Probleme nach Update
Auch Mac-Nutzer bleiben nicht verschont. Seit dem Update auf Version 16.110 (Build 26061317) vom 16. Juni 2026 verschwindet beim Antworten oder Weiterleiten von E-Mails der gesamte bisherige Nachrichtenverlauf.
Wer seine Kommunikationsfäden erhalten will, muss entweder auf eine ältere Version zurückstufen oder in die neue Outlook-Oberfläche wechseln. Das ist besonders brisant: Der Support für das alte Outlook für Mac endet bereits im Oktober 2026.
Sicherheitslücke in Exchange Server entdeckt
Am 24. Juni 2026 veröffentlichten Sicherheitsforscher einen Proof-of-Concept für eine Schwachstelle in Microsoft Exchange Server. Die als CVE-2026-45502 gelistete Lücke ist ein Server-Side Request Forgery (SSRF)-Angriff über die Exchange Web Services (EWS). Betroffen sind Exchange 2016 und 2019. Microsoft hatte bereits Anfang Juni ein Sicherheitsupdate bereitgestellt.
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Frist für Excel-Nutzer: Update bis Juli
Nicht nur Outlook, auch Excel 2021 bereitet Sorgen. Nutzer von Power Query in eigenständigen Versionen müssen ihre Software bis zum 24. Juli 2026 aktualisieren. Sonst droht der Verlust des Zugriffs auf die Entra ID-Authentifizierung (ehemals Azure AD). Abonnenten von Microsoft 365 sind von dieser Deadline nicht betroffen.
Die jüngsten Störungen und Sicherheitslücken zeigen: Microsofts Büro-Suite durchläuft derzeit eine schwierige Phase. Administratoren und Nutzer sind gleichermaßen gefordert, Updates zeitnah einzuspielen und Workarounds zu prüfen.

