Der KI-Assistent Copilot hält Einzug in Outlook Classic – bis Ende 2026 sollen alle Versionen des E-Mail-Programms mit der künstlichen Intelligenz ausgestattet sein.
Microsoft weitet den Einsatz seines KI-Assistenten Copilot auf die klassische Version von Outlook aus. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern parallel die moderneren, webbasierten Outlook-Varianten vorantreibt. Derzeit zählt Microsoft 365 Copilot bereits 20 Millionen kostenpflichtige Lizenzen – ein deutliches Zeichen für die wachsende Nachfrage nach KI-gestützten Büroanwendungen.
Automatische E-Mails per KI-Befehl
Das Herzstück der Integration ist die Funktion „E-Mail-Nachricht entwerfen“, die direkt im Editor von Outlook Classic arbeitet. Nutzer können per Texteingabe neue Nachrichten erstellen, bestehende umformulieren, verfeinern oder erweitern lassen. Microsoft aktiviert die Funktion standardmäßig für alle Inhaber einer Copilot-Lizenz – Unternehmen können die automatische Aktivierung jedoch deaktivieren.
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Doch damit nicht genug: Der KI-Assistent soll künftig auch Terminplanungen übernehmen und E-Mail-Zusammenfassungen liefern. In mehreren Versionen der Anwendung wird Copilot die bisherige Funktion „Meeting Insights“ ersetzen. Bis Ende 2026 plant Microsoft, Copilot auf allen Outlook-Plattformen verfügbar zu machen – inklusive New Outlook, Web und Mobile.
Explosives Wachstum im Unternehmenssektor
Die Ausweitung auf Outlook Classic fällt mit einem Anstieg der Lizenzverkäufe um 250 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zusammen. Analysten der BNP Paribas beobachten eine starke Nachfrage und prognostizieren, dass die Gesamtzahl der Copilot-Nutzer bald die 30-Millionen-Marke überschreiten könnte.
Der Boom ist Teil eines umfassenderen Wandels im Microsoft-365-Ökosystem. So wird etwa SharePoint zunehmend als KI-Plattform positioniert, die direkt aus gespeicherten Inhalten Word-, Excel- und PowerPoint-Dokumente generieren kann. Die Erwartungen an die für den 29. Juli 2026 angekündigten Quartalszahlen sind hoch – insbesondere mit Blick auf die Investitionen in die KI-Infrastruktur, darunter die Entwicklung eigener Maia-Chips und der Ausbau der Cloud-Dienste.
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Sicherheitsoffensive mit KI-Unterstützung
Parallel zur KI-Expansion verstärkt Microsoft seine Sicherheitsbemühungen. Im Juli 2026 startete der Konzern Project Perception, eine KI-gesteuerte Sicherheitsplattform, die auf einem Multi-Model-Agentic-Scanning-Harness (MDASH) basiert. Das System half dabei, im Frühjahr 2026 insgesamt 16 kritische Schwachstellen für die Remote-Code-Ausführung (RCE) zu identifizieren.
Der Fokus auf Sicherheit zeigte sich auch im jüngsten Patch-Zyklus vom 14. Juli 2026: Microsoft schloss damals 570 Sicherheitslücken – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 137 behobenen Schwachstellen im Juli des Vorjahres. Allein zwischen Januar und Juli 2026 hat das Unternehmen insgesamt 1.308 Sicherheitsupdates veröffentlicht.
Für besonders schützenswerte Bereiche bringt Microsoft zudem den „New Outlook“ für Government Community Cloud (GCC) High und Department of Defense (DoD) auf den Markt. Eine öffentliche Vorschau für diese Hochsicherheitsumgebungen startet am 30. Juli 2026, die allgemeine Verfügbarkeit ist für den 30. September 2026 geplant. Betroffene Organisationen erhalten eine zwölfmonatige Vorankündigungsfrist, bevor eine erzwungene Migration vom klassischen Client erfolgt.

