Outlook.com-Ausfall: Fehlercode 550 blockiert E-Mails mit Anhängen

Outlook.com blockiert E-Mails mit Anhängen, während Sicherheitsforscher eine aktive Angriffswelle auf Exchange Server melden.

Microsofts E-Mail-Dienst Outlook.com hat am heutigen Samstag mit massiven technischen Problemen zu kämpfen. Nutzer berichten bundesweit über fehlgeschlagene Nachrichten mit Dateianhängen. Der Ausfall trifft Unternehmen und Privatkunden gleichermaßen – ausgerechnet in einer Zeit, in der Sicherheitsexperten vor einer neuen Angriffswelle auf Outlook warnen.

Versandfehler legt Anhänge lahm

Betroffen ist der Versand von E-Mails mit Dateianhängen: Das System meldet den Fehlercode 550 5.7.520 und blockiert die Zustellung. Die offizielle Statusseite von Microsoft zeigte die Störung zunächst nicht an. Als Übergangslösung empfiehlt der Konzern, Dateien stattdessen bei OneDrive hochzuladen und den entsprechenden Freigabelink in die Nachricht einzufügen.

Der heutige Ausfall reiht sich ein in eine Serie von Problemen, die bereits Ende Juli und Anfang August für Frust bei den Nutzern sorgten. Dazu zählten Schwierigkeiten beim Login, Synchronisationsfehler bei IMAP- und SMTP-Protokollen sowie Aussetzer bei der Kalenderaktualisierung. Zudem meldeten einige Anwender verdächtige Sicherheitshinweise zu gesperrten Konten oder unbefugten Zugriffsversuchen.

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Angriffswelle auf Outlook Web Access

Während die Techniker an der Behebung der Störungen arbeiten, sorgt eine andere Entwicklung für Unruhe: Sicherheitsforscher haben eine ausgeklügelte Kampagne gegen Exchange Server und Outlook Web Access (OWA) aufgedeckt. Bereits am 30. Juli wurden Details zu einer als TA488 oder „Laundry Bear“ bekannten, mutmaßlich russlandnahen Gruppe veröffentlicht.

Die Angreifer nutzen eine als CVE-2026-42897 registrierte Cross-Site-Scripting-Lücke mit einem CVSS-Score von 8,1 – also einem hohen Risikowert. Über die Schwachstelle installieren sie einen persistenten Hintertür-Zugang namens OWAReaper. Diese Schadsoftware stiehlt Anmeldedaten und OAuth-Tokens direkt aus dem Browser-Speicher der Opfer. Die Kampagne läuft seit dem 22. Juli und richtet sich gegen Regierungsbehörden, Telekommunikationsunternehmen, Finanzinstitute und die Luft- und Raumfahrtindustrie in den USA und Europa.

Microsoft hatte bereits Mitte Mai erste Gegenmaßnahmen veröffentlicht und am 9. Juni ein offizielles Sicherheitsupdate bereitgestellt. Doch die Forscher warnen: Solange die Schwachstelle in der Umgebung nicht vollständig behoben ist, kann OWAReaper selbst nach einem Passwortwechsel oder einer Neuinstallation des Systems weiterhin aktiv bleiben.

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Neue Funktionen trotz Krise

Ungeachtet der Turbulenzen treibt Microsoft die Weiterentwicklung von Outlook voran. Am 31. Juli führte das Unternehmen eine neue Entwurf-Minimierungsfunktion für die mobilen Apps auf Android und iOS ein. Damit lassen sich aktive E-Mail-Entwürfe am unteren Bildschirmrand verkleiner n, während man parallel andere Ordner oder den Kalender aufruft – ein Gewinn für alle, die gerne mehrere Dinge gleichzeitig erledigen.

Ebenfalls neu: Seit dem 30. Juli stehen in Outlook im Web und im neuen Windows-Client vier serverbasierte Automatisierungsregeln zur Verfügung. Nutzer können damit eingehende Nachrichten automatisch von Kategorien befreien, Kennzeichnungen entfernen, Flags als erledigt markieren oder E-Mails direkt als gelesen einstufen. Die Funktionen sollen die tägliche Flut im Posteingang spürbar reduzieren.

Angesichts der jüngsten Synchronisationsprobleme empfehlen Technik-Ratgeber zudem, bei Drittanbieter-Diensten wie AT&T Mail sichere Zugangsschlüssel zu generieren oder die IMAP-Einstellungen zu aktualisieren, um die Kompatibilität mit Outlook zu gewährleisten.