Outlook für iOS und Android: Microsoft bringt Send Availability zurück

Outlook bringt die mobile Terminfreigabe zurück; Sicherheitsupdates stören lokale Exchange-Server, ein regulärer Fix ist noch offen.

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Microsoft hat die Funktion zur Übermittlung freier Termine in Outlook für die mobilen Betriebssysteme iOS und Android wieder eingeführt. Das Feature mit der Bezeichnung Send Availability befindet sich in einem weltweiten Rollout und soll die mobile Terminabstimmung für Geschäftskunden vereinfachen.

Direkte Terminauswahl beim Verfassen von E-Mails

Mit der Wiedereinführung der Funktion können Nutzer direkt während des Verfassens einer Nachricht freie Zeitfenster festlegen. Über ein Kalendersymbol in der Benutzeroberfläche lassen sich verfügbare Zeiten über mehrere Tage hinweg auswählen. Outlook fügt diese ausgewählten Intervalle anschließend automatisch als formatierte Textliste in den E-Mail-Körper ein.

Auf Apple-Geräten unter iOS ist die Terminierungsfunktion zudem mit der Bildschirmlesehilfe VoiceOver kompatibel. Microsoft zielt mit dieser Integration darauf ab, Absprachen zu beschleunigen und sensible Kalenderdaten innerhalb des nativen Unternehmensökosystems zu halten, statt externe Planungsdienste einbinden zu müssen.

Belastungen der E-Mail-Infrastruktur durch Sicherheitsupdates

Während die Client-Anwendungen funktionale Neuerungen erhalten, sah sich die zugrundeliegende Infrastruktur für lokale E-Mail-Dienste zuletzt technischen Problemen ausgesetzt.

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Nach der Veröffentlichung der Windows-Server-Sicherheitsupdates vom 13. Oktober 2026 kam es zu Störungen bei On-Premises-Installationen von Exchange Server 2016, Exchange Server 2019 sowie der Exchange Subscription Edition.

Betroffen sind die Aktualisierungen mit den Bezeichnungen KB5126646 für Windows Server 2025, KB5126655 für Version 2022, KB5126651 für Version 2019 und KB5126868 für Windows Server 2016.

Als Ursache gilt ein durch das Update gesetztes Standardlimit von 512 gleichzeitigen Endpoint-Lookup-Aufrufen des RPC-Endpoint-Mappers. In der Folge schlugen OWA-Anmeldungen fehl, E-Mails blieben im Postausgang hängen und die Replikation von Postfächern geriet ins Stocken. Zudem verloren Mitglieder von Database Availability Groups (DAG) teils das Quorum.

Zu den beobachteten Fehlern gehören der Code MapiExceptionMdbOffline (hr=0x80004005, ec=1142) sowie die Event-IDs 1006 und bei DAGs 4082. Nach Angaben des Experten Michel de Rooij treten diese Probleme typischerweise etwa 24 Stunden nach der Update-Installation auf und wiederholen sich nach Server-Neustarts.

Vorläufiger Workaround und auslaufende Unterstützungsfristen

Am 16. Oktober 2026 veröffentlichte Microsoft einen vorübergehenden Registry-Eingriff. Administratoren können unter dem Pfad HKLMSOFTWAREMicrosoftRpc den Eintrag EpmapSavedContextCap auf den Wert 65536 setzen und den Server anschließend neu starten. Diese Maßnahme hebt das Limit auf das 128-Fache an, schwächt jedoch den beabsichtigten Schutz gegen die Denial-of-Service-Schwachstelle CVE-2026-96300 mit einem CVSS-Wert von 5.9.

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Von einer Deinstallation der Sicherheitsupdates rät Microsoft ausdrücklich ab und betont, dass die Störung unabhängig von den separaten Exchange-Sicherheitsaktualisierungen des Monats bestehe. Der Schweregrad hänge von der Serverlast ab. Bislang gibt es weder einen festen Termin für einen regulären Fix noch die Zusage für ein außerplanmäßiges Update.

Laut CrowdStrike umfasste der Patch Tuesday im Oktober 2026 insgesamt Fixes für 1.413 Schwachstellen. Für die lokalen Versionen Exchange 2016 und Exchange 2019 stehen Ende Oktober 2026 die regulär letzten Updates an, da die erweiterte Phase-2-ESU-Unterstützung zu diesem Zeitpunkt ohne weitere Verlängerung ausläuft.