Microsoft rüstet den Outlook-Kalender mit einer lang erwarteten Funktion auf: Ab August 2026 sollen Termine per Drag-and-Drop verschoben werden können. Der Schritt vereinfacht die Terminplanung für Millionen von Nutzern in Deutschland und Europa erheblich.
Schluss mit umständlichem Termin-Umplanen
Die Neuerung erlaubt es, Termine direkt in der Tages- und Wochenansicht an eine andere Uhrzeit zu ziehen. Bislang mussten Nutzer einzelne Termine öffnen, um Zeitänderungen vorzunehmen – ein umständlicher Prozess, der nun entfällt. Die Funktion steht laut Microsoft 365 Roadmap im kommenden Monat zur Verfügung.
Wie das System mit Terminkollisionen umgeht, ist noch nicht im Detail bekannt. Auch offene Fragen zur Behandlung von Serienterminen oder zur automatischen Benachrichtigung der Teilnehmer bei verschobenen Meetings bleiben vorerst unbeantwortet. Microsoft hält sich zu den technischen Einzelheiten bedeckt.
Mehr Flexibilität beim Kalender-Export
Ergänzend dazu hat Microsoft Ende Juli die Möglichkeiten zur Kalender-Interoperabilität erweitert. Nutzer können ihre Termine nun auf verschiedenen Wegen als ICS-Dateien exportieren oder mit externen Diensten wie iCalendar und iCal synchronisieren. Das erleichtert die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Kalender-Plattformen – ein Thema, das in Unternehmen mit heterogenen IT-Landschaften zunehmend an Bedeutung gewinnt.
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E-Mail-Rückholung und Datenrettung im Fokus
Neben den Kalender-Neuerungen rückt Microsoft die „Recall“-Funktion in den Vordergrund. Sie erlaubt es, bereits gesendete Nachrichten zurückzuholen oder zu ersetzen. Der Erfolg hängt jedoch von den Mail-Einstellungen des Empfängers ab und davon, ob die Nachricht bereits gelesen wurde. Wer eine E-Mail versehentlich an den falschen Empfänger geschickt hat, sollte also schnell handeln – Garantien gibt es keine.
Für Nutzer, die mit beschädigten oder gelöschten PST-Dateien kämpfen, hat Microsoft zudem Wiederherstellungsverfahren dokumentiert. Das integrierte Tool ScanPST.exe hilft bei der Reparatur, alternativ steht der Ordner „Wiederherstellbare Elemente“ bereit. Bei hartnäckigen Fällen empfiehlt sich spezialisierte Software. Auch die Archivierung wurde überarbeitet: Suchoperatoren wie „in:anywhere“ sollen das Auffinden älterer Nachrichten im Archiv erleichtern.
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Outlook wird zur Kommandozentrale für Aufgaben
Microsoft treibt die Entwicklung von Outlook zum zentralen Aufgaben-Manager voran. Die Integration von Regeln, Schnellschritten und Microsoft To Do ermöglicht eine weitgehende Automatisierung der E-Mail-Bearbeitung. Regeln sortieren eingehende Nachrichten automatisch in Ordner, Schnellschritte führen mehrere Aktionen mit einem Klick aus – etwa das Weiterleiten einer Mail an das Team und das gleichzeitige Anlegen einer Aufgabe.
Die Verknüpfung mit Microsoft To Do synchronisiert Aufgaben mit Fälligkeitsdaten und Prioritäten. Experten sehen darin einen klaren Trend: Produktivitätssuiten sollen 2026 zunehmend Routineaufgaben übernehmen, damit sich Nutzer auf das Wesentliche konzentrieren können. Die Kombination aus automatisierten Workflows und den neuen Kalender-Funktionen dürfte Outlook damit endgültig vom reinen E-Mail-Client zum umfassenden Arbeitsplatz-Tool machen.

