Outlook Mac 16.111: Neue Bearbeitungsfunktion und Copilot-Boost

Microsoft erweitert SharePoint-Archivierung und Outlook-Funktionen. Admins erhalten sechs Monate mehr Zeit für die Ablösung alter Authentifizierung.

Der Softwarekonzern gibt Admins mehr Zeit für die Ablösung alter Anmeldeverfahren und bringt neue Funktionen für Outlook und SharePoint.

Microsoft hat seine Cloud-Dienste mit wichtigen Neuerungen ausgestattet. Im Fokus stehen erweiterte Archivierungsmöglichkeiten, Stabilitätsverbesserungen für Outlook und eine verlängerte Übergangsfrist für die Abschaffung veralteter Authentifizierungsmethoden. Die Änderungen betreffen Unternehmen und IT-Administratoren gleichermaßen.

Neue Datei-Archivierung für SharePoint

Seit dem 15. Juli 2026 bietet Microsoft eine granulare Archivierungsfunktion für Microsoft 365 Archive an. Berechtigte Nutzer können nun einzelne Dateien in SharePoint „einfrieren“ – eine deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen Möglichkeit, nur ganze Websites zu archivieren. Das System bewahrt Metadaten und Berechtigungen der archivierten Elemente.

Allerdings gibt es Einschränkungen: OneNote-Notizbücher und SharePoint-Seiten sind von der Funktion ausgeschlossen. Archivierte Dateien werden weiterhin auf das Speicherkontingent der Website angerechnet. Zudem gilt eine 30-tägige Sperrfrist, bevor eine wiederhergestellte Datei erneut archiviert werden kann.

Für August 2026 ist eine weitere Automatisierung geplant. Microsoft Teams soll dann automatisch Besprechungsarchive für die Analyse durch Copilot erstellen. Diese Funktion wird für Organisationen mit aktiven Copilot-Lizenzen standardmäßig aktiviert – vorausgesetzt, während der Besprechung wurde ein Transkript gespeichert. Die Archive landen im SharePoint-Bereich des Mandanten, Administratoren behalten aber die Kontrolle über die Einstellungen.

Outlook für Mac: Stabilität und neue Funktionen

Das Update auf Version 16.111 für Office auf dem Mac, veröffentlicht am 14. Juli 2026, bringt spürbare Verbesserungen. Nutzer können jetzt Nachrichten direkt im Outlook-Postausgang bearbeiten. Eine anpassbare Navigationsleiste erleichtert die Bedienung. Für datenintensive Arbeitsabläufe wurde die Copilot-Unterstützung erweitert – sie verarbeitet nun über 30 Dateitypen mit einer Größe von bis zu 50 MB.

Ein häufiges Ärgernis bleibt die falsche Anzeige ungelesener Nachrichten. Experten raten bei solchen Synchronisationsproblemen zu gezielten Suchparametern, um versteckte ungelesene Elemente aufzuspüren. Auch ein Neuaufbau des lokalen Cache kann helfen, die korrekte Ordneranzeige wiederherzustellen.

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Sechs Monate mehr Zeit für die Authentifizierungs-Umstellung

Microsoft reagiert auf das Feedback von IT-Administratoren und verschiebt die Abschaffung der Legacy-Authentifizierung in Exchange Online PowerShell. Ursprünglich für Juli 2026 geplant, wird der Parameter für Anmeldedaten nun erst im Dezember 2026 entfernt.

Die sechsmonatige Verlängerung betrifft clientseitige Modul-Builds und wirkt sich auf Administratoren aus, die unbegleitete Skripte für die automatisierte Verwaltung nutzen. Microsoft drängt weiterhin auf die Umstellung auf moderne Authentifizierungsmethoden – etwa verwaltete Identitäten oder reine App-Authentifizierung mit Zertifikaten. Während die clientseitige Durchsetzung nun für Ende 2026 angesetzt ist, bleibt der Zeitpunkt für die serverseitige Abschaffung offen.

Sicherheitspatches und wachsende Bedrohungslage

Am 14. Juli 2026 veröffentlichte Microsoft Patches für zwei Schwachstellen (CVE-2026-55139 und CVE-2026-55042). Beide betreffen Office auf Windows und Mac und könnten durch Speicherlecks oder nicht initialisierte Ressourcen Datenlecks verursachen – etwa wenn ein Nutzer eine speziell präparierte Datei öffnet.

Die Dringlichkeit aktueller Systeme unterstreicht ein Bericht von Anfang Juli: Auf einem Cybercrime-Forum wurden 125.000 kompromittierte Outlook-Zugangsdaten gehandelt. Die gestohlenen Konten stammen überwiegend von europäischen Nutzern und werden häufig für Kontoübernahmen und gezielte Angriffe auf Geschäftskommunikation (BEC) genutzt.

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Als Schutzmaßnahme kündigte Microsoft an, dass Defender for Office 365 Plan 1 bis zum 1. August 2026 in kommerzielle E3-Abonnements integriert wird. Der Upgrade bietet erweiterte Schutzfunktionen wie Safe Links und Anti-Phishing-Richtlinien. Allerdings müssen Administratoren diese Funktionen manuell konfigurieren, um die neuen Sicherheitsebenen zu aktivieren.

Parallel dazu warnt die US-Cybersicherheitsbehörde CISA vor aktiven Angriffen auf mehrere Schwachstellen in lokalen SharePoint-Server-Installationen. Betroffene Organisationen müssen umgehend handeln, um unbefugte Rechteausweitungen und die Ausführung von Schadcode zu verhindern.