Outlook: Microsoft behebt Copilot-Fehler in Remote-Umgebungen

Microsoft behebt kritischen Copilot-Fehler in Remote-Umgebungen und kündigt für 2026 neue Funktionen wie Warnhinweise und Antwortvorlagen an.

Der Softwarekonzern hat mehrere kritische Fehler im klassischen Outlook beseitigt und gleichzeitig einen Ausblick auf neue Funktionen für die moderne Version gegeben. Besonders Unternehmen dürften aufatmen.

Copilot-Fehler in Remote-Umgebungen gefixt

Ein hartnäckiger Bug sorgte in Remote Desktop Services (RDS) für Frust: Immer dann, wenn Nutzer mit Copilot eine E-Mail verfassen wollten, stürzte die Anwendung ab. Betroffen war sowohl das Klicken auf das Copilot-Stiftsymbol als auch die Tastenkombination Alt+I. Der Fehler trat besonders in Unternehmensumgebungen auf, in denen Mitarbeiter über Remotedesktopverbindungen arbeiten.

Microsoft hat das Problem mit dem aktuellen Microsoft-365-Update behoben. Gleichzeitig wurde ein Barrierefreiheitsproblem gelöst: Der Schreibbutton ließ sich im Hochkontrastmodus zuvor nicht richtig darstellen.

Doch nicht alle Probleme sind Geschichte. Fachleute identifizieren weiterhin mehrere Ursachen für Abstürze im Outlook-Kalender: fehlerhafte Add-Ins, unzureichende Benutzerberechtigungen und beschädigte Datendateien. Bereits Mitte März hatte ein gezieltes Update einen größeren E-Mail-Ausfall behoben – nachdem es im Januar und Februar bereits Störungen bei Diensten wie Workday und Blackboard gegeben hatte.

Drei große Neuerungen für das neue Outlook

Für Windows 10 und 11 bereitet Microsoft gleich mehrere Verbesserungen vor. Die wichtigste Neuerung kommt bis Ende August 2026: Ein Warnhinweis erscheint künftig, wenn Nutzer auf eine alte E-Mail in einem Thread antworten, der neuere Nachrichten enthält. Die Funktion ist standardmäßig aktiviert und wird auch für Outlook.com erwartet.

Der September 2026 bringt dann weitere Neuerungen:

  • Automatische Antwortvorlagen: Nutzer können Regeln erstellen, die mit bestimmten Textbausteinen automatisch antworten.
  • Schnellere Kategorisierung: Per Drag-and-drop lassen sich E-Mails künftig durch Ziehen auf angepinnte Kategorien im Bereich „Favoriten“ sortieren.
  • Erweiterter Support: Geplant sind unter anderem bessere Unterstützung für PST-Dateien, ein einheitliches Postfach und gruppierte Benachrichtigungen.
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Aus für OWA Light: Microsoft schaltet ab

Ein bedeutender Einschnitt steht im August 2026 an: Microsoft wird die Leichtbau-Version von Outlook im Web (OWA Light) im Rahmen eines kumulativen Updates für Exchange Server 2019 und dessen Nachfolger standardmäßig deaktivieren. Nutzer werden dann automatisch zur Standard-Weboberfläche weitergeleitet. Administratoren sollten jetzt die Browser-Kompatibilität prüfen und ihre Mitarbeiter auf die Umstellung vorbereiten.

Google mischt mit: Gemini integriert Outlook-Daten

Im Bereich der plattformübergreifenden Produktivität tut sich ebenfalls etwas: Google Cloud hat neue Funktionen für Gemini Enterprise vorgestellt, mit denen sich Outlook-Datenspeicher erstellen lassen. Die Integration erfordert spezielle OAuth-2.0-Zugangsdaten und ermöglicht die Echtzeit-Synchronisation von E-Mails, Anhängen und Kontakten. Unternehmen können so eine einheitliche Suche oder Datenübernahme realisieren.

Nutzer kämpfen mit hartnäckigen Problemen

Die Community-Plattformen zeigen ein hohes Aufkommen an Support-Anfragen. Allein bei Microsoft Q&A wurden bis zum 9. Juli 2026 über 164.000 Fragen zu Outlook registriert. Aktuelle Probleme aus dem Juli umfassen:

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  • Fehlgeschlagene Passwort-Zurücksetzungen bei Hotmail
  • Synchronisationsprobleme zwischen Outlook und iCloud
  • Fehlerhafte Absenderanzeigen und Autovervollständigung von Adressen
  • Unerwartete Anmeldeaufforderungen für Gmail-Konten

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