Outlook-Sicherheit: Microsoft sperrt zwei weitere Dateitypen ab November

Outlook Web und das neue Outlook für Windows blockieren künftig MSIX-Anhänge; eine optionale Rechtschreibprüfung kommt ebenfalls.

•

Microsoft verstärkt die Sicherheitsvorkehrungen in seinen E-Mail-Diensten. Wie der Softwarekonzern in einer Mitteilung über das Message Center am 5. Oktober 2026 um 22:40 UTC unter der Kennung MC1488841 bekannt gab, werden die Dateiendungen .msix und .msixbundle ab November 2026 in Outlook Web (OWA) sowie im neuen Outlook für Windows standardmäßig als E-Mail-Anhänge gesperrt. Parallel dazu führt das Unternehmen eine neue Funktion zur automatischen Rechtschreibprüfung vor dem Absenden von Nachrichten ein.

Erweiterung der standardmäßigen Blocklisten

Mit der anstehenden Umstellung wächst die standardmäßige Liste blockierter Dateitypen von 133 auf 135 Einträge an. Die beiden Dateiformate .msix und .msixbundle werden dabei direkt in die entsprechende Sperrliste jeder Mailbox-Richtlinie von Outlook Web aufgenommen, was sowohl für Standardrichtlinien als auch für benutzerdefinierte Richtlinien gilt.

In Outlook Web sind Formate wie .py, .ps1 und .cab bereits blockiert. Während der reguläre Filter für häufige Anhänge in den Richtlinien gegen Schadsoftware von Exchange Online die Dateitypen msix und appx bereits standardmäßig berücksichtigt, fehlte dort bislang der Typ msixbundle.

Der Rollout für Nutzer von Exchange Online beginnt Anfang November 2026, wobei das Unternehmen die allgemeine Verfügbarkeit bis Mitte November 2026 anstrebt. Die Maßnahme betrifft neben weltweiten Umgebungen auch die spezifischen Segmente GCC, GCC High sowie DoD.

Sobald die Änderung greift, können Anwender Nachrichten mit entsprechenden Anhängen weder versenden noch empfangen, öffnen oder herunterladen. Nach Angaben von Microsoft dürften die meisten Organisationen von dieser Anpassung kaum betroffen sein, da diese Formate im E-Mail-Verkehr selten genutzt werden.

Anzeige

Wer sich mit den neuen Sicherheitsvorgaben in Outlook befasst, sollte auch die grundlegenden Einstellungen für effizientes Arbeiten kennen. Über 40.000 Nutzer verwenden bereits diesen kostenlosen Ratgeber für eine reibungslose E-Mail-Organisation und Synchronisation. 7 Zeitspar-Tricks für Outlook-Profis jetzt kostenlos entdecken

Sofern die Dateitypen im Betrieb nicht verwendet werden, bestehe für Administratoren kein Handlungsbedarf. Sollten Unternehmen jedoch auf den Versand dieser Formate angewiesen sein, können IT-Verantwortliche vor dem Rollout Ausnahmen über die Richtlinien für Postfächer konfigurieren.

Rechtschreibprüfung vor dem Nachrichtenversand

Neben den Sicherheitsverschärfungen rollt Microsoft ab Mitte Oktober 2026 eine weitere Neuerung für das neue Outlook für Windows sowie Outlook Web aus. Eine automatische Rechtschreibprüfung vor dem Absenden von E-Mails wird als Teil der vernetzten Dienste integriert und greift dabei auf den Microsoft Editor zurück.

Die Konfiguration der Funktion muss sowohl von Administratoren als auch von den Nutzern selbst vorgenommen werden. Die Einführung im Rahmen des sogenannten Targeted Release startet ab Mitte Oktober 2026 und soll bis Ende Oktober 2026 abgeschlossen sein. Der weltweite allgemeine Rollout beginnt laut der Roadmap mit der ID 571310 und der Mitteilungsnummer MC1479509 ab Mitte November 2026 und wird voraussichtlich Anfang Dezember 2026 beendet sein.

Anzeige

Neben automatischen Filtern und Korrekturhilfen gibt es noch tiefere Systemeinstellungen, die für die Sicherheit der eigenen Korrespondenz entscheidend sind. Ein kostenloser Experten-Ratgeber enthüllt wichtige Konfigurationen und Registry-Tricks für Outlook, die über die Standardfunktionen hinausgehen. Kostenlosen Outlook-Spezialkurs hier anfordern

Mehr zum Thema bei BleepingComputer: „Microsoft Outlook to block MSIX attachments starting November“