Outlook-Update: Microsoft integriert KI-Copilot und schließt 200 Lücken

Microsoft erweitert Outlook um KI-Funktionen und schließt 200 Sicherheitslücken. Nutzer müssen bald mit Preiserhöhungen rechnen.

Die Neuerungen drehen sich vor allem um künstliche Intelligenz, produktiveres Arbeiten und strengere Sicherheitsvorkehrungen.

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KI-gestützte Arbeitserleichterung

Im Zentrum der Aktualisierung steht Microsoft Copilot. Seit dem 10. Juni können Nutzer mit qualifizierten Microsoft-365-Abonnements den KI-Assistenten in den Einstellungen aktivieren. Copilot hilft beim Verfassen von E-Mails und fasst lange Nachrichtenverläufe zusammen – eine Funktion, die gerade in hektischen Arbeitsumgebungen Zeit sparen dürfte.

Einen Tag später, am 11. Juni, stellte Microsoft Digital mit „DigitalMe“ eine noch ambitioniertere KI-Lösung vor. Der digitale Zwilling, der auf Microsoft Copilot Studio basiert, beantwortet in Echtzeit Fragen in Outlook und Teams. Die internen Tests sprechen für sich: Der Agent beantwortete 158 Fragen innerhalb einer Stunde mit rund 90-prozentiger Genauigkeit. Das spart Moderatoren mehr als eine Stunde manueller Arbeit. Möglich macht das die sogenannte „Work IQ“ – eine Intelligenzschicht, die Daten aus E-Mails, Meetings und Chats zusammenführt und kontextbezogene Antworten sowie eine Priorisierung der E-Mails ermöglicht.

Clevere Tools für den Posteingang

Die neuen Tutorials zeigen auch praktische Helfer für den Alltag. Die „Sweep“-Funktion löscht alle E-Mails eines bestimmten Absenders auf einmal – Schluss mit dem lästigen manuellen Aussortieren. Mit der „Snooze“-Funktion lassen sich Nachrichten ausblenden und zu einem späteren Zeitpunkt wieder anzeigen. Für die Terminfindung wurde die Scheduling Poll integriert, die das Finden gemeinsamer Termine über mehrere Teilnehmer hinweg vereinfacht.

Ein wichtiger Hinweis für alle, die E-Mails zeitgesteuert versenden möchten: Die Outlook-Anwendung muss zum geplanten Sendezeitpunkt geöffnet sein. Nutzer der klassischen Desktop-Version verwalten geplante E-Mails über den Postausgang, während Web- und Mobilnutzer dafür den Entwürfe-Ordner aufrufen müssen.

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Sicherheitsupdate mit Rekordzahlen

Die Produktivitätsupdates fallen mit einem massiven Sicherheitspaket zusammen. Am 9. Juni veröffentlichte Microsoft sein Patch Tuesday und schloss dabei rekordverdächtige 200 Sicherheitslücken – darunter 33 kritische Schwachstellen. Besonders brisant: Drei kritische Lücken in Outlook und Word (CVE-2026-45456, CVE-2026-45458 und CVE-2026-47635) ermöglichten Angreifern die Ausführung von Schadcode allein durch die Vorschau einer E-Mail – ohne dass der Nutzer überhaupt klicken musste.

Zudem bestätigte Microsoft, dass eine Zero-Day-Lücke in Exchange Server (CVE-2026-42897) bereits aktiv ausgenutzt wurde. Exchange Online war nicht betroffen, ein dauerhafter Fix wurde jedoch im Juni-Sicherheitsupdate bereitgestellt.

Wichtige Fristen für Nutzer

Mehrere Termine sollten Microsoft-365- und Office-Nutzer im Blick behalten:

  • Juni 2026: Neue Verkäufe von eigenständigen SharePoint- und OneDrive-Plänen werden eingestellt.
  • 1. Juli 2026: Die Preiserhöhungen für Microsoft-365-Abonnements treten in Kraft.
  • 13. Juli 2026: Microsoft Office 2019 für Mac schaltet in einen Modus mit reduzierter Funktionalität – quasi „Read-only“. Grund ist der Ablauf digitaler Zertifikate. Nutzer auf macOS, iOS und iPadOS sollten auf Microsoft 365 oder Office 2024 umsteigen.
  • Juli 2026: Neue MX-Endpunkte unter der Domain „mx.microsoft“ werden eingeführt, um DNSSEC und DANE für die E-Mail-Zustellung zu unterstützen.

Für Unternehmenskunden gibt es zudem einen wichtigen Hinweis zur Integration von Outlook mit externen Plattformen wie Workday: Die SAML-basierte Authentifizierung muss korrekt in Microsoft Entra ID eingerichtet sein, sonst drohen Service-Unterbrechungen.