Panther Lake: Intels neuer Grafik-Chip verdoppelt AMDs Leistung

Intels kommende Panther-Lake-Prozessoren liefern in Benchmarks die doppelte Grafikleistung von AMDs Strix Point. Das könnte den Markt für Gaming-Laptops und Einsteiger-GPUs neu ordnen.

Intels kommende Panther-Lake-Prozessoren liefern in ersten Tests die doppelte Grafikleistung von AMDs aktuellen Strix-Point-CPUs. Das könnte den Markt für Gaming-Laptops neu ordnen.

Benchmark-Daten, die diese Woche auftauchten, zeigen einen erdrutschartigen Vorsprung. Intels neue Arc B390-Grafikeinheit im Top-Modell Core Ultra X9 388H erreicht in anspruchsvollen Spielen wie Cyberpunk 2077 satte 28 Bilder pro Sekunde (FPS) bei 1080p und maximalen Einstellungen. Unter identischen Bedingungen kommt AMDs Ryzen AI 9 HX 370 mit Radeon 890M nur auf 14 FPS – eine Verdopplung der Leistung für Intel.

Xe3-Architektur bringt den Sprung

Der Grund für den Quantensprung liegt in Intels neuer Xe3-Grafikarchitektur (Codename „Celestial“) und dem modernen 18A-Fertigungsprozess. Die Architektur bringt verbesserte Raytracing-Einheiten und höhere Effizienz. Das erlaubt im engen Laptop-Gehäuse stabil hohe Taktraten.

Intel selbst spricht von einem durchschnittlichen Leistungsvorsprung von 82 Prozent gegenüber AMDs Strix Point in einem breiteren Spielespektrum. Zudem unterstützen die Chips XeSS 3, Intels neueste Upscaling-Technologie. Sie kann in unterstützten Spielen die Bildrate verdreifachen – ein Gamechanger für flüssiges Gaming auf schlanken Ultrabooks.

AMD kontert im High-End-Segment

Doch der Kampf ist nicht entschieden. AMD hält die absolute Performance-Spitze im Ultra-Enthusiast-Segment. Dessen Strix-Halo-Serie (Ryzen AI Max+) mit der Radeon 8060S liegt in Benchmarks noch 21 bis 30 Prozent vor Intels Panther-Lake-Flaggschiff.

Allerdings positioniert AMD Strix Halo als „diskret-gleichwertige“ Lösung in einer höheren Preis- und Leistungsklasse. Laptops damit dürften oft über 2.000 Euro kosten. Für das volumenstarke Premium-Ultrabook-Segment scheint Intel mit Panther Lake nun die Nase vorn zu haben.

Parallel bereitet AMD den Launch der Ryzen-AI-400-Serie (Codename „Gorgon Point“) um den 22. Januar vor. Das Update bringt moderate Takterhöhungen, wird die Leistungslücke zu Panther Lake in Raytracing-Szenarien aber voraussichtlich nicht schließen.

Marktstart und Folgen für den GPU-Markt

Der Einzelhandelsstart für Panther-Lake-Laptops ist für den 27. Januar 2026 geplant. Die Bewertungssperre (Embargo) für Testberichte des Top-Modells X9 388H endet bereits am 26. Januar – ein Zeichen von Intels Zuversicht.

Die Leistungsexplosion bei integrierten Grafikkernen könnte den Markt für Einsteiger-Grafikkarten umkrempeln. Wenn iGPUs Raytracing-Titel bei 1080p und 30 FPS bewältigen, könnten Hersteller auf separate Chips wie die NVIDIA GeForce RTX 4050 in vielen Laptops verzichten. Das würde Akkulaufzeit verlängern und Gehäuse schlanker machen.

Für Verbraucher bietet das Duell 2026 nie dagewesene Wahlmöglichkeiten. AMD hält die Krone der absoluten Performance, Intel dominiert im wichtigen Premium-Ultrabook-Segment. Es wird ein Schlüsseljahr für Gaming auf Laptops ohne separate Grafikkarte.