Das israelische Unternehmen ParaZero festigt seine Position im wachsenden Markt für Drohnenabwehr mit einem weiteren Großauftrag. Ein globaler Rüstungskonzern bestellt erneut Abfangsysteme – ein starkes Vertrauenssignal.
Kfar Saba, Israel – Der Spezialist für Drohnenabwehr ParaZero Technologies (Nasdaq: PRZO) verzeichnet einen weiteren strategischen Erfolg. Wie das Unternehmen am Freitag, 30. Januar, mitteilte, hat es einen zweiten substanziellen Auftrag von einem führenden globalen Rüstungskonzern erhalten. Diese Nachricht unterstreicht den gelungenen strategischen Schwenk des Unternehmens vom zivilen Drohnenschutz hin zu Verteidigungsanwendungen. Der neue Vertrag fällt in eine Phase intensiver Expansion: Erst Tage zuvor hatte ParaZero seine Marktpräsenz in westeuropäischen NATO-Staaten ausgebaut. Die Nachfrage nach kinetischen Abfangsystemen mit geringer Kollateralschädigung wächst offenbar rapide.
Strategische Partnerschaft vertieft sich
Der jüngste Auftrag umfasst die Lieferung von operativen Abfangnetz-Pods für das hauseigene DefendAir-System. Es handelt sich um eine Folgebestellung eines sogenannten Tier-1-Rüstungskonzerns – ein klares Indiz für die Wirksamkeit der Technologie, wie Branchenbeobachter betonen. Der Name des Partners bleibt aus Sicherheitsgründen unter Verschluss. Dass der Kunde erneut zuschlägt, deutet jedoch auf eine sich vertiefende strategische Partnerschaft hin.
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Im Fokus stehen Netze, die feindliche Drohnen physisch ausschalten. Anders als elektronische Störsysteme, die manipuliert werden können, setzt ParaZero auf einen kinetischen „Soft-Kill“-Mechanismus. Das System fängt die Ziel-Drohne mit einem Netz ein. Diese Methode ist besonders für urbane oder sensible Umgebungen wertvoll, wo abstürzende Trümmer oder explosive Gegenmaßnahmen Zivilisten und Infrastruktur gefährden könnten. Das Management zeigte sich zuversichtlich: Diese Wiederholungsbestellung sei ein starkes Zeichen für die Zuverlässigkeit der Technologie gegen komplexe Luftbedrohungen.
NATO-Märkte im Visier
Parallel zum globalen Rüstungsgeschäft treibt ParaZero die Expansion in Europa voran. Am 27. Januar verkündete das Unternehmen ein neues Händlerabkommen mit einem Partner in Westeuropa, das explizit auf NATO-Verteidigungsmärkte abzielt. Inklusive war eine Erstbestellung von DefendAir-Trainingskits – der Startschuss für Schulungsprogramme, die einer vollständigen Einsatzbereitschaft vorausgehen.
Dieser Schritt folgt auf eine Reihe erfolgreicher Tests. Anfang Januar führte ParaZero Live-Demonstrationen des DefendAir-Systems für hochrangige Militäroffiziere mehrerer NATO-Staaten in Westeuropa durch. Sie zeigten die schnelle Abfangfähigkeit gegen verschiedene Drohnentypen. Der Zeitpunkt der Abkommen ist kein Zufall: Europäische Verteidigungsministerien stocken ihre Budgets für Drohnenabwehr (C-UAS) massiv auf. Hintergrund sind die Kriegserfahrungen mit Drohnenschwärmen in aktuellen Konflikten. Ein separates Händlerabkommen auf Zypern Mitte Januar unterstreicht diese regionale Wachstumsstrategie.
Erprobte Abfangtechnologie überzeugt
Den kommerziellen Erfolgen liegt die technische Leistung zugrunde. ParaZero gab Anfang Januar bekannt, dass sein System bei Feldtests eine 100-prozentige Abfangquote erzielte. Die Tests umfassten verschiedene Bedrohungen, darunter FPV-„Kamikaze“-Drohnen und schwere kommerzielle Drohnen, die oft zum Schmuggeln oder Abwurf von Lasten genutzt werden.
Der Vorteil des DefendAir-Systems liegt in seiner Modularität. Es kann auf verschiedenen Plattformen integriert werden und ist damit flexibel einsetzbar. Die Technologie nutzt einen patentierten Netz-Auswurfmechanismus, der die Rotoren einer Drohne einfängt. Dies führt zum sofortigen Auftriebsverlust und einem kontrollierten Absturz.
Analysten heben hervor, dass „Hard-Kill“-Lösungen (wie Raketen) und elektronische „Soft-Kill“-Systeme (Störsender) jeweils Grenzen haben. ParaZeros kinetische Netz-Lösung besetzt eine entscheidende Nische: Sie ist eine physische Gegenmaßnahme, die nicht auf Signalstörung angewiesen ist und Kollateralschäden durch Explosionen vermeidet. Diese Fähigkeit wird zunehmend für den Schutz von kritischer Infrastruktur, Flughäfen und Großveranstaltungen nachgefragt.
Wachstumskurs mit klarer Perspektive
Der Auftragsboom kommt zum richtigen Zeitpunkt für ParaZero. Finanzdaten zeigen für die vergangenen zwölf Monate ein Umsatzwachstum von über 80 Prozent. Dies spiegelt den erfolgreichen Übergang von den kommerziellen Wurzeln – etwa autonomen Rettungsfallschirmen für Drohnen – hin zum hochdynamischen Verteidigungssektor wider.
Trotz des wachsenden Umsatzes investiert das Unternehmen weiter stark in Forschung, Entwicklung und Markterschließung. Der duale Fokus auf kommerzielle Sicherheit und aktive Drohnenabwehr adressiert zwei verwandte Märkte: Einerseits autorisierte Drohnen zu schützen, andererseits unbefugte auszuschalten.
Die Integration von Drohnenabwehr in militärische und polizeiliche Standards wird sich weiter beschleunigen. Die jüngsten Aufträge deuten an, dass ParaZero von der Validierungs- in die operative Einsatzphase übergeht. Die nächsten Schritte werden die Hochskalierung der Produktion und die potenzielle Sicherung langfristiger Beschaffungsverträge mit NATO-Verteidigungsministerien sein. Angesichts der wachsenden Drohnenbedrohung bleibt die Fähigkeit, unbemannte Systeme physisch und schadensarm abzufangen, eine globale Priorität.
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