Passkeys werden zum neuen Sicherheitsstandard für Android-Nutzer und deutsche Behörden. Anlässlich des Safer Internet Day 2026 treiben Tech-Konzerne und das deutsche BSI die passwortlose Anmeldung voran, um sich gegen KI-gestützte Cyberangriffe zu wappnen.
KI-Bedrohungen machen Passwörter angreifbar
Der heutige Safer Internet Day steht im Zeichen künstlicher Intelligenz – und ihrer Gefahren. Sicherheitsexperten warnen: KI macht Phishing-Angriffe und Deepfakes so überzeugend wie nie. Traditionelle Passwörter werden damit zur leichten Beute. Cyberkriminelle nutzen bereits KI-Tools, um Passwort-Diebstahl effizienter und billiger zu machen.
Die Antwort der Industrie heißt Passkeys. Diese kryptografischen Schlüssel, sicher im Gerät gespeichert, können nicht ausgespäht werden. Für Android-Nutzer wird der Umstieg nun leicht gemacht. Googles Ökosystem behandelt Passkeys bereits als primäre Anmelde-Methode. Der Vorteil ist klar: Ohne Passwörter, die man sich merken oder eingeben muss, fallen viele KI-gestützte Betrugsmuster ins Leere.
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Der Durchbruch: 96 Prozent der Geräte sind bereit
2026 könnte das Jahr der passwortlosen Anmeldung werden. Aktuelle Daten zeigen: Rund 96 Prozent aller Consumer-Geräte sind jetzt „passkey-ready“. Dieser massive Infrastruktursprung ist vor allem Android-Updates und dem Google Password Manager zu verdanken.
Die Vorteile sind handfest. Die FIDO Alliance, die die Standards setzt, gibt an: Passkeys verkürzen die Anmeldezeit um fast 73 Prozent. Die Erfolgsquote beim Login liegt bei über 93 Prozent. Für Android-Nutzer bedeutet das: Ein Fingerabdruck oder Gesichtsscan ersetzt das lästige Eintippen komplizierter Zeichenketten. Moderne Smartphones mit Biometrie-Sensoren ebnen den Weg für diese nahtlose Erfahrung.
Deutsche Behörden setzen auf Passkey-Technologie
Für Deutschland ist eine Entwicklung besonders relevant: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) treibt die Integration von Passkeys in digitale Behördendienste voran. Noch in diesem Jahr starten Pilotprojekte, die passwortbasierte Logins für Regierungsportale durch FIDO2-konforme Passkeys ersetzen.
Diese Strategie passt zum europäischen Rahmen für digitale Identität (eIDAS 2.0) und soll den Zugang zu Systemen wie BundID absichern. Für Bürger könnte der Login beim Staat bald so einfach werden wie das Entsperren des eigenen Handys. Die BSI-Empfehlung gilt als wichtiges Signal für die deutsche Wirtschaft, insbesondere für Banken und Versicherungen, die sich oft an den Behörden-Standards orientieren.
Neue Tools und die Schattenseiten des Fortschritts
Die Dynamik kommt nicht nur von Google. In der vergangenen Woche brachten Drittanbieter neue Passkey-Manager auf den Markt. So startete etwa ExpressVPN eine eigene App namens „ExpressKeys“. Solche Tools sind wichtig für Nutzer, die in gemischten Ökosystemen arbeiten – etwa mit einem Android-Handy und einem Windows-PC.
Doch Sicherheitsforscher mahnen zur Vorsicht. Passkeys machen zwar klassisches Phishing unmöglich, lösen aber nicht alle Probleme. Cyberkriminelle verlagern ihre Angriffe nun auf Session-Cookies. Diese Token, die nach einer erfolgreichen Anmeldung entstehen, können von Schadsoftware gestohlen werden. KI hilft dabei, immer raffiniertere Malware zu entwickeln.
Die Lehre: Passkeys sichern zwar die „Haustür“, aber die Gerätehygiene bleibt entscheidend. Verdächtige App-Downloads sollten vermieden und das Android-Betriebssystem stets aktuell gehalten werden.
Ausblick: Passwörter werden zum Notfall-Backup
Die Richtung ist vorgezeichnet. Das Passwort wird zum Auslaufmodell und dient künftig nur noch als Notfall-Lösung. Marktbeobachter prognostizieren: Bis 2027 werden die meisten Logins in Android-Apps standardmäßig über Passkeys laufen.
Der Fokus der Cybersicherheit wird sich dann auf „Device Attestation“ verlagern – die Überprüfung, ob das Gerät mit dem Passkey nicht selbst kompromittiert ist. Auch die Wiederherstellung des Zugangs bei einem verlorenen Gerät wird weiter vereinfacht.
Der Safer Internet Day 2026 markiert damit eine Zeitenwende. Die Botschaft der Industrie ist klar: Der einfachste Weg, das digitale Leben zu schützen, ist, sich keine Gedanken mehr über Passwörter machen zu müssen.
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