Ein traditionsreicher Gebäudedienstleister revolutioniert seine Reinigungsflotte: Paul Schulten geht eine strategische Partnerschaft mit der Software-Plattform FieldBots ein, um herstellerunabhängige Roboter zentral zu steuern.
REMSCHEID/MARBACH AM NECKAR – Die europäische Servicerobotik wird erwachsen. Am Dienstag, dem 3. Februar 2026, gaben die Paul Schulten GmbH & Co. KG und die FieldBots GmbH eine wegweisende Partnerschaft bekannt. Ziel ist der Aufbau eines zentralen Managementsystems für eine gemischte Flotte autonomer Reinigungsroboter. Diese Allianz markiert einen strategischen Wendepunkt für die gesamte Facility-Management-Branche in der DACH-Region.
Hier trifft historische Expertise auf moderne Software: Schulten, mit über 100 Jahren Geschichte einer der etabliertesten Gebäudedienstleister Deutschlands, verbündet sich mit einem führenden Spezialisten für die Orchestrierung heterogener Roboterflotten. Gemeinsam adressieren sie ein zentrales Problem der Branche: die komplexe Steuerung unterschiedlichster Roboter verschiedener Hersteller in einem einheitlichen Arbeitsablauf.
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Eine Steuerzentrale für alle Roboter
Kern der Partnerschaft ist die Einführung des FieldBots-Betriebssystems. Statt für jede Roboter-Marke eine eigene proprietäre Software zu nutzen, steuert Schulten künftig alle Maschinen – ob Scheuersauger von Kärcher, Staubsauger von Gausium oder Transportroboter von Pudu – über eine einzige Oberfläche.
„Schulten ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein traditionelles Unternehmen Technologie als echten Produktivitätshebel und nicht als Spielerei einsetzt“, sagt Lukas Thaler, Director Europe bei FieldBots. Die Systeme „FieldBots Operate“ und „Maintain“ ermöglichen es den Facility Managern, Live-Daten zu überwachen, Reinigungsleistungen zu tracken und in Echtzeit auf Störungen zu reagieren – unabhängig vom Roboter-Modell.
Die Entscheidung, sich nicht an einen einzigen Hardware-Hersteller zu binden, ist für Schulten strategisch. So bleibt die Flexibilität, für jede Aufgabe den optimalen Roboter auszuwählen: Kompakte „Mikrobots“ für Bürofluren oder leistungsstarke Scheuersauger für Industriehallen. Das Unternehmen optimiert so seine Dienstleistungen, ohne sich in einer geschlossenen Ökosphäre zu verfangen.
Tradition trifft auf Hightech-Effizienz
Das in Remscheid ansässige Familienunternehmen Schulten bringt mit rund 2.700 Mitarbeitern enorme Skaleneffekte und operative Erfahrung in die Partnerschaft ein. Trotz seiner tiefen Verwurzelung in traditionellen Werten setzt der Dienstleister seit Jahren konsequent auf Nachhaltigkeit und technologische Effizienz. Bereits 2024 meldete das Unternehmen eine Reduktion des CO2-Ausstoßes pro Mitarbeiter um über 11 Prozent.
Die FieldBots-Technologie soll diese Effizienzgewinne nun weiter vorantreiben. Die Analyse-Funktionen der Plattform ermöglichen eine präzise Berechnung der Kapitalrendite (ROI) und detaillierte Reports zur Reinigungsabdeckung. So wird der Einsatz der Roboter in messbaren Geschäftswert übersetzt.
FieldBots: Das „Android“ der Servicerobotik
FieldBots aus Marbach am Neckar hat sich als Bindeglied in einem fragmentierten Hardware-Markt positioniert. Die Plattform, die bereits über 26 Robotermodelle von 8 großen Herstellern unterstützt, bietet unter anderem:
- Live-Karten-Management: Echtzeit-Visualisierung von Roboter-Standorten und Status.
- Einheitliches Ticketing: Ein Wartungssystem, das die Lücke zwischen Reinigungspersonal vor Ort und technischem Support schließt.
- IoT-Konnektivität: Erweitert durch „FieldBots Connect Plus“, das einen stabilen Online-Zugang auch in komplexen Gebäudeumgebungen sicherstellt.
Beobachter deuten die Partnerschaft als Teil einer größeren Ökospiel-Strategie von FieldBots. Nach jüngsten Kooperationen mit dem Aufzugriesen KONE und dem britischen Distributor Killis entsteht ein Ökosystem, in dem Roboter nicht nur zentral gesteuert, sondern auch autonom mit Gebäudeinfrastruktur wie Aufzügen interagieren können.
Analyse: Der „DACH-Weg“ in der Robotik
Die Allianz kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für den europäischen Reinigungsrobotik-Markt. Daten aus dem „The Biggest Fleet 2025“-Report zeigen einen einzigartigen „DACH-Weg“: Anders als in den USA oder Asien, wo Einzelhandelsriesen oft Massen-Deployments stemmen, integrieren Gebäudedienstleister hierzulande vor allem „Mikrobots“ in etablierte Betriebsmodelle.
Die Schulten-FieldBots-Partnerschaft verkörpert diesen Trend perfekt. Deutsche FM-Anbieter springen nicht mit Pilotprojekten, sondern gehen direkt in die operative Integration. Die Fähigkeit, gemischte Flotten zu managen, ist dabei entscheidend. Da kein einzelner Roboter jeden Bodentyp oder jede Reinigungsanforderung bewältigen kann, wird das „Heterogeneous Fleet“-Modell zum neuen Branchenstandard.
Die Entwicklung spiegelt auch einen Reifeprozess im Marktdenken wider. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie Roboter im großen Stil eingesetzt werden können. Der Schulten-Deployment ist ein Lehrbeispiel für diesen Übergang von der Neuheitsphase hin zu industrietauglicher Zuverlässigkeit.
Die erfolgreiche Implementierung dieses Systems könnte zur Blaupause für andere große Gebäudedienstleister in Europa werden. Für den Gesamtmarkt signalisiert diese Partnerschaft, dass Software-Interoperabilität im Jahr 2026 zum entscheidenden Wettbewerbsfeld wird. Während Hardware zur Commodity wird, liegt der wahre Mehrwert für FM-Unternehmen immer mehr in der intelligenten Software, die diese Maschinen effizient orchestriert.
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