PC Box vs. Steam Machine: LDLC setzt auf RDNA-4-Grafik

LDLC bringt mit der PC Box einen leistungsstärkeren Rivalen für Valves Steam Machine zum gleichen Preis auf den Markt.

Der französische Händler LDLC bringt mit der „PC Box“ einen ernstzunehmenden Konkurrenten für Valves Steam Machine auf den Markt. Das System setzt auf modernere Grafiktechnik und bietet mehr Leistung zum gleichen Preis.

Von der „Stim Machine“ zur PC Box

Ursprünglich hatte LDLC das Gerät unter dem Namen „Stim Machine“ vorgestellt – eine offensichtliche Anspielung auf Valves Steam Machine. Doch bereits zwei Tage später, am 26. Juni, zog das Unternehmen die Notbremse: Aus rechtlichen Gründen erfolgte die Umbenennung in „PC Box“. Am heutigen Sonntag, dem 28. Juni 2026, folgte der offizielle Launch.

Technische Überlegenheit durch neuere Architektur

Der entscheidende Vorteil der PC Box liegt im Herzen des Systems. Während Valves Steam Machine auf einen semi-kundenspezifischen Chip mit RDNA-3-Grafikarchitektur setzt, verbaut LDLC eine AMD Radeon RX 9060 XT mit 8 GB auf Basis der neueren RDNA-4-Architektur. Dazu gesellen sich ein AMD Ryzen 5 8400F und 16 GB DDR5-5600 RAM – erweiterbar auf bis zu 128 GB.

Die Konsequenz: In anspruchsvollen Titeln wie Cyberpunk 2077 oder Black Myth Wukong soll die PC Box deutlich flüssiger laufen. Valves Steam Machine kämpfte in Tests bei 1080p und Ultra-Einstellungen mit gerade einmal 30 Bildern pro Sekunde. LDLC profitiert zudem von den neuen RDNA-4-Features und der Unterstützung für FSR 4.

Valve selbst reagierte auf den Leistungsdruck: Am 26. Juni strich das Unternehmen die bisherige Bewerbung mit „4K-Gaming bei 60 FPS“ aus seinen Marketingmaterialien. Stattdessen spricht man nun vorsichtiger von „bis zu 4K“ mittels FSR 4.1 – und begründet die Zurückhaltung mit gestiegenen Komponentenkosten.

Preislich ein Schlagabtausch

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LDLC positioniert die PC Box preislich direkt neben Valves Einstiegsmodell. Der DIY-Bausatz kostet 999,99 Euro, die fertig montierte Version 1.039,99 Euro. Zum Vergleich: Valves Steam Machine mit 512 GB Speicher liegt bei 1.039 Euro.

Valve startet den offiziellen Verkauf am morgigen Montag, dem 29. Juni. Die Preise reichen von 1.050 Euro für das 512-GB-Modell bis zu 1.350 Euro für die 2-TB-Version. Allerdings hat Valve die Vorbestellungen bereits am 25. Juni gestoppt und setzt nun auf ein Zufallsauswahlverfahren für Interessenten in den USA, Kanada, Großbritannien und der EU. LDLC dagegen liefert frei Haus – und gibt auf die fertigen Geräte fünf Jahre Garantie.

Kompromisse bei Kompaktheit und Software

Doch die höhere Leistung hat ihren Preis – und zwar nicht nur in Euro. Die PC Box kommt im 11,5 Liter großen SilverStone SG13B-Q-Gehäuse (222x285x181 mm). Valves Steam Machine passt dagegen in ein winziges 3,8-Liter-Gehäuse.

Auch bei der Software gibt es Unterschiede: Während die Steam Machine mit vorinstalliertem SteamOS ausgeliefert wird und Funktionen wie Instant-Sleep sowie HDMI-CEC für die TV-Steuerung bietet, kommt die PC Box ohne Betriebssystem. Nutzer müssen SteamOS oder Windows selbst installieren. Instant-Sleep und HDMI-CEC fehlen ebenfalls.

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Dafür bietet das größere Gehäuse einen entscheidenden Vorteil: Zukunftssicherheit. Der Standard-Mini-ITX-Mainboard-Sockel erlaubt künftige Upgrades – zwei SATA-Anschlüsse für zusätzliche Speicher und die Möglichkeit, die Grafikkarte auszutauschen. Valves geschlossene Architektur lässt solche Eingriffe nicht zu.

Die Wahl zwischen beiden Systemen ist also eine Frage der Prioritäten: Plug-and-Play-Kompaktheit bei Valve oder höhere Leistung und Upgrade-Fähigkeit bei LDLC.