ASRock verliert 37 Prozent, Asus 33 Prozent, Gigabyte und MSI jeweils rund 25 Prozent. Während der Konsumentenmarkt schwächelt, boomen Server und KI-Infrastruktur.
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Motherboard-Absatz bricht dramatisch ein
Die aktuellen Marktdaten vom Mai 2026 zeichnen ein düsteres Bild für die PC-Branche. Asus lieferte 2025 noch 15 Millionen Motherboards aus – in den ersten Monaten dieses Jahres waren es gerade einmal fünf Millionen. Der Absatz ist damit um zwei Drittel eingebrochen.
Die Hersteller suchen händeringend nach neuen Impulsen. Der kommende PCIe-8.0-Standard, der für 2028 angekündigt ist, verspricht mit 256 GT/s Rohdatenrate und bis zu 1 TB/s bidirektionaler Bandbreite einen gewaltigen Sprung. Doch bis dahin müssen die Unternehmen die Durststrecke überbrücken.
Server-Geschäft als Rettungsanker
Während Privatkunden sparen, investieren Unternehmen massiv in Rechenzentren. AMD konnte seinen Marktanteil bei x86-Server-CPUs auf 46,2 Prozent steigern und erzielte damit 38,1 Prozent des Segmentumsatzes. Für den Chipentwickler war es das beste erste Quartal der Firmengeschichte.
Intel hält zwar noch rund 70 Prozent im Consumer-Bereich, doch im Enterprise-Segment wird der Druck größer. AMD brachte am 13. Mai die Ryzen 9000 PRO-Serie auf den Markt – sechs neue Modelle, die erstmals 3D-V-Cache-Technologie in den Profi-Bereich bringen. Auch internationale Konkurrenz formiert sich: Loongsons 3B6600-CPU und 9A1000-GPU sollen bis 2027 das Niveau älterer Intel- und AMD-Architekturen erreichen.
KI-PCs und günstige Laptops als Hoffnungsträger
Die Hersteller setzen zunehmend auf „KI-PCs“ mit speziellen Neural Processing Units (NPUs). Dell erweiterte sein Sortiment um die schlanken Modelle 14S und 16S. Diese Copilot+-Laptops nutzen Intels Core Ultra Series 3 und erreichen bis zu 50 TOPS NPU-Leistung. Der 16S soll bis zu 26 Stunden Videostreaming durchhalten.
Apple zielt mit dem MacBook Neo auf preisbewusste Käufer. Das Gerät mit A18-Pro-Chip kostet rund 599 Euro und richtet sich an Studenten. Auf der Bildungsmesse EDIX Tokyo demonstrierte Apple den Neo zusammen mit Software wie Pixelmator Pro und Craft.
Sicherheitsrisiken im KI-Zeitalter
Microsoft vereinheitlicht seine KI-Oberfläche: Ab Juni 2026 wird Alt+C der Standard-Shortcut für Copilot in Office-Anwendungen. Im Rahmen des Projekts K2 soll zudem Anthropics Claude in Outlook Classic integriert werden.
Die Sicherheitslage bleibt angespannt: Allein im ersten Quartal 2026 wurden 8,3 Milliarden E-Mail-Angriffe registriert. Besonders „Quishing“ – Phishing über QR-Codes – legte um 146 Prozent zu. Microsoft schloss über 130 Sicherheitslücken, darunter drei kritische Zero-Click-Schwachstellen in der M365-Copilot-Umgebung.
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Gemischte Verfügbarkeit und Preisstrategien
Wer aufrüsten will, steht vor einer ungleichen Lage. Das M4 MacBook Air gab es im Schlussverkauf für umgerechnet rund 760 Euro. Der M4 Mac mini hingegen hat Lieferzeiten von bis zu zehn Wochen – und der Einstiegspreis stieg faktisch auf etwa 730 Euro, nachdem das 256-GB-Basismodell eingestellt wurde.
Im High-End-Segment startete Razer das Blade 18 mit Intels Core Ultra 9 290HX Plus und RTX-50-Grafik – zum Preis von rund 3.700 Euro. Alienware brachte ein 15-Zoll-Einsteiger-Gaming-Notebook ab etwa 1.200 Euro auf den Markt, das auf eine Mischung aus älteren und neueren GPU-Generationen setzt.
Ob sich der Markt 2026 erholt, hängt maßgeblich davon ab, ob die „KI-PC“-Kampagnen verfangen und die günstigeren Modelle neue Käuferschichten erschließen.

