Wer sich über einen zunehmend lahmen All-in-One-PC ärgert, sollte nicht zwangsläufig zum Neukauf greifen. Einer technischen Analyse von uanyun.com zufolge liegt die Ursache für Leistungsengpässe bei älteren Geräten häufig nicht am Prozessor, sondern an der verbauten mechanischen Festplatte (HDD). Als Lösung empfiehlt der Bericht ein Upgrade auf SSD-Speicher mit 240 oder 480 Gigabyte SATA-Anbindung.
Die Festplatte als heimlicher Flaschenhals
Ein von baojiabao.com dokumentierter Fall veranschaulicht das Problem konkret: Ein neuerer PC mit einer alten 500-GB-Festplatte, die Bad Sektoren aufwies, zeigte trotz aktueller Hardware deutlich verlangsamte Boot- und Programmstarts. Erst das Entfernen der defekten HDD löste das Problem. Zur Diagnose solcher Fälle eignen sich laut dem Bericht Werkzeuge wie HD Tune Pro oder das Programm 鲁大师.
Wie groß der Unterschied zwischen den Speichertechnologien tatsächlich ausfällt, zeigt ein Diagnose-Leitfaden von industrialmonitordirect.com: Ein SSD-Upgrade kann die Bootzeit von 3 bis 5 Minuten auf 15 bis 25 Sekunden verkürzen, der Start von Office-Anwendungen sinkt von 30 bis 60 Sekunden auf 2 bis 4 Sekunden.
Als Zielwerte nennt der Bericht Boot-Zeiten von unter 90 Sekunden für HDDs, unter 25 Sekunden für SSDs und unter 15 Sekunden für NVMe-Laufwerke. Zudem verlangsame sich die Disk-Leistung merklich, sobald weniger als 10 Prozent freier Speicherplatz zur Verfügung stehen.
Auch ivipi.com bestätigt den Effekt: Ein SSD-Upgrade bringe mehr als die zehnfache Leistung gegenüber einer HDD. Für ältere PCs mit SATA3-Anschluss werden als geeignete Modelle Samsung 860 QVO, Toshiba TR200 und Intel 760p genannt.
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Laut win10set.com kann bereits eine SSD im Preisbereich von rund 100 Yuan spürbare Leistungsprobleme beheben, die etwa nach einem Upgrade auf Windows 10 durch gestiegene Bootzeiten entstehen.
Was ein Austausch kostet
Die Reparatur- und Austauschkosten für All-in-One-PCs variieren laut uanyun.com je nach Standort: In Städten der ersten Kategorie fallen demnach 80 bis 150 Yuan an, in Städten der zweiten Kategorie 50 bis 80 Yuan. Für eine zusätzliche Reinigung des Geräts werden weitere 50 Yuan veranschlagt.
Treiber, Betriebssystem und Fallstricke bei neuen Modellen
Bei der Reparatur von All-in-One-PCs empfiehlt uanyun.com eine feste Reihenfolge beim Einspielen von Treibern: zunächst Chipsatz, dann Grafik, Netzwerk, Audio und zuletzt Touch-Funktionen. Für ältere Plattformen rät der Bericht zudem zu Windows 10 LTSC. Wichtig für Nutzer neuerer Geräte: Bei Modellen ab 2019 besteht laut uanyun.com das Risiko einer Boot-Schleife, wenn stattdessen Windows 7 installiert wird.
Weitere Stellschrauben jenseits der Festplatte
Neben dem Speichertausch nennen mehrere Quellen zusätzliche Optimierungsmöglichkeiten. eloutput.com verweist neben dem SSD-Wechsel auf RAM-Erweiterung, ein Upgrade auf Windows 11 sowie regelmäßige Treiber-Updates.
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Laut thamhiemmekong.com kann das Deaktivieren von Autostart-Programmen die Bootzeit um bis zu 40 Prozent reduzieren, wobei Prozesse im Task-Manager (aufrufbar über Strg+Umschalt+Esc) mit einer Auslastung von 80 bis 90 Prozent als Flaschenhals gelten.
Deaktivierte Startup-Apps mit hoher Systemlast sparen demnach 40 bis 50 Prozent der Bootzeit. Zudem sinke bei SSDs ab einer Auslastung von 90 Prozent die Schreibgeschwindigkeit um mehr als 50 Prozent.
thetechwire.com listet als typische Ursachen für langsame Bootzeiten zu viele Autostart-Programme, Schadsoftware, die Windows-Funktion „Fast Startup“, zu wenig Arbeitsspeicher oder Speicherplatz sowie veraltete Treiber auf. Als Gegenmaßnahmen werden das Deaktivieren von Autostart-Einträgen und von Fast Startup, die Nutzung des Event Viewers, RAM-Aufrüstung, das Freigeben von Speicherplatz sowie Treiber-Updates genannt.
Zur Speicherausstattung gibt industrialmonitordirect.com konkrete Richtwerte: Für Windows 10 in der 64-Bit-Version werden mindestens 4 Gigabyte RAM benötigt, empfohlen werden jedoch 16 Gigabyte.
Im Leerlauf sollten Hard Faults pro Sekunde unter 10 liegen. Der Overhead durch Windows Defender bewegt sich demnach bei 0,5 bis 1,5 Prozent CPU-Last, beim Kopieren von Dateien bei 3 bis 8 Prozent.
Für Besitzer älterer All-in-One-PCs ergibt sich aus den vorliegenden Berichten ein klares Bild: Bevor in neue Hardware investiert wird, lohnt sich zunächst die Prüfung von Festplatte, Arbeitsspeicher und Autostart-Konfiguration – oft lässt sich die gefühlte Alterung eines Geräts mit vergleichsweise geringem Aufwand rückgängig machen.

