PC-Speicher: Acer erwartet Preisanstieg um 5 bis 20 Prozent

Acer-Chef Chen erwartet weniger Engpässe bei Standardspeichern, zugleich dürften PC-Preise im vierten Quartal um 5 bis 20 Prozent zulegen.

Die Engpässe bei Speicherchips, die den PC-Markt monatelang belastet haben, beginnen sich laut Acer-Chef Chen Jun-sheng zu entspannen. Chinesische Anbieter würden mit aggressiver Preisgestaltung als eine Art Preisdestroyer auftreten, erklärte er laut einem Bericht von gate.com vom 20. September 2026. Von einem echten Speichermangel könne inzwischen keine Rede mehr sein – die Vertragspreise blieben jedoch stark schwankend, wie Chen laut einem Bericht von chaincatcher.com vom selben Tag ergänzte.

Knappheit beschränkt sich auf wenige Spezifikationen

Nach Chens Einschätzung betrifft die verbleibende Verknappung nur noch bestimmte Segmente. Knapp seien vor allem LPDDR5- beziehungsweise LPDDR5X-Speicher mit 9600 MT/s in Kombination mit Nvidias N1- und N1X-Plattformen, während DDR4 laut chaincatcher.com sogar überversorgt sei und laut seccw.com in Teilen bereits im Preis falle.

Auch bei Prozessoren sieht Acer keine breite Verknappung: CPUs seien ausreichend verfügbar, Engpässe gebe es lediglich bei Small-Core-Modellen im Rahmen von Microsoft-Lizenzierungsprojekten, so Chen laut chaincatcher.com und seccw.com.

PC-Preise steigen dennoch weiter

Trotz der Entspannung bei der Verfügbarkeit rechnet Acer im vierten Quartal mit spürbar steigenden Endpreisen für PCs – laut den Berichten von gate.com und seccw.com um 5 bis 20 Prozent. Weitere Preiserhöhungen seien bis zum ersten Quartal 2027 möglich.

Laut seccw.com erwartet Chen, dass die durchschnittlichen Verkaufspreise Mitte 2027 ihren Höhepunkt erreichen, bevor sie in der zweiten Jahreshälfte 2027 wieder zurückgehen. Dem Bericht zufolge gehen Marktforscher zudem davon aus, dass die weltweiten PC-Auslieferungen 2027 möglicherweise zweistellig zurückgehen könnten.

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Acer meldet für das vierte Quartal PC-Preise 5 bis 20 Prozent über Vorjahr — und weitere Erhöhungen bis Q1 2027 sind möglich. Wer jetzt beschafft, braucht eine klare Reihenfolge: welche Spezifikationen knapp bleiben, welche überversorgt sind und wann sich Lageraufbau rechnet. Kostenlosen Einkaufs-Leitfaden Speicher anfordern

Für die Speicherkosten zeichnet Chen laut chaincatcher.com ein differenziertes Bild: Drei Speicherhersteller zeigten sich optimistisch, dass sich die Preise bis 2027 weiter erhöhen ließen. Gleichzeitig werde erwartet, dass die SSD- und Speicherkosten im Jahr 2027 insgesamt unter dem Niveau von 2026 liegen, mit einer Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte 2027 – wobei im ersten Quartal 2027 noch einmal Preisanstiege möglich seien.

Acer reagiert mit Lagerhaltung

Um sich gegen die volatile Lage abzusichern, baut Acer nach eigenen Angaben gezielt Bestände günstigerer Komponenten auf, wie Chen laut gate.com berichtete. Die Strategie zielt offenbar darauf ab, Preisschwankungen bei Speicher und anderen Bauteilen abzufedern, bevor sich die Situation nach Einschätzung des Unternehmens im Verlauf des Jahres 2027 weiter normalisiert.

Einordnung in ein angespanntes Umfeld

Chens Einschätzung fügt sich in ein Marktumfeld, das laut mehreren Quellen weiterhin von hoher Nachfrage nach Speicherchips geprägt ist – getrieben insbesondere durch den Ausbau von KI-Infrastruktur. Berichten zufolge verdrängt die KI-Nachfrage zunehmend andere Speichersegmente wie SLC-NAND und NOR-Flash.

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LPDDR5X mit 9600 MT/s in Kombination mit Nvidias N1- und N1X-Plattformen bleibt der Engpass, während DDR4 bereits überversorgt ist und teils im Preis fällt. Wer seine Stücklisten danach sortiert, verhandelt aus einer anderen Position. Dieser Leitfaden zeigt die Lagerhaltungs-Strategie für Komponenten Schritt für Schritt. Lagerhaltungs-Strategie jetzt herunterladen

Für Hersteller von Industrie-PCs und vergleichbaren Systemen bedeutet dies, dass Beschaffungsplanung und Preiskalkulation auch über 2026 hinaus von schwankenden Komponentenkosten geprägt bleiben dürften, selbst wenn die akutesten Engpässe bei Standardspeicher laut Acer allmählich nachlassen.