Die neueste Generation von Hochgeschwindigkeits-SSDs erreicht erstmals im Alltagseinsatz sequenzielle Leseraten von über 14.000 MB/s. Führende Hersteller wie Samsung, Kioxia und Corsair haben ihre Flaggschiff-Modelle mit neuen Controllern und hochdichtem NAND-Speicher aufgerüstet, um die Bandbreite der PCIe-5.0-x4-Schnittstelle voll auszuschöpfen.
Samsung 9100 PRO: Effizienzsprung zur Vorgänger-Generation
Mit sequenziellen Lesegeschwindigkeiten von 14.208 MB/s und Schreibwerten von 13.177 MB/s hat sich die Samsung 9100 PRO in der 4-TByte-Klasse an die Spitze gesetzt. Die gemessenen Werte liegen dicht an den beworbenen Spezifikationen von 14.800 MB/s beziehungsweise 13.400 MB/s. Das Modell setzt auf einen 5-Nanometer-Controller und 4 GByte LPDDR4X-Arbeitsspeicher.
Besonders beeindruckend: Die 9100 PRO arbeitet laut Testergebnissen rund 49 Prozent energieeffizienter als ihr Vorgänger, die 990 PRO. Die 4-TByte-Version kommt auf eine Ausdauerbewertung von 2.400 TBW (Total Bytes Written) – ein Wert, der auch intensivste Nutzungsszenarien abdeckt.
Kioxia Exceria Pro G2: Spitzenwerte mit neuem Controller
Die Kioxia Exceria Pro G2 erreicht mit dem Silicon Motion SM2508-Controller und BiCS8-218-Layer-TLC-NAND sequenzielle Leseraten von bis zu 14.900 MB/s. Die 2-TByte-Version ist für rund 359 Euro erhältlich, verfügt über 2 GByte DRAM und wird mit einer fünfjährigen Herstellergarantie geliefert.
DRAMlose SSDs: Hohe Leistung ohne Cache-Speicher
Eine neue Generation von DRAMlosen PCIe-5.0-SSDs verspricht hohe Leistung bei geringerer Wärmeentwicklung und niedrigeren Kosten. Die Biwin M560 (2 TByte) erreicht sequenzielle Leseraten von bis zu 11.000 MB/s – ohne dedizierten DRAM-Cache. Möglich macht das der Silicon Motion SM2504XT-Controller. Analysten loben die stabilen Betriebstemperaturen des Modells.
Ebenfalls getestet wurde die TEAMGROUP NV10000 mit sequenziellen Lese- und Schreibraten von 10.000 MB/s beziehungsweise 8.200 MB/s. Die SSD nutzt Host-Memory-Buffer-Technologie (HMB) und einen pseudo-SLC-Cache von 208 GByte. Im 3DMark-Speichertest war sie 32 Prozent schneller als frühere PCIe-5.0-Modelle und mehr als dreimal so schnell wie ältere Laufwerke bei DirectStorage-Anwendungen.
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Preise sinken, Wettbewerb verschärft sich
Der Wettbewerb im High-End-Speichermarkt sorgt für spürbare Preisnachlässe. Die Corsair MP700 PRO SE (4 TByte) wurde von 759,99 auf 699,99 US-Dollar gesenkt. Sie bietet sequenzielle Leistung von 14.000 MB/s lesend und 12.000 MB/s schreibend und ist mit modernen Intel-Z790- und AMD-X670-Plattformen kompatibel.
Weitere Marktbewegungen Ende Juli 2026:
- Crucial brachte eine weiße Edition der T705 (2 TByte) für rund 255 Euro auf den Markt.
- Die TEAMGROUP NV10000 (1 TByte) liegt zwischen 182,99 und 210,99 US-Dollar, die 2-TByte-Version kostet 399,99 US-Dollar.
- Samsung launchte in Malaysia die PCIe-4.0-basierte 990 SSD mit 7.250 MB/s Lesegeschwindigkeit für die 1- und 2-TByte-Modelle.
Thunderbolt 5: Externe SSDs holen auf
Die rasanten internen SSD-Geschwindigkeiten treiben auch die Entwicklung externer Gehäuse voran. Das TerraMaster D1 SSD Pro nutzt Thunderbolt 5 mit einer Bandbreite von bis zu 80 Gbit/s. Im Test erreichte das lüfterlose Aluminiumgehäuse mit hochleistungsfähigen NVMe-Modulen Leseraten von 7.061 MB/s und Schreibwerte von 6.816 MB/s – ein deutlicher Sprung gegenüber Thunderbolt-4-Lösungen.
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Thermische Herausforderungen im Griff
Während die Flaggschiff-SSDs die Grenzen aktueller Mainboards ausreizen, setzen Hersteller verstärkt auf Wärmemanagement. Modelle wie die TEAMGROUP NV10000 nutzen Graphen-Kühlkörper oder große integrierte Kühlrippen. Unter Dauerlast erreichen die Laufwerke maximal 67 Grad Celsius – ein Wert, der selbst bei intensiven Arbeitslasten stabil bleibt.

