Weg von reinen Betrachtungsprogrammen, hin zu intelligenten Assistenten, die Daten extrahieren, Texte umschreiben und direkt im Browser arbeiten. Gleichzeitig rücken Datenschutz und Offline-Funktionen in den Fokus.
KI-gestützte Datenextraktion für Unternehmen
Am 20. Juli 2024 brachte Syncfusion den Smart Data Extractor auf den Markt – eine C#-Bibliothek für .NET-Umgebungen. Das Tool extrahiert Tabellen, Formulare und Dokumentstrukturen aus PDFs und gescannten Bildern. Entscheidend: Es arbeitet vollständig offline und liefert strukturierte JSON-Daten mit Vertrauenswerten. Keine Abhängigkeit von externen KI-Diensten also.
Im Unternehmenssektor schlossen sich Celonis und Valence zusammen. Ihre gemeinsame Lösung richtet sich speziell an Finanzteams, die Rechnungsabzüge verwalten müssen. Das System sammelt Daten aus ERP-Systemen, Händlerportalen und Speditionsseiten. Ein lukratives Feld: In der Konsumgüterindustrie können Abzüge zwischen fünf und 15 Prozent des Bruttoumsatzes ausmachen.
Juristische KI-Assistenten auf dem Vormarsch
Zwei bemerkenswerte Entwicklungen gab es für die Rechtsbranche. Die südkoreanische Firma Synapsoft gab am 20. Juli ihre Beteiligung an einem Regierungsprojekt bekannt. Gemeinsam mit einem Konsortium unter Führung von Konan Technology entwickelt sie ein KI-gestütztes juristisches Suchsystem. Der Auftragswert: umgerechnet rund 4,7 Millionen Euro. Fertigstellung soll bis November 2027 sein.
Ebenfalls am 20. Juli startete die Plattform Overrule – speziell für Anwälte am indischen Obersten Gerichtshof. Die KI-Tools helfen bei der Erstellung von Schriftsätzen und der Recherche. Das Versprechen: Forschungszeit von mehreren Stunden auf etwa 15 Minuten reduzieren.
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Browser und Betriebssysteme ziehen nach
Firefox 153, veröffentlicht am 20. Juli, bringt eine integrierte PDF-Zusammenführungsfunktion. Nutzer können Dokumente per Drag & Drop im Browser kombinieren – kein externes Tool mehr nötig.
Apple legte am selben Tag die vierte Entwickler-Betaversion von macOS Golden Gate vor. Highlight: ein Siri-gestütztes KI-Schreib-Popover. Markiert man Text im System, erscheinen Optionen zum Korrekturlesen, Umschreiben oder zur Tonanpassung. Die Beta enthält zudem visuelle Intelligenz und Tab-Organisation in Safari. Die finale Version wird für September erwartet.
Wettbewerb belebt das Geschäft
Die Preismodelle für PDF-Software verändern sich. Xodo PDF Studio positioniert sich als kostengünstige Alternative zu Nitro PDF – mit einer Dauerlizenz für umgerechnet etwa 220 Euro, ohne Ablaufdatum.
Weitere Anbieter zogen nach:
– Systweak PDF Editor Pro: Lebenslanger Zugriff für Windows und macOS zum Aktionspreis von rund 37 Euro. Schwerpunkt auf Offline-Bearbeitung zum Schutz sensibler Daten.
– PDF Reader Pro für Mac: Version 5.3.5 mit KI-gestützter Zusammenfassung und erweiterten Schwärzungs- und Vergleichswerkzeugen.
– LynxPDF: Betont sein Enterprise-Toolset mit 19 Konvertierungsformaten und OCR in 90 Sprachen.
– PDF24: Die kostenlose Online-Suite bietet 30 Werkzeuge ohne Abogebühren – plattformübergreifend nutzbar.
Neben der intelligenten Software-Nutzung ist die rechtssichere Einhaltung der EU-KI-Verordnung für moderne Betriebe inzwischen unerlässlich. Ein kostenloser Download verschafft Ihnen jetzt den nötigen Überblick über alle Fristen, Pflichten und Risikoklassen für Ihre IT-Abteilung. Fristen und Pflichten der KI-Verordnung kompakt erklärt
Datenschutz als Verkaufsargument
PDF Champ führte am 21. Juli ein neues Seiten-Extraktionstool ein. Es arbeitet browserbasiert, aber lokal. Das bedeutet: Dokumente verlassen den eigenen Rechner nicht. Die Verarbeitung erfolgt komplett auf dem Nutzergerät.
Für den Umgang mit geschützten Dateien empfehlen aktuelle Ratgeber aus dem Juni Methoden wie den Einsatz von PDNob PDF Editor oder die native „Als PDF drucken“-Funktion des Browsers. Damit lassen sich bestimmte Berechtigungen für legitime Bearbeitungszwecke aufheben – ohne Cloud-Umwege.

