Browser-Tools, KI-Dokumente und mobile Updates: Die Welt der PDFs wird neu sortiert.
Am heutigen Freitag bringt PDF Champ ein neues browserbasiertes Werkzeug auf den Markt. Die „Organize PDF“-Funktion erlaubt es, Seiten in Dokumenten neu zu ordnen, zu drehen oder zu löschen – und das ganz ohne Registrierung. Die Verarbeitung erfolgt lokal im Browser, was Datenschutzbedenken entgegenwirkt. Wer lieber offline arbeitet, kann auf Desktop-Apps für Windows und macOS zurückgreifen.
Doch das ist nur ein Teil eines größeren Umbruchs. Gleich mehrere Anbieter haben in dieser Woche ihre Produkte rund um das Dokumentenmanagement aktualisiert.
Superhuman Docs: Coda wird zur KI-Plattform
Bereits am Mittwoch, dem 8. Juli, vollzog Superhuman – das Unternehmen, das früher als Grammarly bekannt war – einen bedeutenden Schritt. Mit Superhuman Docs wird die bisherige Coda-Technologie in eine KI-native Dokumentenplattform überführt. Bestehende Coda-Dokumente werden automatisch migriert.
Die Neuerungen sind beachtlich: KI-Blöcke, KI-Spalten und eine private Beta für spezielle KI-Ansichten stehen bereit. Herzstück ist die Einführung von Superhuman Databases, die sich derzeit in einer geschlossenen Beta-Phase befinden und bis zu eine Million Datenzeilen unterstützen. Die Plattform nutzt MCP-Connectors (Model Context Protocol), um externe KI-Modelle wie ChatGPT, Claude oder Cursor anzubinden.
Schon heute nutzen über 40 Millionen Menschen und 50.000 Organisationen die Software – darunter Größen wie Figma, DoorDash und die New York Times.
Adobe und Co. rüsten auf
Auch der Branchenriese Adobe hat am Donnerstag nachgelegt. Ein neuer Online-Konverter wandelt Bilder der Formate JPG, PNG, TIFF und PSD in PDFs um. Die Dateien werden laut Adobe verschlüsselt verarbeitet und nach der Konvertierung gelöscht – es sei denn, der Nutzer speichert sie bewusst in seinem Konto.
Parallel dazu hat Hudson Enterprises eine neue Chrome-Erweiterung zur lokalen PDF-Bearbeitung eingereicht. Sie befindet sich derzeit im Prüfprozess des Chrome Web Stores.
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Mobile Updates: OneDrive und App-Store-News
Microsoft kündigte für August 2026 ein Update seiner OneDrive-Apps für iOS und Android an. Künftig sollen sich PDFs mit Vertraulichkeitskennzeichnungen annotieren lassen – mit Markierungen, Kommentaren und Tinte. Die Verschlüsselung der Dateien bleibt dabei erhalten. Voraussetzung ist eine Microsoft-Purview-E5-Lizenz.
Im Microsoft Store aktualisierte PDFApps seinen PDF Reader Pro auf Version 1.3.10. Die Software für Windows 10 und höher bietet nun KI-gestützte Chat- und Zusammenfassungsfunktionen sowie OCR und Standard-Editierwerkzeuge.
Im App Store von Apple veröffentlichte Readdle ein neues App-Bundle für iOS 18.0 oder neuer. Es kombiniert die Tools Scanner Pro und PDF Expert für Dokumentenscans und Multiformat-Konvertierung.
Bei Google Play erhielt die All Document Reader-App ein Update mit erweiterten Bearbeitungs- und Komprimierungswerkzeugen, darunter Bild-zu-PDF-Konvertierung und ZIP-Funktionen.
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KI-Kreativität und Open-Source-Alternativen
FlipHTML5 wagte sich am Donnerstag in kreative Gefilde: Ein neuer KI-Romanersteller verwandelt hochgeladene PDF- oder Word-Dateien in formatierte digitale Bücher. Ein spezialisierter Chatbot kann mit Lesern über den Inhalt des Dokuments interagieren.
Im Open-Source-Bereich veröffentlichte KillerPDF Anfang Juli Version 1.6.1 seines Editors. Die unter der GPLv3 lizenzierte Software für Windows bietet eine portable Umgebung für Annotationen, Textbearbeitung und Formularausfüllung. Die Entwickler betonen, dass das Tool ohne Telemetrie auskommt – ein klares Statement für den Datenschutz.

