KI-Suchmaschinen verändern die digitale Sichtbarkeit von Marken radikal. Die neuseeländische Agentur Pead reagiert mit einem neuen Dienst für Generative Engine Optimization (GEO). Er soll die Reputation in Antworten von ChatGPT, Google Gemini und Microsoft Copilot sichern.
Fast die Hälfte der Neuseeländer unter 45 Jahren nutzt bereits KI-Tools für die Recherche nach Unternehmen oder Produkten. Für ein Drittel dieser Nutzer hat eine KI-Antwort sogar schon einmal die Meinung über ein Unternehmen verändert. Das zeigt eine von Pead in Auftrag gegebene Studie. Die Macht der KI, Verbrauchermeinungen zu formen, wächst rasant.
Vom Link-Ranking zur Antwort-Optimierung
Die Ära des klassischen Search Engine Optimization (SEO) neigt sich dem Ende zu. Bisher ging es darum, in Listen blauer Links möglichst weit oben zu stehen. Heute liefern KI-Assistenten wie ChatGPT direkte Zusammenfassungen und Empfehlungen. Nutzer klicken seltener auf Webseiten.
Seit August 2024 gelten neue Regeln für den Einsatz von KI – die EU‑KI‑Verordnung bringt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und umfangreiche Dokumentationsanforderungen, die auch Marketing‑ und Kommunikationsabteilungen betreffen. Wer KI‑generierte Antworten nutzen oder beeinflussen will, sollte die rechtlichen Vorgaben kennen, bevor Reputation und Sichtbarkeit auf dem Spiel stehen. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt in klaren Schritten, welche Pflichten jetzt relevant sind und wie Sie Ihr KI‑Monitoring rechtssicher aufsetzen. KI‑Verordnung: Gratis‑Leitfaden herunterladen
Hier setzt Generative Engine Optimization (GEO) an. Die neue Disziplin zielt nicht auf Link-Rankings, sondern auf die synthetisierten, konversationellen Antworten der KI-Modelle ab. Die Sichtbarkeit einer Marke innerhalb dieser KI-Antworten wird zum neuen Schlachtfeld. Auch der Begriff Answer Engine Optimization (AEO) macht für diesen Paradigmenwechsel die Runde.
Der strategische Ansatz unterscheidet sich fundamental. Während SEO stark auf Keywords und technische Webseiten-Struktur setzt, priorisiert GEO Autorität, Expertise und Vertrauenswürdigkeit einer Marke. KI-Modelle schöpfen aus einem riesigen Ökosystem digitaler Quellen. GEO soll sicherstellen, dass die Kernbotschaften einer Marke in den vertrauenswürdigen Quellen der KI konsistent repräsentiert sind.
Die Strategie: Einfluss über Drittquellen
Pead baut seinen neuen Service auf einer zentralen Erkenntnis auf: Rund 90 Prozent der Zitate in KI-generierten Antworten stammen von Drittquellen im Netz. Die eigene Webseite allein reicht nicht mehr.
„Der Schlüssel, um KI-Antworten zu beeinflussen, liegt jenseits der eigenen Unternehmens-Webseite“, erklärt Jack Wheeler, Partner und GEO-Spezialist bei Pead. Die Agentur nutzt daher ihre PR- und Kommunikationsexpertise. Die Strategie: Die Platzierung von Markenbotschaften in autoritativen Quellen wie traditionellen Medien, Branchenplattformen, sozialen Netzwerken und anderen vertrauenswürdigen Kanälen sichern.
Durch eine robuste und konsistente digitale Präsenz im gesamten Web will Pead die Informationsgrundlage der KI-Algorithmen mitgestalten. Das Ziel sind genauere und positivere Markendarstellungen in den Antworten. Der Service umfasst umfassende Audits, strategische Workshops und laufende Beratung.
Branche im Umbruch: Der Wettlauf um die KI-Sichtbarkeit
Peads Launch ist Teil eines branchenweiten Umbruchs. Marketing- und Technologieunternehmen passen sich dem Einfluss der KI auf die Suche an. Anbieter wie Semrush und seoClarity rollen bereits Tools aus, um die Markensichtbarkeit in KI-Antworten zu tracken.
Selbst die großen Suchmaschinenbetreiber reagieren. Microsoft hat kürzlich „AI Performance“-Insights in seine Bing Webmaster Tools integriert. Verlage können so sehen, wie ihre Inhalte in KI-Erlebnissen zitiert werden.
Die Herausforderung für Unternehmen ist enorm. Experten sagen voraus, dass die KI-Suche die traditionelle Suche bis 2028 überholen wird. Untätigkeit wird zum erheblichen Risiko. Marken, die in KI-Ergebnissen nicht zitiert werden, drohen unsichtbar zu werden. Proaktives Reputationsmanagement in diesen Systemen wird zur Kernaufgabe für Marketingverantwortliche.
Blick nach vorn: Bildung und Anpassung
Pead startet nicht nur einen Service, sondern auch eine Bildungsinitiative. Die Agentur kündigte eine Partnerschaft mit dem Trans-Tasman Business Circle (TTBC) an. Gemeinsam gründen sie den „Corporate Affairs Circle“.
Diese neue Berufsgemeinschaft richtet sich an interne Leiter für Unternehmenskommunikation. Zweimonatliche Briefings sollen Einblicke und Leitlinien zu kritischen Themen liefern. Die Auftaktveranstaltung widmet sich der zentralen Frage: Wie beeinflusst man KI?
Die digitale Eingangstür für Entdeckungen verschiebt sich von einer Link-Liste zu einer konversationellen Antwort. Die Prinzipien der GEO werden damit integraler Bestandteil jeder erfolgreichen Marketingstrategie. Peads Vorstoß ist eine frühe und bedeutende Bewegung im regionalen Markt. Sie unterstreicht: Die Zukunft der Markensichtbarkeit hängt nicht mehr nur davon ab, von Algorithmen gefunden zu werden, sondern von ihnen verstanden und vertraut zu werden.
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