Perplexity Hybrid Compute: KI-Agenten verarbeiten Daten lokal auf Mac

Perplexity verteilt KI-Aufgaben zwischen Cloud und Mac, schützt persönliche Daten lokal und veröffentlicht den PII-TRACE-Benchmark offen.

Perplexity hat Hybrid Compute für Mac vorgestellt, eine neue Funktion, die Rechenaufgaben zwischen Cloud-basierten Frontier-Modellen wie Opus 5 und GPT-5.6 Sol sowie lokal auf dem Gerät laufenden Sprachmodellen wie Gemma E4B und Qwen3.6 35B aufteilt. Begleitend hat das Unternehmen den PII-TRACE-Benchmark, mit dem sich der Umgang von KI-Systemen mit personenbezogenen Daten prüfen lässt, als Open Source veröffentlicht.

Aufteilung zwischen Cloud und Gerät

Bei Hybrid Compute übernimmt die Cloud komplexe Reasoning- und Suchaufgaben, während ein lokaler Subagent auf dem Mac private Dateien direkt auf dem Gerät verarbeitet. Zu den lokal verfügbaren Modellen zählen Gemma E4B, Qwen3.6 35B-A3B sowie eine von Perplexity selbst nachtrainierte Version von Qwen3.6 35B.

Die lokale Verarbeitung soll sensible Daten auf dem Gerät halten und zugleich Inferenzkosten sparen, da lokale Token kostenlos sind und keine Cloud-Credits verbrauchen.

Für die Ein-Klick-Installation steht zudem das Modell PPLX Qwen 3.8 27B zur Verfügung. Die Funktion läuft auf Macs mit Apple-Silicon-Prozessor und macOS 15 oder neuer; Perplexity nennt 24 Gigabyte Arbeitsspeicher als Minimum und 32 Gigabyte als Empfehlung. Nutzer können Aufgaben zudem auf dem iPhone beginnen und auf dem Mac fortsetzen.

Privacy Gate soll sensible Daten filtern

Kernstück des Datenschutzkonzepts ist ein On-Device-PII-Klassifikator namens Privacy Gate. Dieser erkennt Namen, Adressen und Kontonummern und ersetzt sie, bevor entsprechende Teilaufgaben an lokale Modelle weitergeleitet werden. Für Unternehmenskunden bietet Perplexity zusätzlich Kontrollmechanismen: Enterprise-Administratoren können eigene Sensibilitätsrichtlinien festlegen und nachvollziehen, welche Daten das Gerät tatsächlich verlassen.

Hybrid Compute steht Abonnenten der Enterprise-, Pro- und Max-Tarife zur Verfügung.

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Offener Benchmark für Datenschutzbewertung

Neu an der Ankündigung ist die Veröffentlichung des PII-TRACE-Benchmarks als Open-Source-Projekt. Damit lässt sich für Dritte nachvollziehen und überprüfen, wie zuverlässig KI-Systeme personenbezogene Informationen erkennen und schützen – ein Bereich, der angesichts der Verteilung von Aufgaben zwischen Cloud und lokalem Gerät an Bedeutung gewinnt.

Durch die Offenlegung des Benchmarks ermöglicht Perplexity externen Entwicklern und Forschern, die Datenschutzmechanismen der eigenen Systeme sowie vergleichbarer Produkte unabhängig zu bewerten.

Der Fachdienst AppleInsider äußerte sich zurückhaltend zur neuen Funktion und riet Nutzern zur Vorsicht bei der Verwendung von Hybrid Compute. Konkrete Kritikpunkte oder Sicherheitsbedenken wurden dabei nicht näher spezifiziert.

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Mit dem Schritt reagiert Perplexity auf eine wachsende Nachfrage nach KI-Anwendungen, die sensible Daten nicht zwangsläufig in die Cloud übertragen müssen.

Die Kombination aus lokaler Verarbeitung, kostenlosen lokalen Token und einem offen einsehbaren Datenschutz-Benchmark positioniert das Unternehmen dabei sowohl gegenüber Privatnutzern als auch gegenüber Unternehmenskunden, die strengere Anforderungen an Datenkontrolle und Auditierbarkeit stellen.

Mehr zum Thema bei 9to5Mac: „Perplexity launches privacy-minded ‚hybrid compute‘ AI feature for Mac“