Die steigende Popularität pflanzlicher Ernährungsalternativen rückt zunehmend die Qualität und Sicherheit der verwendeten Rohstoffe in den Fokus der Wissenschaft. Eine im Mai 2026 im Fachmagazin Food Control veröffentlichte Untersuchung unter der Leitung von Raquel Torrijos liefert hierzu detaillierte Erkenntnisse.
Die Studie befasste sich mit der Präsenz von Mykotoxinen – also Giftstoffen, die von Schimmelpilzen produziert werden – in gängigen Fleischersatzprodukten und Pflanzendrinks.
Systematische Untersuchung von Fleischersatz und Pflanzendrinks
Im Rahmen der Forschungsarbeit wurden insgesamt 212 pflanzliche Produkte einer detaillierten Analyse unterzogen. Das Test-Portfolio setzte sich aus 92 Fleischersatzprodukten sowie 120 Pflanzendrinks zusammen. Bei den Getränken wurden insbesondere Varianten auf Basis von Soja, Hafer und Mandeln berücksichtigt. Das Ziel der Forscher war es, die Proben auf das Vorhandensein von 19 verschiedenen Mykotoxinen zu prüfen.
Die Ergebnisse der Untersuchung aus dem Frühjahr 2026 zeigen eine flächendeckende Verbreitung dieser Substanzen: In jedem der 212 getesteten Produkte konnte mindestens ein Mykotoxin nachgewiesen werden. Damit dokumentiert die Studie eine lückenlose Präsenz von Schimmelpilzgiften über das gesamte untersuchte Produktspektrum hinweg.
Unterschiede in der Belastungsintensität der Rohstoffe
Trotz des flächendeckenden Nachweises identifizierten die Forscher signifikante Unterschiede zwischen den verschiedenen Produktkategorien. Fleischersatzprodukte, die auf der Basis von Hülsenfrüchten oder Getreide hergestellt wurden, wiesen laut der Analyse eine stärkere Belastung auf als die untersuchten Pflanzendrinks.
Innerhalb der Kategorie der Getränkealternativen zeigten sich ebenfalls differenzierte Ergebnisse. Hier war vor allem der Haferdrink von einer höheren Mykotoxin-Konzentration betroffen, während andere pflanzliche Milchalternativen geringere Werte aufwiesen.
Die neue Studie im Fachmagazin Food Control hat 212 pflanzliche Produkte getestet – und in jedem einzelnen mindestens ein Schimmelpilzgift gefunden. Besonders Haferdrinks fielen auf. Die gute Nachricht: Die gemessenen Mengen lagen in den meisten Fällen unter den EU-Grenzwerten. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie trotzdem gezielt zu weniger belasteten Alternativen greifen. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Diese Differenzierung deutet darauf hin, dass die Wahl der pflanzlichen Rohstoffe sowie deren Verarbeitungsprozesse einen entscheidenden Einfluss auf die spätere Belastung des Endprodukts haben.
Spektrum der Toxine und gesundheitliche Relevanz
Die im Mai 2026 veröffentlichten Daten spezifizieren zudem die Art der gefundenen Giftstoffe. Den Analysen zufolge handelte es sich bei den am häufigsten nachgewiesenen Substanzen um Fusarium- und Alternaria-Toxine. Diese Gruppen von Mykotoxinen sind in der Landwirtschaft bekannt und treten häufig bei Getreide und anderen Feldfrüchten auf, wenn die Umweltbedingungen das Wachstum entsprechender Schimmelpilze begünstigen.
Hinsichtlich der gesundheitlichen Bewertung gaben die Wissenschaftler jedoch eine vorsichtige Entwarnung. Obwohl Mykotoxine in allen Proben nachweisbar waren, bewegten sich die gemessenen Mengen in den meisten Fällen unterhalb der geltenden Grenzwerte der Europäischen Union.
Die Forscher betonten in ihrer Auswertung, dass die gemessenen Konzentrationen niedrig ausfielen. Es bestehe daher kein Grund zur Panik für Verbraucher, die diese Produkte konsumieren.
Hafer, Soja oder Mandel – die Unterschiede bei Schimmelpilzgiften sind größer als gedacht. Während Fleischersatz auf Hülsenfrucht- und Getreidebasis stärker belastet war, schnitten manche Pflanzendrinks deutlich besser ab. Unser kostenloser Leitfaden erklärt, worauf Sie beim nächsten Einkauf achten sollten – mit konkreten Tipps für den Alltag. Leitfaden jetzt kostenlos sichern
Abschließend ist bei der Einordnung der Ergebnisse zu berücksichtigen, dass sich die Daten der Studie von Raquel Torrijos explizit auf den britischen Markt beziehen.
Die Übertragbarkeit auf andere europäische Märkte hängt somit von der Ähnlichkeit der dort vertriebenen Produkte und der Herkunft der verwendeten Rohstoffe ab. Dennoch liefert die Untersuchung eine wichtige Basis für die weitere Qualitätskontrolle im Sektor der pflanzlichen Ersatzprodukte.

