Die Philippinen haben den Bann gegen den KI-Chatbot Grok aufgehoben. Grund ist ein umfassendes Sicherheitsabkommen mit dem Entwickler xAI, das Missbrauch verhindern soll. Die Kehrtwende erfolgt nur eine Woche nach der landesweiten Sperrung des Dienstes.
Die Regierung unter Präsident Ferdinand Marcos Jr. hatte Grok am 16. Januar blockiert. Auslöser waren Berichte, dass die KI nicht-einvernehmliche Deepfakes, pornografisches Material und sogar Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger erzeugen konnte. Das entschiedene Vorgehen stützte sich auf das nationale Cybercrime-Gesetz.
Vom Konflikt zur Kooperation
Der Bann war nur von kurzer Dauer. xAI reagierte umgehend und legte den Behörden einen detaillierten Sicherheitsplan vor. Kern des Abkommens ist die Zusage des Unternehmens, problematische Funktionen für den philippinischen Markt zu deaktivieren.
Passend zum Thema KI-Regulierung: Die EU-KI-Verordnung verlangt von Entwicklern und Anbietern klare Kennzeichnungen, Risikobewertungen und ausführliche Dokumentation – Pflichten, die auch internationale Debatten über Verantwortlichkeit und Sicherheit antreiben. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt kompakt, welche Anforderungen gelten, welche Fristen wichtig sind und wie Sie Ihr System rechtssicher einordnen. Ideal für Unternehmen, Entwickler und Aufsichtspersonen, die KI verantwortungsvoll einsetzen wollen. KI‑Verordnung: Gratis-Umsetzungsleitfaden herunterladen
Konkret entfernt xAI die umstrittenen Bildmanipulations-Tools. Die KI soll Anfragen zur Erstellung von Deepfake-Pornografie kategorisch ablehnen. Zudem schaltet das Unternehmen diese Funktionen weltweit ab, bis wirksamere Filter entwickelt und geprüft sind. Die Maßnahmen zielen besonders auf den Schutz von Kindern ab.
Blaupause für die KI-Regulierung?
Der schnelle Deal könnte Schule machen. „Wenn xAI die Philippinen schützen kann, könnte unser Land als Referenz für andere Regierungen dienen“, sagte DICT-Minister Henry Aguda. Die Philippinen gehören mit Malaysia und Indonesien zu den ersten Staaten in Südostasien, die gegen KI-Missbrauch hart durchgreifen.
Das Vorgehen zeigt einen neuen Weg in der KI-Governance auf: Statt langem Rechtsstreit setzt Manila auf direkten Dialog und technische Anpassungen des Anbieters. Experten sehen darin ein Modell für eine dynamischere Regulierung, die Innovation ermöglicht, ohne Sicherheit zu opfern.
Überwachung geht weiter
Für die philippinischen Cyberbehörden ist die Arbeit damit nicht getan. Der CICC wird Grok fortlaufend überwachen, um die Einhaltung der Zusagen zu gewährleisten. Die endgültige Wiederfreischaltung des Dienstes soll in weiteren Gesprächen geklärt werden.
Der Fall befeuert die Debatte um KI-spezifische Gesetze. Bürgerrechtler wie Scam Watch Pilipinas begrüßen zwar die Einigung, fordern aber zugleich ein stärkeres rechtliches Fundament. Klar ist: In einer Welt, in der KI-Tools grenzenlos verfügbar sind, wird der Balanceakt zwischen Sicherheit und Offenheit zur Daueraufgabe für Regierungen weltweit.
PS: Die Diskussion um KI-Governance ist längst nicht nur akademisch – neue Kennzeichnungs- und Dokumentationspflichten sowie Übergangsfristen verändern jetzt, wie Anbieter bewertet und reguliert werden. Wer KI-Systeme entwickelt oder nutzt, sollte die wichtigsten Anforderungen kennen, um Risiken zu minimieren und Compliance sicherzustellen. Der kostenlose Leitfaden zur KI‑Verordnung fasst Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Checklisten zur sofortigen Umsetzung kompakt zusammen. Jetzt KI‑Verordnung-Leitfaden sichern





