Philips 27M4N3500PT: Günstigster Triple-Mode-Monitor für 150 Euro

Neue Multi-Mode-Displays von Philips und ASUS erreichen bis zu 540 Hertz. LG Display fokussiert sich verstärkt auf OLED-Gaming-Panels.

Die Hersteller überschlagen sich mit neuen Multi-Mode-Displays, die Auflösung und Bildwiederholrate je nach Spielgenre anpassen. Philips ist am heutigen Mittwoch mit einem 27-Zoll-Modell eingestiegen, das bis zu 540 Hertz erreicht – und das zu einem Preis, der die Konkurrenz unter Druck setzt.

Philips bringt den günstigsten Triple-Mode-Monitor

Der neue Philips 27M4N3500PT setzt auf ein Fast-IPS-Panel und bietet drei Betriebsmodi: 2K-Auflösung bei 275 Hertz, Full HD bei 360 Hertz und HD bei beeindruckenden 540 Hertz. Mit einem Preis von umgerechnet rund 150 Euro ist das Gerät derzeit der günstigste Triple-Mode-Monitor am Markt. Die Reaktionszeit liegt bei einer Millisekunde, die Farbraumabdeckung des DCI-P3-Standards bei 98 Prozent – eine Ansage für kompetitive Gamer und Gelegenheitsspieler gleichermaßen.

Der Launch folgt nur einen Tag nach der Vorstellung des ASUS ROG Strix XG27UCMG am Dienstag. Auch dieses 27-Zoll-Modell nutzt Fast-IPS-Technologie, setzt aber auf höhere Auflösungen: 4K bei 240 Hertz, QHD bei 400 Hertz und FHD bei 488 Hertz. Hinzu kommen KI-Funktionen wie Dynamic Shadow Boost und Dynamic Crosshair sowie eine Reaktionszeit von 0,3 Millisekunden und USB-C mit Power Delivery.

540 Hertz sind erst der Anfang

Doch die Hersteller geben sich mit Triple-Mode-Features nicht zufrieden. Bereits am Montag präsentierte ASUS den ROG Strix XG259QNSR Ace, einen 24,5-Zöller mit überclockten 420 Hertz. Einen Tag später folgten gleich zwei 540-Hertz-OLED-Modelle: der ROG Swift OLED PG27AQWP-G und der ROG Strix OLED XG259QWPG Ace. Diese Displays wurden in Zusammenarbeit mit Profi-Esport-Organisationen entwickelt, bieten eine Reaktionszeit von 0,02 Millisekunden und spezielle Sensoren gegen Einbrenneffekte.

Auch Philips erweitert sein Premium-Segment. Der Evnia 32M2N6901A (32 Zoll, QD-OLED, 4K bei 165 Hertz) soll ab August verfügbar sein. Besonderheit: ein spezielles Subpixel-Layout für bessere Textschärfe und eine Graphen-Schicht zur Wärmeableitung. Für den chinesischen Markt brachte Philips zudem den 27E2N6900QW mit einem „Penta Tandem“-QD-OLED-Panel (4K, 120 Hertz).

LG Display setzt voll auf OLED-Gaming

Die Produktoffensive fällt mit einer strategischen Neuausrichtung der Panel-Hersteller zusammen. LG Display kündigte am heutigen Mittwoch in einer Telefonkonferenz zum zweiten Quartal an, den Anteil von OLED-Monitoren an seinen großen OLED-Lieferungen deutlich zu erhöhen – von rund zehn Prozent 2025 auf etwa 20 Prozent in diesem Jahr.

Auf der Messe K-Display 2026 in Seoul, die heute eröffnet wurde, zeigte LG Display Prototypen eines 24,5-Zoll-540-Hertz-Gaming-OLEDs und eines 27-Zoll-Panels mit 720 Hertz durch Dynamic Frequency and Resolution (DFR). Das Unternehmen will seine Produktion gezielt auf gefragte Gaming-Panels ausrichten und gleichzeitig die Kosten senken.

Milliardenmarkt mit rasantem Wachstum

Der Wettlauf um immer höhere Bildraten hat ein solides wirtschaftliches Fundament. Branchenforscher beziffern den Markt für Gaming-Monitore 2025 auf 12,7 Milliarden US-Dollar – bis 2034 soll er auf knapp 42 Milliarden US-Dollar wachsen, ein jährliches Plus von 14,2 Prozent.

Als Treiber gelten die Professionalisierung des Esports, der Aufstieg von Cloud-Gaming und die Verbreitung hochwertiger Panels wie OLED und Mini-LED. Zwar dominieren weiterhin die 27- bis 32-Zoll-Modelle, doch das schnellste Wachstum verzeichnen Displays mit 144 bis 240 Hertz. Die aktuellen Ankündigungen von Philips und ASUS deuten jedoch darauf hin, dass sich bereits ein neues High-End-Segment oberhalb von 400 Hertz formiert.