Philips gewinnt zwei ITEA Awards: KI-Bildgebung und Sensordaten

Philips wird in Istanbul für zwei Forschungsprojekte geehrt und schließt zugleich regulatorische Schritte für eine Gefäßanalyse ab.

Der Medizintechnikkonzern Royal Philips ist bei den ITEA PO Days 2026 in Istanbul mit zwei ITEA Awards of Excellence 2026 ausgezeichnet worden. Das geht aus Berichten vom 16. September 2026 hervor. Das Unternehmen erhielt die Ehrungen für zwei Forschungsprojekte, die auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz, vernetzten Datenstrukturen und optischer Sensorik in der klinischen Praxis abzielen.

Auszeichnung für offene Daten-Ökosysteme in der Klinik

Im Rahmen der Konferenz wurde das Projekt SYMPHONY mit dem Prädikat für außergewöhnliche Spitzenleistungen („Exceptional Excellence“) gewürdigt. Die Initiative konzentriert sich auf die Verknüpfung von Gesundheitsdaten, die Optimierung klinischer Arbeitsabläufe sowie die Entwicklung von KI-gestützten Entscheidungshilfen für medizinisches Personal.

Ziel des Projekts ist die Etablierung offener und interoperabler Ökosysteme für Gesundheitsdaten, um den Informationsaustausch zwischen verschiedenen klinischen Systemen zu erleichtern.

Inhaltlich fokussiert sich SYMPHONY auf vier medizinische Anwendungsfelder: Prostatakrebs, Aortenaneurysmen, Vorhofflimmern und Multiple Sklerose. Philips trieb die Forschungsarbeiten nicht allein voran, sondern kooperierte mit akademischen und klinischen Partnern. Zu den beteiligten Institutionen gehören unter anderem das Leiden University Medical Center (LUMC), das Amsterdam UMC sowie das Karolinska-Institut.

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Faseroptische Sensorik und automatisierte Bildanalyse

Neben SYMPHONY wurde das Projekt AI FORSchung prämiert. Dieses Vorhaben befasst sich mit künstlicher Intelligenz im Bereich des Fiber-Optic-Sensings (FORS). Die dabei entwickelte Technologie ermöglicht es unter anderem, komplexe Positionsdaten um mehr als das 20-Fache zu komprimieren, was die Verarbeitung und Übertragung hochpräziser Navigationsdaten im operativen Umfeld erleichtert.

Ergänzend zu den Fortschritten in der Faseroptik konnte Philips auch im Segment der klinischen Bildgebung regulatorische Schritte abschließen. Eine Technologie zur automatischen Gefäßsegmentierung erhielt sowohl die Zulassung der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA als auch die europäische CE-Kennzeichnung. Die Funktion ist inzwischen fester Bestandteil der klinischen Softwarelösung AV Vascular innerhalb der Philips AV Cardiovascular Suite.

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Wirtschaftliches Umfeld des Konzerns

Die technologische Weiterentwicklung spiegelt sich in den aktuellen Geschäftszahlen des an den Börsen in New York (NYSE: PHG) und Amsterdam (AEX: PHIA) notierten Konzerns wider. Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete Philips einen Umsatz von 3.905 Millionen Euro, was einem vergleichbaren Umsatzwachstum von 4 Prozent über alle Unternehmenssegmente hinweg entspricht.

Im gesamten Geschäftsjahr 2025 erzielte Philips einen Umsatz von rund 18 Milliarden Euro. Das in mehr als 100 Ländern aktive Unternehmen beschäftigte zu diesem Zeitpunkt rund 63.700 Mitarbeiter. Die aktuellen Projekterfolge in Istanbul unterstreichen das Bestreben des Medizintechnikherstellers, software- und sensorbasierte Lösungen enger in die klinische Routine einzubinden.