Phishing-Alarm: Hotelbuchungs-Betrüger nutzen Booking-Datenleck

Experten warnen vor zunehmenden Phishing-Angriffen auf Hotelbuchungen. Zudem unterscheidet sich die Akzeptanz von Kartenzahlungen international stark.

Sicherheitslücken und länderspezifische Eigenheiten rücken dabei in den Fokus. Hinzu kommt eine aktuelle Warnung vor einer dramatischen Zunahme von Phishing-Angriffen auf Hotelbuchungen.

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Kreditkarte, Bargeld oder Smartphone? Was du vor Abreise checken solltest

Vor dem Urlaub solltest du den Verfügungsrahmen deiner Kredit- und Debitkarten prüfen. Im Ausland fällt dieser oft niedriger aus als zu Hause. Viele Banken erlauben eine Anpassung direkt im Online-Banking.

Besondere Vorsicht ist bei Mietwagenbuchungen geboten. Die Kaution kann den verfügbaren Kreditrahmen deutlich reduzieren. Für Notfälle gibt es den zentralen Sperr-Notruf: Aus dem Ausland erreichst du ihn unter +49 116 116 oder +49 30 4050 4050.

Die Akzeptanz digitaler Zahlungsmittel unterscheidet sich international stark. Montenegro bevorzugt bargeldloses Bezahlen – doch V-Pay und Maestro-Karten haben dort oft Probleme. In anderen Regionen ist Bargeld weiterhin König.

Laut einer Auswertung des Reiseführers Fodors vom Juni 2026 sind Algerien, Ägypten und Vietnam besonders bargeldabhängig. Auch in Indien, Marokko, Kambodscha und Albanien ist Kartenzahlung nicht flächendeckend möglich.

In Europa setzt sich der Digitalisierungstrend dagegen fort. Kroatien stellt im Sommer 2026 auf ein vollständig digitales Mautsystem um. Keine Schranken mehr – die Abrechnung läuft über Kennzeichenregistrierung oder Mautboxen. Barzahlung ist dann nicht mehr möglich.

Phishing-Alarm: So tricksen Betrüger dich bei Hotelbuchungen aus

Das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) meldet Anfang Juni 2026 eine alarmierende Zunahme von Phishing-Versuchen. Die Täter nutzen Messenger-Dienste wie WhatsApp. Die Fallzahlen bei Hotelbuchungen haben sich von acht Meldungen im April auf 23 im Mai fast verdreifacht.

Auslöser ist ein Datenleck bei Booking.com aus dem April 2026. Namen, E-Mail-Adressen und Aufenthaltsdaten wurden gestohlen. Die Täter nutzen diese Informationen für personalisierte Betrugsversuche.

Zwei Hauptstrategien beobachten die Ermittler: Unter dem Vorwand einer Kreditkartenverifizierung fordern Kriminelle zur Dateneingabe auf – angeblich, um eine Stornierung zu verhindern. Oder sie locken mit vorgetäuschten Rückerstattungsansprüchen auf gefälschte Zahlungsseiten.

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Experten raten: Klicke keine Links in solchen Nachrichten an. Kontaktiere im Zweifel das Hotel über offizielle Kaläle.

Die Entwicklung ist Teil eines größeren Trends. KI-gestützte Phishing-Angriffe sind innerhalb von zwei Jahren um 1.200 Prozent gestiegen. Ein FBI-Bericht beziffert die weltweiten Verluste durch Cyberkriminalität für 2025 auf rund 19,2 Milliarden Euro – ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Interpol schätzt den Schaden durch Identitätsbetrug im selben Zeitraum auf über 370 Milliarden Euro.

Digital bezahlen trotz Risiken: Die neuen Trends

Trotz der Sicherheitsbedenken nimmt die Nutzung digitaler Bezahlverfahren weiter zu. Eine Bitkom-Umfrage unter mehr als 1.000 Personen zeigt: 66 Prozent der Deutschen haben in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal kontaktlos mit Smartphone oder Smartwatch bezahlt. Im Vorjahr waren es erst 51 Prozent.

Besonders hoch ist die Akzeptanz bei den 16- bis 29-Jährigen. Über drei Viertel von ihnen nutzen diese Methoden.

Parallel dazu treiben Banken europäische Alternativen voran. Der Bezahldienst Wero basiert auf SEPA-Echtzeitüberweisungen. Die ING führt ihn derzeit ein. Bis Ende 2026 soll er auch in Frankreich und den Niederlanden verfügbar sein. Ziel ist eine Vernetzung mit bestehenden Systemen in Portugal, Spanien und Italien. Das Potenzial: eine Nutzerbasis von 135 Millionen Menschen.