Die studentische Regierung der University of California, Berkeley (ASUC), wurde Ziel eines erfolgreichen Phishing-Angriffs. Wie das Campus-Büro am 18. August 2026 mitteilte, sei die Organisation durch einen Betrug gehackt worden. Als unmittelbare Reaktion auf diesen Sicherheitsvorfall wurde das neue Abwehr-Werkzeug „Phish Tank“ ins Leben gerufen, um künftige Angriffe dieser Art effektiver zu bekämpfen.
Der Vorfall an der UC Berkeley steht in einer Reihe von Cyber-Aktivitäten, die derzeit verstärkt akademische Einrichtungen und Unternehmen betreffen. Zeitgleich meldete die University of Texas at San Antonio (UT San Antonio) versuchte unbefugte Aktivitäten an ihrem Netzwerkrand, die bereits am 17. August 2026 registriert wurden.
Um die Sicherheit zu gewährleisten, nahmen die Verantwortlichen in Texas die Systeme offline, was zu erheblichen Störungen bei Registrierungen und Zahlungen führte. Es gebe laut offiziellen Angaben jedoch keine Anzeichen dafür, dass Daten exfiltriert wurden.
In San Antonio wurden für den 18. August 2026 Passwort-Zurücksetzungen angeordnet; zudem wurden Fristen für administrative Vorgänge bis zum 21. August um 17 Uhr verlängert.
Massive Datenangebote im Unternehmenssektor
Parallel zu den Vorfällen im Bildungsbereich behauptet ein Akteur unter dem Pseudonym „TheHatman“, Zugriff auf umfangreiche Datensätze aus Azure-Mandanten namhafter Großunternehmen erlangt zu haben. Insgesamt stehe der Verkauf von 3,64 Millionen Mitarbeiterdatensätzen im Raum.
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Die betroffenen Kontingente verteilen sich laut den Angaben des Akteurs unter anderem auf McDonald’s mit 1,7 Millionen, TCS mit 800.000 sowie Vodafone mit 425.000 Datensätzen. Weitere betroffene Entitäten seien HCL (250.000), IHG (185.000), Kyndryl (170.000), Gap (80.000), Hexaware (20.000) und Wyndham (9.000).
Die betroffenen Unternehmen reagierten unterschiedlich auf diese Behauptungen. Während Sicherheitsexperten die Authentizität der Datenbestände teilweise bestätigten, wiesen Unternehmen wie TCS und Gap einen aktuellen Sicherheitsverstoß zurück.
TCS erklärte hierzu, dass es keine Anzeichen für eine aktuelle Kompromittierung gebe und die fraglichen Daten mehr als vier Jahre alt seien. Die Datensätze aus Azure/Entra ID sollen sensible Informationen wie Namen, E-Mail-Adressen, Abteilungszugehörigkeiten und Details zu privilegierten Konten enthalten.
Warnungen vor vielfältigen Phishing-Methoden
Sicherheitsbehörden und Organisationen weltweit verzeichnen derzeit eine Diversifizierung der Phishing-Methoden. Die US-Handelsbehörde FTC warnte am 17. August 2026 vor Betrugsversuchen, die als digitale Party-Einladungen getarnt sind. Dabei geben sich die Täter als bekannte Dienste wie Evite oder Paperless Post aus, um Konten zu übernehmen.
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Als Warnsignale gelten hierbei unerwartete Einladungen oder Aufforderungen zur Preisgabe von E-Mail-Passwörtern sowie Links, die nicht auf offizielle Domains führen.
Auch im Gesundheitssektor nehmen die Gefahren zu. ECU Health warnte Patienten vor E-Mails mit Bezug auf Medicare-Kits, die darauf abzielen, persönliche und finanzielle Informationen zu stehlen. In Südafrika informierte die SAFPS über Phishing-Versuche im Namen der Steuerbehörde SARS während der laufenden Steuersaison. Hierbei nutzen Betrüger gefälschte Rückerstattungsversprechen oder Drohungen, um eFiling-Profile zu übernehmen.
Internationale Vorfälle unterstreichen die globale Dimension: In Indien wurden hochkarätige Konten auf der Plattform X übernommen, um Krypto-Betrug zu verbreiten, während in Spanien Phishing-Kampagnen im Namen der Sozialversicherung registriert wurden.
Ein Fall von Business Email Compromise (BEC) führte in Spanien bereits zu einem nachgewiesenen Diebstahl von 12.000 Euro durch gefälschte Rechnungen, wovon insbesondere Hotelbetriebe betroffen waren. Fachleute raten dringend dazu, verdächtige Links nicht anzuklicken und bei Unklarheiten die jeweiligen Institutionen über offizielle Kanäle direkt zu kontaktieren.

