Das Rhode Island Department of State hat eine dringende Warnung vor einer aktuellen Phishing-Kampagne herausgegeben, die gezielt Wahlberechtigte des Bundesstaates ins Visier nimmt. Unbekannte versenden dabei E-Mails, die eine offizielle Herkunft vortäuschen, um sensible Informationen zu erlangen. Dieser Vorfall reiht sich in eine landesweite Welle von Betrugsversuchen ein, bei denen staatliche Institutionen und Strafverfolgungsbehörden imitiert werden.
Manipulierte Absenderadressen in Rhode Island
In Rhode Island kursieren derzeit E-Mails, die scheinbar von der Adresse „admin@vote.sos.ri.gov“ stammen. Die Nachrichten tragen den Betreff „2026 Vote RI Gov Information Verification“ und fordern die Empfänger auf, einen enthaltenen Link anzuklicken, um ihre Wählerdaten zu verifizieren. Das Rhode Island Department of State rät dringend dazu, diese E-Mails sofort zu löschen und keine Links zu öffnen.
Secretary of State Gregg Amore betonte in diesem Zusammenhang, dass staatliche Behörden niemals dazu auffordern würden, zur Datenverifizierung auf einen per E-Mail zugesandten Link zu klicken. Eine legitime Überprüfung oder Aktualisierung des Wählerstatus sei ausschließlich über das offizielle Portal „vote.ri.gov“ möglich.
Bundesweite Zunahme von Behörden-Imitationen
Ähnliche Warnungen kommen aus anderen Teilen der USA. In Connecticut informierte Secretary of the State Stephanie Thomas über bösartige E-Mails, die das offizielle Unternehmensregister (CT Business Registry) nachahmen. Diese Nachrichten enthalten Links zu dem Dienst „DottedSign“. Thomas stellte klar, dass offizielle Korrespondenz der Behörde ausschließlich von E-Mail-Adressen mit der Endung „@ct.gov“ versendet wird. Anträge und Einreichungen sollten demnach nur über die offizielle Website „business.ct.gov“ erfolgen.
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In North Carolina berichten das State Board of Elections und die Johnston County GOP über irreführende Postsendungen einer Organisation namens „Ready to Register, Inc.“. Diese Sendungen sind mit dem Hinweis „ELECTION NOTICE“ versehen, stehen jedoch in keiner Verbindung zu Regierungsstellen. Laut den Wahlbehörden enthalten die Schreiben teilweise veraltete Daten oder wurden an verstorbene Personen adressiert. Zudem bestehe das Risiko, dass QR-Codes in diesen Briefen dazu führen, dass Formulare mit Daten fremder Personen vorausgefüllt werden. Zur Überprüfung der Registrierung wird der Kontakt zum staatlichen oder örtlichen Board of Elections empfohlen, etwa unter der Telefonnummer 919-989-5095.
Betrugsmaschen im Namen der Strafverfolgung
Auch Strafverfolgungsbehörden berichten von einer Zunahme komplexer Betrugsversuche. Die Generalstaatsanwältin von Michigan, Dana Nessel, warnte erneut vor sogenannten „Government-Imposter-Scams“. Dabei nutzen Betrüger das sogenannte Telefon-Spoofing, um auf dem Display der Opfer eine offizielle Behördennummer erscheinen zu lassen. Sie fordern unter Druck Zahlungen für angebliche Steuerschulden mittels Bitcoin oder Prepaid-Geschenkkarten. Nessel stellte klar, dass staatliche Stellen niemals sofortige Zahlungen über Telefon, SMS oder E-Mail verlangen würden. Betroffene sollten solche Vorfälle unter der Nummer 877-765-8388 melden.
In Minnesota meldete Pine County Sheriff Jeff Nelson einen Fall, in dem sich ein Betrüger als „Sgt. Rick Ashby“ ausgab. Der Anrufer behauptete, die Opfer hätten Gerichtstermine oder ihre Geschworenenpflicht versäumt, und forderte Bußgeldzahlungen via „VanillaDirectPay“. Den Angaben zufolge verlor ein Opfer bei dieser Masche 500 US-Dollar, ein weiteres 2.000 US-Dollar.
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Weitere Warnungen liegen aus Fargo vor, wo sich Betrüger als Polizeichef Travis Stefonowicz ausgeben und Opfer in angebliche Drogenermittlungen verwickeln wollen. In Florida warnt das Palm Beach County Sheriff’s Office vor gefälschten E-Mails eines vermeintlichen Sheriff-Captains, die zu einer Teilnahme an einem virtuellen Gerichtsverfahren via Zoom auffordern.
FBI warnt vor KI-gestützten Täuschungen
Auf Bundesebene warnt das FBI vor einer besonders perfiden Taktik: Betrüger imitieren das Internet Crime Complaint Center (IC3.gov), um Menschen, die bereits zuvor Opfer von Internetkriminalität geworden sind, erneut zu schädigen. Dabei werden laut FBI zunehmend künstliche Intelligenz für gefälschte Videos, Briefköpfe und täuschend echt wirkende Websites eingesetzt. Das FBI stellte klar, dass das IC3 Beschwerdeführer niemals direkt kontaktiert und grundsätzlich keine Rückerstattung verlorener Gelder verspricht. Verdächtige Aktivitäten sollten direkt auf der echten Website „IC3.gov“ gemeldet werden.

