Sicherheitsexperten und Verbraucherschützer beobachten aktuell eine koordinierte Serie von Phishing-Kampagnen, die gezielt auf Kunden der Sparkassen sowie Nutzer des Ethereum Name Service (ENS) in der Version v2 abzielen. Die Angreifer verwenden dabei unterschiedliche Vorwände, von angeblich dringenden Sicherheitsupdates bis hin zur Notwendigkeit einer Datenbestätigung aufgrund gesetzlicher Anforderungen, um an sensible Zugangsdaten zu gelangen.
Betrugsmasche bei Sparkasse-Kunden
Im Fall der Sparkassen-Kunden kursieren betrügerische E-Mails, die vorgeben, über ein dringendes Sicherheitsupdate für das Online-Banking zu informieren. In anderen Varianten der Kampagne werden die Empfänger dazu aufgefordert, ihre Registrierungsdaten aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben zu bestätigen. Dabei setzen die Täter auf massiven Zeitdruck: In den Schreiben wird oft mit einer Sperrung oder Einschränkung des Kontos innerhalb eines Zeitraums von 24 bis 48 Stunden gedroht, sollte der Aufforderung nicht nachgekommen werden.
Die E-Mails zeichnen sich durch eine generische Anrede aus und stammen von verdächtigen Absender-Domains wie ashoj.com oder info@ashoj.com. In den Nachrichten ist ein Link enthalten, der die Opfer auf eine gefälschte Login-Seite führt. Diese ist optisch der offiziellen Sparkassen-Präsenz nachempfunden, dient jedoch ausschließlich dem Diebstahl von Bankdaten.
Das Portal Mimikama bestätigte die Betrugsmasche und warnte vor der Interaktion mit diesen Nachrichten. Auch regionale Institute wie die Sparkasse Bielefeld haben reagiert und klargestellt, dass das Unternehmen niemals sensible Daten per E-Mail anfordere. Die Verbraucherzentrale NRW rät Betroffenen dazu, solche E-Mails umgehend zu löschen und unter keinen Umständen auf die enthaltenen Links zu klicken.
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Warnung vor Betrug bei ENS v2
Parallel dazu ist eine Phishing-Welle im Bereich der Krypto-Infrastruktur aktiv. Hierbei werden Nutzer des Ethereum Name Service (ENS) v2 mit Betrugs-E-Mails kontaktiert. Lefteris Karapetsas sprach in diesem Zusammenhang eine Warnung aus. Die betrügerischen Nachrichten suggerieren, dass für den Übergang oder die Nutzung von ENS v2 eine aktive Handlung seitens der Benutzer erforderlich sei.
Branchenexperten stellten jedoch klar, dass für die Umstellung auf ENS v2 keine Benutzerinteraktion notwendig ist. Die E-Mails verfolgen demnach das Ziel, Nutzer zur Preisgabe ihrer Zugangsdaten oder zur Interaktion mit schädlichen Smart Contracts zu bewegen.
Hohe Verbreitung von Phishing-Versuchen
Die aktuellen Vorfälle reihen sich in einen breiteren Trend ein. Statistiken verdeutlichen die Dimension der Bedrohung: Demnach haben bereits 62 % der Menschen Phishing-E-Mails erhalten. Die koordinierte Vorgehensweise bei den aktuellen Kampgegen gegen Bank- und Krypto-Nutzer unterstreicht die Professionalisierung der Angreifer, die gleichzeitig verschiedene digitale Finanzsektoren adressieren. Experten raten dazu, Absenderadressen stets kritisch zu prüfen und offizielle Portale nur über direkt eingegebene URLs oder gesicherte Apps aufzusuchen.
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Experten raten dazu, Absenderadressen stets kritisch zu prüfen und offizielle Portale nur über direkt eingegebene URLs oder gesicherte Apps aufzusuchen.

