Eine neue Welle professioneller Phishing-Angriffe überrollt derzeit Kunden deutscher Banken. Verbraucherschützer warnen vor gefälschten Sicherheitswarnungen, die im Namen etablierter Institute wie Volksbanken, N26 und Commerzbank versendet werden. Die Betrüger setzen auf täuschend echte E-Mails und massiven Zeitdruck.
Gefälschte Warnungen mit Sperr-Drohung
In den letzten Tagen häufen sich Meldungen über gezielte Phishing-Versuche. Verbraucher erhalten Nachrichten, die zur sofortigen Aktualisierung von Kontodaten oder zur Erneuerung von Sicherheitsverfahren wie „VR-SecureGo“ auffordern. Die Täter drohen mit Kontosperrung und bauen so erheblichen Druck auf.
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Die Nachrichten sind kaum noch von echten Bank-Mitteilungen zu unterscheiden. Verräterisch bleiben aber unpersönliche Anreden, unseriöse Absenderadressen und Links zur Dateneingabe. Experten raten: Niemals auf solche Links klicken. Stattdessen die offizielle Webseite oder Banking-App nutzen.
KI macht Betrug fast perfekt
Die Zeiten schlechter Rechtschreibung in Betrugs-E-Mails sind vorbei. Künstliche Intelligenz erzeugt heute fehlerfreie, personalisierte Texte. Kriminelle nutzen zudem Daten aus früheren Leaks, um ihre Angriffe glaubwürgiger zu gestalten.
Die Bedrohung wächst rasant. Deutsche Unternehmen sahen sich zuletzt durchschnittlich 1.223 Cyberangriffen pro Woche ausgesetzt – ein Anstieg von 14 Prozent. Der wirtschaftliche Schaden geht in die hunderte Milliarden Euro.
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So melden Sie Betrug richtig
Wer Opfer wird oder einen Versuch bemerkt, sollte sofort handeln. Der wichtigste Schritt: Strafanzeige bei der Polizei. Das geht vor Ort oder online über die „Internetwachen“ der Landespolizeien.
Für die Verfolgung sind Beweise entscheidend. Sichern Sie E-Mails, Screenshots der Fake-Webseite, Chatverläufe und Zahlungsbelege. Fügen Sie alles der Anzeige bei. Unternehmen können sich zusätzlich an die Zentralen Ansprechstellen Cybercrime wenden.
Leiten Sie Phishing-Mails auch an die Verbraucherzentrale weiter. Eine Meldung an das betroffene Unternehmen, dessen Name missbraucht wurde, ist ebenfalls sinnvoll.
Wachsamkeit schützt am besten
Der effektivste Schutz bleibt Misstrauen. Seien Sie skeptisch bei unerwarteten Nachrichten mit Dateneingabe-Aufforderungen. Starke, einzigartige Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung erhöhen die Sicherheit deutlich.
Beim Online-Shopping unbekannte Shops prüfen: Impressum checken, Kundenbewertungen lesen, auf HTTPS-Verbindung achten. Bei zu guten Angeboten ist besondere Vorsicht geboten. Die Taktiken der Kriminellen entwickeln sich ständig weiter – bleiben Sie wachsam.





