Microsoft hat am 11. Juni 2026 die neue PIVOTBY-Funktion für Microsoft 365 vorgestellt. Sie ermöglicht dynamische Datenauswertungen ohne die gewohnte Pivot-Tabellen-Oberfläche.
Die Funktion ist Teil einer größeren Update-Welle, die Datenanalyse, Berichterstattung und Automatisierung in der Produktivitätssuite verbessern soll. Für deutsche Unternehmen, die häufig mit großen Datenmengen in Excel arbeiten, eröffnet das neue Tool interessante Möglichkeiten.
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Automatisierte Auswertung per Formel
Die PIVOTBY-Funktion erstellt Zusammenfassungen, die sich automatisch aktualisieren, sobald sich die zugrunde liegenden Daten ändern. Im Gegensatz zu klassischen Pivot-Tabellen, die oft manuell aktualisiert oder speziell formatiert werden müssen, arbeitet die neue Funktion rein formelbasiert.
Die Syntax umfasst Felder für Zeilen, Spalten und Werte sowie eine festgelegte Aggregatfunktion. Nach Angaben vom 11. Juni unterstützt die Funktion gängige Berechnungen wie SUMME, MITTELWERT, ANZAHL und MAX. Das erlaubt es Fachleuten, große Datensätze effizienter zu verwalten – die Auswertungslogik wird direkt in das Tabellenblatt integriert.
KI-Updates und Excel Agent Mode
Die Einführung von PIVOTBY fällt mit umfassenderen technischen Aktualisierungen für den Office Current Channel zusammen. Am 9. Juni veröffentlichte Microsoft Version 2605 (Build 20026.20168), die verschiedene Fehler in Word, Outlook und PowerPoint behob. Für Excel brachte dieses Release die lokale Dateiunterstützung für den Excel Agent Mode – ein Schritt, der die automatisierte Datenverarbeitung erweitert.
Parallel dazu integrierte Microsoft am 11. Juni Anthropic Claude Fable 5 in Microsoft 365 Copilot. Dieses fortschrittliche Modell ist für komplexe Recherche-, Programmier- und Analyseaufgaben in Excel und anderen Office-Anwendungen gedacht. IT-Administratoren behalten die Kontrolle über diese Integrationen, sodass die Unternehmensführung gewahrt bleibt. Interne Kennzahlen zeigen einen deutlichen Anstieg der KI-gestützten Aktivitäten: Die Excel-bezogene Copilot-Nutzung stieg nach einem Design-Update Ende Mai um 33 Prozent.
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Erweiterungen im Microsoft-Daten-Ökosystem
Die Datenanalyse-Landschaft im Microsoft-Universum wuchs Anfang Juni durch mehrere Partnerschaften und Plattform-Updates weiter. Am 10. Juni veröffentlichte Microsoft Open-Source-Fabric-Skills. Diese erlauben KI-Agenten wie GitHub Copilot und Claude den direkten Zugriff auf Power-BI- und Fabric-Daten – inklusive Web-Modellierung und Berichtserstellung.
Im Unternehmenssektor launchte Stibo Systems am 9. Juni seine Orion-Plattform auf Microsoft Fabric. Diese Integration verbindet Stammdatenmanagement mit Microsoft Purview und Power BI und schafft so eine konsistente Datenbasis für KI-gestützte Entscheidungen. Ebenfalls am 11. Juni kündigte Pinecone die Integration seiner Nexus-Wissensdatenbank mit Microsoft OneLake an. Die Technologie soll den Token-Verbrauch um über 95 Prozent senken und die Ausführungsgeschwindigkeit von Aufgaben um bis zu das 30-Fache steigern – durch strukturierte Kontexte für KI-Agenten.
Microsoft aktualisierte zudem am 11. Juni seine Power Platform mit Funktionen wie Desktop-Flow-Vergleichen und einer Vorschau für eine neue Aktion zum Ausführen von Power Apps. Diese Entwicklungen spiegeln den Trend zu einheitlichen, leistungsstarken Datenverwaltungs- und Analysewerkzeugen für professionelle Anwender wider.

