Der Technologiekonzern Google stellt den Dienst Safety Signal für die LTE-Varianten der Pixel Watch 2 und Pixel Watch 3 ein. Zum 12. Dezember 2026 entfällt damit die Möglichkeit, wichtige Notruffunktionen auf den Smartwatches ohne eigenständigen Mobilfunkvertrag über das Mobilfunknetz zu nutzen. Wer die Sicherheitsfeatures auch ohne gekoppeltes Smartphone unterwegs verwenden möchte, muss künftig für einen separaten Mobilfunktarif sorgen.
Notruffunktionen bisher ohne eigenen Mobilfunkvertrag
Safety Signal diente dazu, Trägern der LTE-Modelle auch ohne aktiven Mobilfunkvertrag, WLAN-Zugang oder direkte Bluetooth-Verbindung zum Smartphone Schutz zu bieten. Über das integrierte LTE-Modem ermöglichte das System den Notrufservice Emergency SOS, die Sicherheitsprüfung Safety Check sowie das Teilen des aktuellen Standorts über Emergency Sharing.
Zudem ließen sich Anrufe an Notfallkontakte tätigen und von diesen empfangen. Auch die automatische Sturzerkennung konnte im Ernstfall eigenständig über das LTE-Netz Hilfe rufen.
Voraussetzung für die Nutzung dieses Dienstes war bislang ein aktives Abonnement von Google Health Premium. Der Dienst stand Nutzern in Deutschland, den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich zur Verfügung, wobei auch Roaming zwischen den USA und Kanada sowie zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich unterstützt wurde.
Wer sich mit dem Schutz sensibler Daten auf mobilen Geräten befasst, sollte auch die Sicherheit des eigenen Kontos nicht vernachlässigen. Dieser kostenlose Report zeigt, wie Sie sich mit Passkeys bei Google, Amazon und Co. ohne Passwort-Stress und Phishing-Risiko anmelden können. Kostenlosen Passkey-Ratgeber jetzt herunterladen
Benachrichtigung und Übergangsfrist für Nutzer
Google informiert betroffene Nutzer über das bevorstehende Ende des Dienstes per E-Mail und über Push-Benachrichtigungen auf den Geräten. Ab dem Versand der entsprechenden E-Mail gewährt der Hersteller eine 30-tägige Übergangsfrist, während der die Notfallfunktionen vorerst weiterhin ohne eigenen Mobilfunktarif über die LTE-Verbindung aufrechterhalten werden.
Nach dem Stichtag am 12. Dezember 2026 ändern sich die Voraussetzungen für Notrufe grundlegend. Die Sicherheitsfunktionen arbeiten dann nur noch, wenn die Smartwatch per WLAN oder Bluetooth direkt mit dem Smartphone verbunden ist. Befindet sich das Telefon außer Reichweite, setzt die Notfallkommunikation künftig einen aktiven Mobilfunktarif beziehungsweise eine aktivierte eSIM auf der Uhr voraus.
Nicht nur die Mobilfunk-Verbindung, auch regelmäßige System-Aktualisierungen sind für die Sicherheit vernetzter Geräte entscheidend. Dieser Gratis-Leitfaden erklärt verständlich, wie Sie Sicherheitslücken schließen und Ihr Gerät mit den richtigen Updates dauerhaft vor Datenmissbrauch schützen. 5 einfache Schritte für mehr Gerätesicherheit entdecken
Strategiewechsel bei neueren Modellgenerationen
Erste Hinweise auf das Auslaufen des Dienstes hatten sich bereits vor der offiziellen Mitteilung in Textfragmenten der Pixel-Watch-Anwendung angedeutet, in denen auf das bevorstehende Ende von Safety Signal verwiesen wurde.
Bei den neueren Modellgenerationen setzt Google ohnehin auf eine andere technische Lösung. Die Pixel Watch 4 und die Pixel Watch 5 unterstützen Safety Signal von vornherein nicht.
Stattdessen sind diese Modelle mit Satellitenkonnektivität ausgestattet und wickeln Notrufe im Ernstfall über satellitengestützte SOS-Funktionen ab, wenn keine reguläre Netzabdeckung zur Verfügung steht. Für Besitzer der älteren Generationen bedeutet der Schritt hingegen, dass sie für denselben Sicherheitsstandard künftig zusätzliche Mobilfunkkosten einplanen müssen.
Mehr zum Thema bei Engadget: „Google Is Doing Away With Safety Signal On Pixel Watch“

