Plainly Flows: KI-Workflows erstellen 50 bis 70 personalisierte Videos im Monat

Plainly startet eine Plattform für automatisierte Videoproduktion; weitere Anbieter integrieren KI-Funktionen in professionelle Schnittprogramme.

Die Skalierung von kreativen Inhalten gewinnt durch den Einsatz spezialisierter Automatisierungslösungen zunehmend an Bedeutung. Mit dem Start der Plattform Plainly Flows adressiert das Unternehmen Plainly den Bedarf an effizienten Prozessen in der Videoproduktion. Das System ermöglicht es, wiederkehrende Kreativaufgaben durch eine Kombination aus Vorlagen, KI-gestützten Schritten und gezielten Eingaben zu automatisieren.

Effizienzsteigerung in der personalisierten Videoproduktion

Die unter plainlyflows.com verfügbare Plattform zielt darauf ab, die Erstellung von Inhalten durch automatisierte Workflows zu beschleunigen. Erste Ergebnisse von Beta-Kunden verdeutlichen das Potenzial der Technologie: Ein Nutzer erstellte monatlich zwischen 50 und 70 personalisierte Videos für die Kommunikation auf Führungsebene, wobei der Zeitaufwand pro Video bei lediglich zwei bis drei Minuten lag.

Ein weiterer Anwendungsfall umfasst die Erzeugung von Eventgrafiken und Videos in drei verschiedenen Seitenverhältnissen, um unterschiedliche Kanäle ohne manuellen Mehraufwand zu bedienen.

Marktwachstum und Investitionen im Bereich Creative AI

Die Einführung von Plainly Flows erfolgt in einem Marktumfeld, das von massiven Investitionen und einer steigenden Nachfrage nach automatisierten Werbemitteln geprägt ist.

Branchenberichte zeigen, dass sich die Zahl der Neuveröffentlichungen in App-Stores im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt hat, während die Downloadzahlen lediglich um etwa 2 % stiegen. Dieser Wettbewerbsdruck erhöht den Bedarf an effizienter Anzeigenerstellung.

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In diesem Kontext sicherte sich Brahma AI eine Finanzierung über 150 Millionen US-Dollar in Vorzugsaktien, angeführt von Multiples. Das Unternehmen, das Medienverwaltung mit KI-Erstellung und Lokalisierung verbindet, wird nach Branchenangaben mit 2 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Kapital soll unter anderem für Forschung, globale Expansion und die Verwaltung der über 100 Millionen Assets verwendet werden, die sich bereits im System befinden.

Integration in professionelle Bearbeitungswerkzeuge

Parallel zu eigenständigen Plattformen treiben Anbieter die Integration von KI-Funktionen in etablierte Videobearbeitungsprogramme voran. Runway stellte ein Plugin für DaVinci Resolve Studio 19 vor, mit dem Nutzer Modelle wie Aleph 2.0 direkt in der Timeline verwenden können. Dies ermöglicht das Rendern von Quellclips auf Basis von Ankerbildern oder Keyframes.

Auch Eddie AI bietet in der Version 4 automatisierte Schnittfunktionen für B-Roll-Sequenzen und Montagen an, die direkt an Systeme wie den Avid Media Composer gesendet werden können.

Für professionelle Fotografen veröffentlichte Evoto die Version 8.0 seiner Software. Diese umfasst automatisierte Workflows für die Retusche sowie eine Tethering-Funktion für mobile Aufnahmen.

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Laut Unternehmensangaben wurden über die Plattform bereits mehr als 1,2 Milliarden Fotos von rund 1,2 Millionen Fotografen verarbeitet. Ein neuer Marktplatz, der Asset Hub, startete zudem mit über 400 Inhalten, wobei Ersteller 60 % des Nettoverkaufserlöses erhalten.

Technologische Entwicklung im asiatischen Raum

Auch im asiatischen Markt werden spezialisierte Lösungen für die Film- und Fernsehindustrie entwickelt. So präsentierte das Unternehmen 虎鲸文娱 auf dem Yunqi-Kongress im September die Plattform „鲸锐AI“. Das System bietet professionellen Produktionsteams umfangreiche Steuerungsmöglichkeiten, darunter über 40 Kameraparameter und 250 Szenenbearbeitungen. Ein geschlossener Betatest für diese Anwendung ist für Oktober geplant.

Ausblick auf Plattform-integrierte Lösungen

Große Content-Plattformen bereiten ebenfalls die Einführung nativer KI-Editoren vor. YouTube kündigte im Rahmen des „Made On YouTube“-Events Werkzeuge für das Creator Studio an, die Anfang 2027 verfügbar sein sollen.

Geplant ist eine dialoggestützte Videobearbeitung, bei der die KI Takes auswählt und Musik synchronisiert. Ein Trendbericht des Unternehmens zeigt die Relevanz dieser Entwicklung: Demnach nutzen bereits 72 % der US-Creator im Alter zwischen 14 und 44 Jahren KI-Tools in ihren Arbeitsprozessen.

Ein Vergleich der Bearbeitungszeiten verdeutlicht den Vorteil der Automatisierung: Während das manuelle Ersetzen eines Hintergrunds in herkömmlichen Editoren etwa eine Stunde in Anspruch nehmen kann, lässt sich dies mit KI-Unterstützung in etwa einer Minute realisieren. Dennoch bleiben klassische Masken für detaillierte Anpassungen weiterhin relevant, da KI-Ergebnisse oft als zusammengefasste Ebenen übertragen werden.