Plasma 6.7: KDE bringt pro-Monitor Desktops und HDR-Ausgabe

KDE Plasma 6.7 und Ubuntu 26.04 LTS bringen bedeutende Neuerungen für professionelle Anwender und verbesserte Sicherheit.

Von verbesserter Sicherheit durch Rust-Integration bis hin zu optimierter Multi-Monitor-Unterstützung – die Entwickler setzen klare Akzente für professionelle Anwender.

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Plasma 6.7: Maßgeschneidert für Kreativprofis und Vielarbeiter

Das KDE-Projekt veröffentlichte am 16. Juni 2026 die Version 6.7 seiner Desktop-Umgebung. Im Zentrum stehen Funktionen, die komplexe Bildschirmkonfigurationen deutlich vereinfachen. Besonders hervorzuheben: Die Einführung pro-Monitor virtueller Desktops und die Wiederbelebung klassischer Oxygen/Air-Design-Elemente.

Ein lang gehegter Wunsch von Kreativschaffenden geht endlich in Erfüllung: ICC-Profile und HDR-Ausgabe lassen sich nun gleichzeitig nutzen. Bisher mussten Nutzer hier Kompromisse eingehen. Die neue „Gedrückt-Halten“-Funktion für Sonderzeichen erleichtert zudem die Eingabe internationaler Schriftzeichen.

Die Entwickler blicken bereits voraus: Das kommende Plasma 6.8 soll ausschließlich unter Wayland laufen. Ältere X11-Anwendungen bleiben aber über Xwayland nutzbar. Ein tiefergehendes Performance-Update vom 20. Juni identifizierte zudem drei konkrete Ursachen für Mausverzögerungen – eine gute Nachricht für Spieler.

Ubuntu 26.04 setzt auf Rust – Sicherheit als Fundament

Am 19. Juni erreichte Ubuntu 26.04 LTS einen Meilenstein in Sachen Systemsicherheit. Die Langzeitunterstützungsversion führt Rust-basierte Versionen kritischer Systemkomponenten ein. Dazu gehören sudo-rs sowie zentrale Werkzeuge wie cp, mv, ls und chmod.

Canonical betont, dass diese Änderungen für den Nutzer unsichtbar bleiben – aber die Anfälligkeit für speicherbezogene Sicherheitslücken drastisch reduzieren. Die sichtbarste Neuerung ist die Integration von GNOME 50, das die Benutzeroberfläche für den mehrjährigen Support-Zyklus bildet.

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Sprachsteuerung offline: Myna kommt mit Ubuntu 26.10

Für den kommenden Release-Zyklus hat Canonical ehrgeizige Pläne. Ubuntu 26.10 mit dem Codenamen „Stonking Stingray“ erscheint am 15. Oktober 2026. Herzstück wird Myna sein – ein Tool zur Offline-Spracherkennung. Per Tastenkürzel lassen sich Texte direkt in aktive Anwendungen diktieren. Die lokale Verarbeitung schützt die Privatsphäre und verbessert gleichzeitig die Barrierefreiheit.

Auch andere Distributionen ziehen nach: Die Viola Workstation K 11.4 von Alt Linux integriert KDE Plasma 6.6 und bietet erstmals optische Zeichenerkennung (OCR) für Screenshots. Eine überarbeitete Bildschirmtastatur und automatische Helligkeitsregelung runden das Paket ab.

Systemd 261: Neuer Installer und Cloud-Unterstützung

Die Infrastruktur des Linux-Ökosystems erhielt ebenfalls ein Update. Systemd 261 bringt einen neuen Betriebssystem-Installer (systemd-sysinstall) und den Dienst systemd-imdsd mit, der eine Hardware-Datenbank für große Cloud-Anbieter bereitstellt. Ein Software-TPM-Fallback und verbesserte BPF-basierte Dateisystemzugriffsbeschränkungen erhöhen die Sicherheit zusätzlich.

SteamOS 3.8.10: Wayland wird Standard auf dem Steam Deck

Im Gaming-Bereich erreichte SteamOS 3.8.10 am 17. Juni den stabilen Status. Das Update aktualisiert die Arch-Linux-Basis und setzt nun standardmäßig auf Wayland als Desktop-Umgebung. Ein X11-Fallback bleibt erhalten. Spezifische BIOS-Updates für das Steam Deck und erweiterte Kompatibilität für Drittanbieter-Handhelds runden das Update ab.

Die Spieleentwicklung profitiert ebenfalls: Die Godot 4.7-Engine unterstützt jetzt HDR-Ausgabe unter Linux via Wayland und bietet grundlegende Touch-Unterstützung. Damit schließt Linux weiter zur Konkurrenz bei der Multimedia-Entwicklung auf.