Im Zentrum steht die Version 9.4.0 des Android Gradle Plugin (AGP), die Entwicklern neue Funktionen und Kompatibilität mit API-Level 37 bringt.
Neue Features für Entwickler
Das aktualisierte Plugin setzt spezifische Umgebungsanforderungen voraus: Gradle 9.6.0, SDK Build Tools 36.0.0 und JDK 17 sind Pflicht. Google hat zudem Fehler behoben, die während der Alpha-Phase aufgetreten waren. Eine wichtige Neuerung: Entwickler können einzelne Module künftig vom Variant-API ausschließen — eine Option, die bis zur Einführung von AGP 10 bestehen bleibt.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Erst gestern veröffentlichte Google Android Studio Quail 3 RC 2, die neueste Testversion der Entwicklungsumgebung. Auch das Google Mobile Ads Unity Plugin wurde am Sonntag auf Version 11.3.0 aktualisiert und integriert nun die iOS SDK 13.6.0 sowie Android SDK 25.4.0. Hinzu kommen große verankerte Adaptive Banners und neue Konfigurationsmöglichkeiten für altersbeschränkte Inhalte.
Play Catalog Access Program: Drittanbieter-Stores kommen
Ein echter Paukenschlag folgt morgen: Mit dem Play Catalog Access Program dürfen US-Nutzer künftig berechtigte Drittanbieter-App-Stores direkt über Google Play entdecken und installieren. Die Teilnahme ist jedoch nicht kostenlos — Store-Betreiber zahlen eine einmalige Gebühr von 5.000 Dollar (rund 4.600 Euro) sowie einen jährlichen Beitrag in gleicher Höhe.
Play Services 26.28: Schnellere Käufe und bessere Suche
Bereits gestern aktualisierte Google die Play Services auf Version 26.28. Die Systemaktualisierung bringt praktische Neuerungen: Ein neues Sperrbildschirm-Kürzel für den IMEI-Abruf und eine natürlichsprachliche Suche im Play Store. Auch die In-App-Kaufprozesse für Google One laufen nun schneller, und die Play-Store-Oberfläche wurde für große Bildschirme optimiert.
Strengere Sicherheitsmaßnahmen in Sicht
Parallel dazu rollt seit gestern die Android Developer Verifier App auf Geräte aus. Diese Hintergrundanwendung prüft sideloadete Apps gegen verifizierte Entwicklerprofile — ein Vorbote für strengere Regeln. Ab dem 30. September 2026 gelten in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand neue Einschränkungen: Bestimmte sideloadete Apps erfordern dann eine 24-stündige Wartezeit und einen Geräteneustart. Damit will Google Social-Engineering-Betrug erschweren.
Angesichts der neuen Sicherheitsvorkehrungen von Google wird deutlich, wie wichtig ein proaktiver Schutz vor Hackern und Viren ist. Dieser kostenlose PDF-Ratgeber zeigt Ihnen in fünf einfachen Schritten, wie Sie Ihr Android-Smartphone effektiv absichern. 5 Schutzmaßnahmen jetzt entdecken
Backup-Änderung: Speicherplatz wird knapp
Android-Nutzer erhielten gestern eine wichtige Mitteilung: In 45 Tagen werden Geräte-Backups — inklusive Systemeinstellungen, App-Daten und Anrufhistorie — auf das Google-Kontingent angerechnet. Für Geräte mit Android 9 und höher führt Google granulare Steuerungsmöglichkeiten ein. Nutzer können dann gezielt auswählen, welche Apps und Datentypen gesichert werden sollen.
Android 17: QPR2 Beta 1 und Motorola startet durch
Der Entwicklungszyklus von Android 17 geht in die nächste Runde: Seit gestern steht QPR2 Beta 1 bereit. Kompatibel ist sie mit dem Pixel 6a und neueren Modellen — der Support für Pixel 6 und 6 Pro wurde eingestellt. Der Bugfix adressiert Probleme mit Bluetooth-Kopplung, Benachrichtigungssichtbarkeit und Gemini-bedingten Systemabstürzen.
Während neue System-Updates viele Funktionen verbessern, sollten Nutzer die Sicherheit ihrer persönlichen Daten niemals dem Zufall überlassen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden, wie Sie Ihr Gerät durch die richtigen Einstellungen rund um die Uhr vor Malware und Datenverlust schützen. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen
Auch Motorola mischt mit: Der Hersteller startete gestern sein eigenes Android-17-Beta-Programm für das Moto G57 Power und Moto Edge 70 in ausgewählten Märkten. Das 4,3 GB große Update bringt eine optische Überarbeitung mit neuen Sperrbildschirm-Uhren, einem überarbeiteten Lautstärkemixer und thematischen Icons. Die stabile Version soll in den kommenden Monaten erscheinen.

