Der Google Play Store erhält eine neue Funktion: Nutzer sollen benachrichtigt werden, wenn installierte Apps eingestellt werden oder keine Updates mehr erhalten.
Die entsprechende Programmierung wurde in Version 51.4.19 des Play Store entdeckt. Konkret geht es um sogenannte „Sunset Apps“ – Anwendungen, die von ihren Entwicklern nicht mehr gewartet werden. Solche veralteten Programme stellen ein wachsendes Sicherheitsrisiko dar, da sie keine Patches gegen neue Bedrohungen erhalten.
Bislang warnt Google Play Protect nur vor Apps mit bekannter Schadsoftware. Die neue Funktion würde diesen Schutz erweitern: Sie informiert Nutzer gezielt, wenn eine App vom Entwickler aufgegeben oder aus dem Store entfernt wurde. Das soll helfen, „Zombie-Apps“ von den Geräten zu verbannen – Software, die lange nach der Einstellung noch auf Smartphones und Tablets schlummert.
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Umfassende System-Updates im Mai
Neben den Warnmeldungen für verwaiste Apps hat Google Ende Mai 2026 mehrere weitere Neuerungen veröffentlicht. Play Store Version 51.6 bringt Optimierungen für große Bildschirme wie Tablets und Foldables. Zudem können Nutzer in unterstützten Spielen künftig ihre „Game Streaks“ wiederherstellen, selbst nach Unterbrechungen.
Parallel dazu führte Google Play Services 26.20 spezielle Diebstahlschutz-Funktionen ein – zunächst für den lateinamerikanischen Markt. In Großbritannien werden die Funktionen Remote Lock und Detection Lock automatisch in Android 17 integriert.
Auch Google Wallet wurde erweitert: Digitale Fahrzeugschlüssel lassen sich nun mit spezifischen Rollen teilen – etwa als Miteigentümer, Gast oder Service-Personal. Diese rollenbasierte Freigabe funktioniert geräteübergreifend, inklusive Wear-OS-Uhren.
Wear OS 7: Mehr Akkulaufzeit und Widgets
Am 25. Mai kündigte Google Wear OS 7 an. Das neue Betriebssystem für Smartwatches verspricht eine bis zu zehn Prozent längere Akkulaufzeit. Eine wichtige Änderung: „Wear OS Tiles“ heißen künftig „Wear Widgets“. Diese nutzen das Remote-Compose-Framework und sind abwärtskompatibel mit Wear OS 4.
Zu den ersten Partnern für die neuen Widgets gehören Spotify, WhatsApp, Peloton und Todoist. Sie sind in den Formaten 2×2 und 2×1 verfügbar. Wear OS 7 führt zudem „AppFunctions“ für eine tiefere Integration mit Gemini AI ein, einen speziellen Workout-Tracker und verbesserte Mediensteuerung.
Android 17: Teil-Screenshots und neue Beta
Am 26. Mai veröffentlichte Google Android 17 QPR1 Beta 3. Die neue Version erlaubt Teil-Screenshots, die besonders für große Bildschirme optimiert sind. Nutzer können bestimmte Bildschirmbereiche oder einzelne Fenster im Split-Screen-Modus erfassen. Auch die Bildschirmaufnahme lässt sich künftig auf aktive Fenster beschränken.
KI-gestützte Angriffe auf dem Vormarsch
Die verstärkte App-Überwachung kommt zu einem Zeitpunkt erhöhter Cyberaktivität. Am 25. Mai meldete Google Threat Intelligence die Abwehr des ersten bekannten KI-gestützten Angriffs auf die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Die Angreifer nutzten ein Python-Skript, um Sicherheitsmaßnahmen eines Server-Management-Tools zu umgehen.
Zudem identifizierten Forscher von Zimperium eine Kampagne mit rund 250 gefälschten Android-Apps. Darunter waren Kopien beliebter Plattformen wie TikTok und Minecraft. Diese Apps sollten Geld erbeuten, indem sie Nutzer ohne deren Wissen kostenpflichtige Abos abschließen ließen.
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Google Cloud warnte zudem, dass generative KI die Zeit für bestimmte Angriffe drastisch verkürzt habe. Interne Analysen zeigen: Manche Attacken, die früher acht Stunden dauerten, sind nun in nur 22 Sekunden möglich.
Ausblick: Sicherheit durch Automation
Die Tests der „Sunset-App“-Warnungen und die Mai-Updates 2026 zeigen Googles Strategie: Die Sicherheit der Android-Plattform soll durch Automatisierung und klarere Nutzerkommunikation gestärkt werden. Mit der Einführung von Android 17 wird die Integration von KI-Tools wie Gemini in Entwicklung und Sicherheitsüberwachung zum Standard.
Für Unternehmen und Verbraucher steht die rasche Weiterentwicklung der Sicherheitsprotokolle im Fokus. Der Wechsel zu Material 3 für die Speicherverwaltung und der Ausbau der Passkey-Unterstützung deuten darauf hin, dass Google auf eine einheitliche Authentifizierung über alle Android-Geräte setzt – vom Fahrzeug bis zur Smartwatch. Sollte die „Sunset-App“-Warnung vollständig eingeführt werden, wäre dies ein bedeutender Schritt im Management des gesamten Lebenszyklus mobiler Anwendungen.

