Play Store: Google speichert die letzten 30 Sekunden eines Spiels als Video

Play Store, Wallet und Gerätesuche erhalten neue Funktionen; eine Wear-OS-Statusleiste wird zunächst im Entwickler-Emulator erprobt.

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Google rollt neue Systemdienste-Updates für zentrale Android-Komponenten aus. Wie aus einem Bericht von Anfang November hervorgeht, erhalten Dienste wie der Google Play Store, Google Wallet sowie das Netzwerk „Mein Gerät finden“ funktionale Erweiterungen, ohne dass dafür ein umfassendes Versionsupdate des Betriebssystems erforderlich ist.

Die Neuerungen umfassen unter anderem den Ausbau von Schnittstellen für neuartige Geräteklassen, zusätzliche Sicherheitsmechanismen und funktionale Erweiterungen der App-Plattform.

Erweiterte Geräteintegration und Neuerungen bei „Mein Gerät finden“

Zu den technischen Neuerungen gehört die Möglichkeit, Android-Smartphones mit Android-XR-Headsets zu verbinden. Der konkrete Funktionsumfang dieser Schnittstelle hängt dabei vom jeweiligen Gerätemodell ab.

Parallel dazu erweitert Google die Funktionalität des Netzwerks „Mein Gerät finden“. Innerhalb des Dienstes werden kompatible Tracker-Tags künftig automatisch dem jeweiligen Besitzer zugeordnet. Zudem besteht die Option, entsprechende Tags per NFC abzufragen, um das Auffinden und Verwalten von Gegenständen zu erleichtern.

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Play Store erhält KI-Funktionen und Videoaufzeichnung

Auch der Google Play Store verzeichnet mehrere Neuerungen. Die Funktion „Frag Google Play“ greift auf vorliegende Nutzerrezensionen zurück, um Fragen zu einzelnen Anwendungen direkt zu beantworten. Ergänzend liefert Gemini personalisierte Empfehlungen für Spiele.

Für Mobilspieler führt Google die Funktion „Wiedergabe“ ein, welche die letzten 30 Sekunden eines laufenden Spiels lokal auf dem Gerät als Videodatei abspeichert. Bei laufenden Downloads wird Nutzern zudem wahlweise die geschätzte Restzeit oder die verbleibende Datenmenge angezeigt.

Mehr Übersicht in Google Wallet und verstärkter Anrufschutz

In Google Wallet können Anwender künftig Belege einscannen. Darüber hinaus integriert Google ein neues Nachrichtencenter in die Anwendung und hat die Darstellung von Händlernamen überarbeitet.

Auf Systemebene verstärkt der Konzern die Sicherheitsvorkehrungen: Auf Geräten mit Android 15 oder älteren Betriebssystemversionen greift ein erweiterter Schutz vor Betrugsversuchen während Telefongesprächen. Der Mechanismus verhindert, dass Anwendungen im Hintergrund unbemerkt Berechtigungen für Bedienungshilfen erhalten, solange ein Anruf aktiv ist.

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Wear OS testet neue Statusleiste im Entwickler-Emulator

Über die aktuellen Systemdienste hinaus erprobt Google Neuerungen für tragbare Geräte. Am 26. Oktober führte das Unternehmen im Wear OS Canary-Emulator eine dauerhafte Systemstatusleiste am oberen Rand runder Smartwatch-Displays ein. Diese blendet Uhrzeit und Statusindikatoren über geöffneten Anwendungsfenstern ein.

Schriftart, Position und Hintergrund der Leiste sind systemweit vereinheitlicht, während sich die Farbgebung an der gewählten Farbpalette des Nutzers orientiert. In der aktuellen Vorschau dient ein Sternsymbol als Platzhalter für spätere finale Indikatoren.

Technisch basiert der Emulator auf Wear OS 7.1 mit dem API-Level 37.2-beta1 unter dem Codenamen Android 17 „CinnamonBun“ (Build CP41.260831.001.E8). Anwendungen ab API-Level 35 und Compose for Wear OS Version 1.8.0-alpha02 oder neuer binden die Leiste automatisch ein, während ältere Apps sie über einen Eintrag im Manifest aktivieren können.

Beim Scrollen wird die Leiste ausgeblendet und erscheint nach rund zwei Sekunden Inaktivität erneut; Vollbild-Dialoge, der Immersive-Modus sowie Zeit- und Datumsauswahlfenster verbergen sie vollständig.

Google kündigte Wear OS 7.1 am 26. Oktober offiziell als Smartwatch-Update an und testet die Oberfläche vorerst mit Softwareentwicklern. Die Statusleiste ist dabei ausschließlich im Canary-Emulator enthalten und fehlt im stabilen Wear OS 7.1-Emulator; eine systemweite Einführung erfordert eine noch nicht angekündigte Version des Betriebssystems.

Auf Smartwatches mit Wear OS 7 oder älteren Versionen bleibt die von den Apps selbst bereitgestellte Zeitanzeige bestehen. Künftig soll die Leiste auf Modellen wie der Google Pixel Watch 5 zum Einsatz kommen.

Die allgemeine Ausrollung von Aktualisierungen obliegt den einzelnen Herstellern wie Samsung, OnePlus, Xiaomi und Google; ein konkreter Zeitplan für Geräte mit Samsungs Benutzeroberfläche One UI Watch liegt derzeit nicht vor.