PlayStation 5: Sony bringt QSSR-Upscaling für die Basis-Konsole

QSSR ergänzt die Standard-PS5 als optionale Spielgrafik und verbessert laut Tests Details sowie Bildstabilität.

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Sony hat eine neue Stufe des KI-gestützten Upscalings für die Basisversion der PlayStation 5 vorgestellt. Die Technik mit dem Namen Quick Spectral Super Resolution, kurz QSSR, ist laut einem Bericht von playstation.com aus dem Projekt Amethyst hervorgegangen, einer Kooperation mit AMD im Bereich KI-Grafik, und baut auf der Forschung zur PSSR-Technologie der PS5 Pro auf.

Schlanke Architektur für schwächere Hardware

QSSR basiert laut den Angaben auf zwei zentralen technischen Entscheidungen: einer schlankeren, effizienteren Neural-Network-Architektur sowie einer handoptimierten Implementierung speziell für die Hardware der Basis-PS5. Das ist notwendig, weil die Standardkonsole anders als die PS5 Pro nicht über dedizierte Machine-Learning-Hardware verfügt.

Laut einem Bericht von videocardz.com bringt die PS5 Pro rund 300 TOPS an dedizierter ML-Rechenleistung mit INT8-Unterstützung mit, während der Standard-PS5 diese Recheneinheiten fehlen. QSSR setzt deshalb primär auf FP16-Berechnungen mit Packed-Math-Verfahren und greift auf allgemeine GPU-Ressourcen zurück.

Wichtig ist laut einem Bericht von mobidevices.com, dass QSSR kein systemweiter Filter ist, sondern als zusätzliche Grafikoption in einzelnen Spielen erscheint. Entwickler müssen die Technik aktiv integrieren, einen automatischen Effekt für den gesamten Spielekatalog gibt es demnach nicht.

Laut digitalfoundry.net wird QSSR allen PlayStation-Entwicklern breit zur Verfügung gestellt. Spiele, die bereits PSSR nutzen, sollen die Umstellung nahezu als Drop-in-Ersatz vornehmen können, während Titel ohne PSSR-Unterstützung mit etwas mehr Aufwand nachgerüstet werden müssten.

Daniel Craig, Principal Graphics R&D Engineer bei Sony Interactive Entertainment, bezeichnete QSSR laut theverge.com als Drop-in-Replacement für PSSR-Titel, das sich mit einem Tuning-Aufwand von wenigen Tagen umsetzen lasse.

PSSR bleibt Goldstandard auf der Pro-Konsole

Trotz der gemeinsamen technischen Wurzeln ersetzt QSSR die PSSR-Technik der PS5 Pro nicht. Laut mobidevices.com bleibt PSSR der Goldstandard auf der leistungsstärkeren Konsole, die meist auf 4K-Ausgabe zielt, während die Basis-PS5 mit QSSR eher auf 1440p ausgerichtet ist. Laut digitalfoundry.net soll QSSR etablierte Verfahren wie TAA, Unreal Engines TSR und AMD FSR 3 übertreffen, insbesondere bei der Bildstabilität.

Erste Titel: Marvel’s Wolverine und Ghost of Yōtei

Die ersten Spiele mit QSSR-Unterstützung sind laut playstation.com Marvel’s Wolverine und Ghost of Yōtei, die beide per Patch um die Option erweitert werden.

Bei Marvel’s Wolverine aktiviert Patch 1.002.000 QSSR laut mobidevices.com standardmäßig auf der Standard-PS5. Mike Fitzgerald von Insomniac erklärte, die Technik bringe mehr Pixel-Klarheit und Stabilität, etwa in den Spielumgebungen Madripoor und Shinjuku.

Jasmin Patry von Sucker Punch beschrieb, QSSR löse feine Details in Charakteren und Umgebungen mit einer zeitlichen Stabilität auf, die auf der Basis-PS5 zuvor nicht möglich gewesen sei.

Digital Foundry testete QSSR in einem rund sechsstündigen Hands-on in beiden Titeln. Die zeitliche Stabilität verbessere sich demnach deutlich, es gebe mehr Detail, eine bessere Sub-Pixel-Integrität und weniger Artefakte bei bewegtem Laub. Bei Ghost of Yōtei fiel die Verbesserung geringer aus, da die Bildqualität dort laut Digital Foundry bereits zuvor hoch war.

In puncto Performance maß Digital Foundry bei Marvel’s Wolverine eine um etwa 1,5 bis 1,8 Millisekunden langsamere Verarbeitung gegenüber Insomniacs eigenem Upscaler bei der Skalierung von 864p auf 1440p, was 8 bis 10 Bildern pro Sekunde ohne Framerate-Limit entspricht. Im 60-Hz-Performance-Modus gleiche die dynamische Auflösungsskalierung diesen Unterschied aus.

Bei 2160p-Ausgabe im Fidelity-Modus entstünden Frame-Time-Kosten von rund 4,4 Millisekunden. Bei Ghost of Yōtei sei QSSR im 120-Hz-Performance-Unlocked-Modus etwa gleich schnell wie FSR 3. Zum Vergleich liegt die Upscaling-Frame-Time von PSSR auf der PS5 Pro laut Digital Foundry bei rund 2 Millisekunden für 4K.

Hintergrund zur Technikgeschichte

PSSR startete laut einem Bericht von player.one Ende 2024 exklusiv auf der PS5 Pro und wurde mit PSSR2 überarbeitet. Die PS5 Pro kam im November 2024 für 699 US-Dollar auf den Markt und bietet laut player.one eine rund 45 Prozent schnellere GPU-Rendering-Leistung als die Original-PS5, die 2020 für 499 US-Dollar gestartet war. Über Marvel’s Wolverine und Ghost of Yōtei hinaus existiert laut player.one derzeit keine bestätigte Liste weiterer Titel, die QSSR erhalten sollen.