Ein neuer PlayStation-Handheld könnte mit einem gewaltigen Arbeitsspeicher von 24 GB aufwarten. Diese jüngsten Leaks deuten auf Sonys ambitionierten Wiedereinstieg in den Markt für leistungsstarke Handheld-Konsolen hin. Das Gerät soll kein reines Streaming-Accessoire, sondern ein vollwertiger Nachfolger der PlayStation Vita werden.
Speicher-Offensive für die PS6-Ära
Die Spezifikationen sind Teil eines größeren Puzzles um Sonys nächste Gerätegeneration. Der Leaker KeplerL2 berichtet nicht nur von 24 GB LPDDR5X-Speicher für den Handheld, sondern auch von bis zu 30 GB GDDR7-Arbeitsspeicher für die erwartete PlayStation 6. Diese parallelen Enthüllungen legen eine integrierte Strategie nahe: Der Handheld, intern wohl „Project Canis“ genannt, soll ein zentraler Bestandteil des PS6-Ökosystems werden.
Mit 24 GB RAM würde Sony aktuelle High-End-Handheld-PCs übertreffen und sogar den PS5-Arbeitsspeicher hinter sich lassen. Für Entwickler böte dies genug Spielraum für hochauflösende Texturen und komplexe Spielwelten – eine langfristige Zukunftssicherung des Geräts.
Leistung durch maßgeschneiderte Hardware
Die Speicherdetails fügen sich in ein Bild, das bereits Ende Januar 2026 gezeichnet wurde. Demnach soll der Handheld von einem maßgeschneiderten AMD-Prozessor mit der noch unveröffentlichten RDNA-5-Grafikarchitektur angetrieben werden. Die Grafikeinheit soll über 16 Recheneinheiten verfügen.
Warum nicht mehr? Branchenbeobachter sehen hier eine strategische Entscheidung. Die Konfiguration soll das Verhältnis von Leistung und Energieverbrauch optimieren – entscheidend für die thermischen Grenzen eines Handhelds. Diese Hardwarekombination soll es ermöglichen, PlayStation-Titel nativ auf dem Gerät auszuführen. Ein klarer Unterschied zum aktuellen PlayStation Portal, das auf Streaming vom PS5 angewiesen ist.
Neustart einer Handheld-Ära
Alle Anzeichen deuten auf einen echten, eigenständigen Nachfolger für die Kultgeräte PSP und Vita hin. Sony scheint ein hybrides Ökosystem nach dem Vorbild der Nintendo Switch anzustreben. Spieler sollen hochwertige Titel sowohl zu Hause als auch unterwegs erleben können.
Um dies zu ermöglichen, hat Sony seinen Entwicklern offenbar bereits die Weichen gestellt. Berichten zufolge enthalten die PS5-Entwicklungskits jetzt einen verpflichtenden „Low Power Mode“. Dieser soll es Studios erlauben, skalierbare Versionen ihrer Spiele zu erstellen, die auch auf der leistungsbegrenzteren Handheld-Hardware laufen. Ein großer Teil der bestehenden PS5-Bibliothek könnte so kompatibel werden.
Kampfansage an den PC-Handheld-Markt
Die mutmaßlichen Spezifikationen sind eine klare Kampfansage. Mit 24 GB RAM würde Sony nicht nur den eigenen PS5-Standard übertreffen, sondern auch direkt in den aufstrebenden Markt für PC-Handhelds eingreifen, der von Geräten wie dem ASUS ROG Ally oder Valves Steam Deck dominiert wird.
Die Strategie ist klar: Sony will die Oberklasse des Portablesegments definieren. Das Unternehmen kann dabei auf seine mächtigen First-Party-Studios und das etablierte PlayStation-Ökosystem setzen. Das Ziel ist ein nahtloses Premium-Erlebnis, das reine PC-Handhelds nur schwer replizieren können.
Warten auf die offizielle Bestätigung
Trotz der konsistenten und detaillierten Leaks: Sony hat die Existenz eines neuen Handhelds oder der PS6 noch nicht offiziell bestätigt. Die Informationen bleiben spekulativ. Aktuelle Branchentimelines deuten auf einen möglichen Start der PlayStation 6 um das Jahr 2027 herum hin. Der Handheld dürfte im gleichen Zeitfenster erscheinen, um das neue Ökosystem zu etablieren. Die Gaming-Welt beobachtet gespannt, wie sich die Puzzleteile von Sonys nächster Generation zusammenfügen.





