PlayStation: OLED-Portal und PSSR 2.0 vor der Enthüllung?

Vor dem PlayStation-Event kursieren Gerüchte über ein verbessertes Portal mit OLED-Display und eine neue Version der KI-Upscaling-Technologie PSSR für die PS5 Pro.

Die Spielebranche fiebert dem nächsten großen PlayStation-Event entgegen. Kurz vor der für Mittwoch angekündigten „State of Play“-Präsentation verdichten sich Gerüchte über zwei wichtige Upgrades: ein überarbeitetes PlayStation Portal mit OLED-Bildschirm und eine große „2.0“-Version der KI-Upscaling-Technologie PSSR für die PS5 Pro.

Portal OLED: Handheld-Erfolg wird ausgebaut

Das PlayStation Portal, ursprünglich mit LCD-Bildschirm, hat sich zum Überraschungserfolg entwickelt. Berichten zufolge soll Sony nun eine Version mit hochwertigem OLED-Panel vorbereiten. Diese würde bessere Kontraste, tiefere Schwarztöne und eine potenziell längere Akkulaufzeit bieten – ein direkter Schritt, um Nutzerkritik zu adressieren.

Der Erfolg des Streaming-Handhelds gibt Sony recht: In den USA soll die Attach-Rate bei beachtlichen sieben Prozent liegen. Das entspricht über zwei Millionen verkauften Einheiten. Ein OLED-Upgrade, möglicherweise noch 2026 für 250 bis 300 Euro erhältlich, würde das Gerät als ernsthaften Konkurrenten im Handheld-Markt positionieren. Zudem könnte es von einer 120-Hz-Bildwiederholrate profitieren, was das Streaming von Spielen im Performance-Modus der PS5 flüssiger macht.

PSSR 2.0: Die PS5 Pro soll endlich glänzen

Während das Portal mobile Spieler anspricht, zielt das zweite große Update auf die Technik-Enthusiasten. Die PlayStation Spectral Super Resolution (PSSR) der PS5 Pro, Sonys Antwort auf NVIDIAs DLSS, erhielt nach dem Launch 2024 durchwachsene Kritik. Nutzer monierten sichtbare Artefakte und nur marginale Leistungsgewinne.

Das soll sich nun ändern. Ein umfangreiches System-Update „PSSR 2.0“ soll im ersten Quartal 2026 erscheinen. Es soll Stabilität und Effizienz deutlich verbessern und Techniken integrieren, die AMDs FSR 4 ähneln. Konkret könnte die Technologie Spiele, die derzeit bei 70-80 FPS liegen, stabil in Richtung der 120-FPS-Marke bringen. Besonders rückwärtskompatible Titel und Cloud-Streaming sollen von einer besseren Aufbereitung niedriger Auflösungen profitieren.

Der Zeitpunkt ist strategisch klug gewählt. Mit großen Titeln wie Crimson Desert am Horizont könnte die PS5 Pro so endlich ihr Versprechen von hoher Bildqualität bei hohen Bildraten einlösen.

Zwei Wege für mobiles Spielen

Die Gerüchte zeichnen ein klares Bild von Sonys Handheld-Strategie. Es gibt offenbar zwei separate Projekte: Das Portal OLED als sofortige Streaming-Lösung und ein langfristiges, leistungsstarkes Native-Handheld-Projekt mit dem Codenamen „Project Canis“.

Letzteres soll in der PlayStation-6-Ära erscheinen und auf AMDs nächster RDNA-5-Architektur basieren, um Spiele eigenständig auszuführen. Für 2026 ist dieses High-End-Gerät jedoch nicht geplant. Das Portal OLED dient somit als Brücke, um die Präsenz auf dem mobilen Markt zu halten, bis der native Nachfolger fertig ist.

Was erwartet uns beim „State of Play“?

Aller Augen richten sich nun auf die „State of Play“-Show am Mittwoch. Sony kündigt Hardware traditionell oft separat an, doch das Timing der Gerüchte nährt Spekulationen. Selbst wenn die Hardware nicht im Detail gezeigt wird, könnten Details zum PSSR-2.0-Update im Rahmen von Spieledemos enthüllt werden.

Für Sony wäre die Bestätigung des OLED-Portals ein geschickter Schachzug, um Lagerbestände des LCD-Modells abzubauen. Die Vorstellung von PSSR 2.0 würde hingegen die Kerncommunity beruhigen und zeigen, dass die Investition in die PS5 Pro langfristig an Wert gewinnt.