POCO Launcher 7.50: Xiaomi entfernt gestapelte App-Ansicht

Xiaomis Launcher-Update 7.50 streicht die gestapelte Kartenansicht und blockiert den iOS-Multitasking-Trick. Die Maßnahme zielt auf mehr Systemstabilität und einheitliche Oberflächen ab.

Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi hat am 31. Juli 2026 die Version 7.50 seines POCO Launchers veröffentlicht. Die neue Softwareversion ersetzt die bisherige Version 6 und führt signifikante Änderungen an der Benutzeroberfläche ein, die insbesondere die Handhabung geöffneter Anwendungen betreffen. Ein offizielles Änderungsprotokoll (Changelog) wurde seitens des Herstellers zu dieser Veröffentlichung nicht bereitgestellt.

Einschränkungen bei der Multitasking-Ansicht

Mit dem Rollout des Updates 7.50 wird die sogenannte gestapelte Kartenansicht (Stacked Card View) aus dem Menü der zuletzt verwendeten Apps (Recent Apps) entfernt. Diese Funktion war bei einem Teil der Nutzerschaft beliebt, da sie eine kompaktere Übersicht der aktiven Anwendungen ermöglichte.

Ein wesentlicher Bestandteil der Aktualisierung ist zudem die Blockierung eines inoffiziellen Verfahrens. Bisher war es Nutzern möglich, über einen speziellen Trick eine Multitasking-Ansicht im Stil des Betriebssystems iOS zu aktivieren. Dieser Umweg über die Systemkonfiguration wird durch die neue Version des Launchers technisch unterbunden. Nutzer, die das gestapelte Layout bisher verwendeten, finden nach der Installation des Updates nur noch die Standardansicht vor.

Systemseitige Anpassungen durch HyperOS 3.1

Die Änderungen im POCO Launcher stehen im Zusammenhang mit umfassenderen Anpassungen im Software-Ökosystem von Xiaomi. Bereits am 30. Juli 2026 wurde bekannt, dass die aktuelle Betriebssystem-Version HyperOS 3.1 einen versteckten Systembefehl gepatcht hat, der zuvor die Aktivierung der gestapelten Ansicht ermöglichte.

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Berichten vom 29. Juli 2026 zufolge betrifft die Entfernung dieses Features eine Vielzahl von Geräten. Insbesondere bei Modellen im unteren Preissegment (Low-End-Geräte) scheint der Hersteller die grafischen Optionen der Benutzeroberfläche zu reduzieren. Ziel dieser Maßnahme sei laut Branchenberichten die Optimierung der Multitasking-Leistung sowie die Steigerung der allgemeinen Systemstabilität. Durch die Reduzierung komplexerer UI-Elemente soll ein flüssigeres Nutzererlebnis auf Hardware mit begrenzten Ressourcen gewährleistet werden.

Fokus auf Standardisierung und Stabilität

Hinter der Entscheidung, Funktionen zu streichen und inoffizielle Anpassungsmöglichkeiten zu blockieren, steht offenbar eine neue Strategie zur Vereinheitlichung der Benutzeroberfläche. Xiaomi ziele darauf ab, die User Experience (UX) über verschiedene Modellreihen hinweg zu standardisieren. Während die Individualisierungsmöglichkeiten für die Nutzer dadurch eingeschränkt werden, verspricht sich das Unternehmen eine konsistentere Performance der Software.

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Aufgrund der wegfallenden Funktionen wird Anwendern, die großen Wert auf die gestapelte Kartenansicht oder das iOS-ähnliche Layout legen, derzeit empfohlen, das Update auf die Version 7.50 vorerst zu vermeiden. Branchenbeobachter raten betroffenen Nutzern dazu, mit der Aktualisierung zu warten, bis gegebenenfalls alternative Lösungen oder offizielle Anpassungsoptionen zur Verfügung stehen. Die Kritik aus der Nutzergemeinschaft konzentriert sich momentan vor allem auf die abnehmende Flexibilität bei der Gestaltung der Systemoberfläche nach dem Einspielen der neuen Softwareversion.