Ermittler haben einen mutmaßlichen Cyber-Betrüger festgenommen, als er einer Seniorin Bargeld abnehmen wollte. Der 35-Jährige reiste extra aus Tschechien an und ist Teil eines internationalen Netzwerks, das mit gefälschten Trading-Plattformen Anleger um ihr Erspartes bringt. Die Kriminalpolizei Regensburg führt die Ermittlungen.
Festnahme auf frischer Tat
Den entscheidenden Tipp erhielten die Beamten aus der Bevölkerung. Eine Seniorin aus dem Landkreis Regensburg war bereits mehrere tausend Euro an eine betrügerische Online-Trading-Plattform verloren. Als sie nachfragte, ob sie weitere Summen auch in bar einzahlen könne, willigten die Täter ein und vereinbarten ein Treffen.
Bei der vereinbarten Geldübergabe am Wohnort der Frau schlugen die Ermittler zu und nahmen den Abholer fest. Es handelt sich um einen 35-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen. Das Amtsgericht Regensburg erließ Haftbefehl, der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Die Polizei geht von einer größeren kriminellen Organisation aus.
So funktioniert die perfide Masche
Der Fall folgt einem bekannten Muster. Die Betrüger locken ihre Opfer mit professionellen Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken, oft unter Missbrauch von Promi-Gesichtern oder KI-generierten Deepfake-Videos.
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- Interessenten werden von angeblichen Finanzberatern per WhatsApp kontaktiert.
- Diese bauen durch intensive Gespräche ein Vertrauensverhältnis auf.
- Die Opfer installieren eine manipulierte Trading-App, die fiktive Gewinne anzeigt.
- Anfangs kleine Auszahlungen sollen glaubwürdig wirken und zu größeren Investitionen verleiten.
- Oft fordern die Täter sogar Fernzugriff auf Computer oder Smartphones der Opfer – angeblich zur „Hilfe“.
Ein Milliardengeschäft für organisierte Kriminalität
Cybertrading-Betrug verursacht jährlich Schäden in Millionenhöhe. Allein in Hamburg registrierte die Polizei 2024 rund 500 Fälle mit einem Schaden von etwa 15 Millionen Euro. Die Täter operieren häufig aus dem Ausland und nutzen professionelle Callcenter.
Die Bargeld-Abholung, wie in Regensburg, könnte eine Reaktion auf schärfere Kontrollen bei Banküberweisungen sein. Sie soll die digitale Geldspur verwischen. Behörden wie die BaFin warnen regelmäßig vor neuen betrügerischen Plattformen.
Wie können sich Anleger schützen?
Die Ermittler in Regensburg suchen nun nach den Hintermännern. Für Privatpersonen bleibt Aufklärung der beste Schutz. Die Polizei empfiehlt:
- Immer die BaFin-Datenbank checken: Seriöse Anbieter sind dort gelistet.
- Skepsis bei unaufgeforderten Angeboten: Vor allem, wenn sie unrealistisch hohe Gewinne versprechen.
- Kein Bargeld an Unbekannte: Geben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
- Keinen Fernzugriff gewähren: Erlauben Sie nie Dritten den Zugriff auf Ihre Geräte.
- Anzeige erstatten: Betroffene sollten trotz Scham sofort zur Polizei gehen. Nur so können Täter verfolgt und andere gewarnt werden.





