Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert zum Safer Internet Day schärfere Waffen gegen Cyberkriminalität. Konkret verlangt sie die Speicherung von IP-Adressen und digitale „Online-Polizeistreifen“. Hintergrund sind explodierende Fallzahlen bei Identitätsdiebstahl.
GdP-Chef Jochen Kopelke nutzte den Aktionstag für einen klaren Appell: Ermittler brauchen moderne Werkzeuge. „Kriminelle verwischen im Netz zu leicht ihre Spuren“, so Kopelke. Sein Hauptkritikpunkt ist die fehlende Vorratsspeicherung von IP-Adressen durch Internet-Provider. Für die Polizei sind diese digitalen Fußabdrücke oft die einzige Spur zum Täter.
„Online-Streifen“ sollen im Netz Präsenz zeigen
Neben neuen Gesetzen drängt die Gewerkschaft auf eine strukturelle Stärkung. Die Cybercrime-Einheiten brauchen mehr Personal. Ein neuartiger Vorschlag sind sichtbare „Online-Polizeistreifen“. Diese Beamten sollen in sozialen Netzwerken und Foren präsent sein – ähnlich wie Streifenwagen in der Innenstadt. Die Ziele: Abschreckung und eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Bürger.
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Die Debatte um die IP-Speicherung ist alt, gewinnt aber an Schärfe. Ermittler argumentieren, der Datenschutz dürfe nicht zum Täterschutz werden. Schon Ende 2025 hatten Kollegen vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) auf politischen Stillstand hingewiesen.
Jeder Zehnte schon Opfer von Identitätsdiebstahl
Die Dringlichkeit unterstreichen alarmierende Zahlen: Experten schätzen, dass hierzulande bereits jeder zehnte Bürger Opfer von Identitätsdiebstahl wurde. Die Dunkelziffer liegt vermutlich noch höher.
Die Folgen für Betroffene sind ein Albtraum:
* Mahnungen für nie getätigte Käufe
* Unerklärliche Kontoabbuchungen
* Plötzliche negative Schufa-Einträge
* In Extremfällen: gesperrte Ausweisdokumente
Verbraucherstudien zeigen ein schwindendes Vertrauen. Nur eine Minderung glaubt noch, dass Organisationen ihre Daten sicher schützen können. Gleichzeitig machen viele Nutzer einfache Fehler: Mehrfach genutzte Passwörter und der Verzicht auf Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) öffnen Kriminellen Tür und Tor.
KI wird zur Waffe der Cyberkriminellen
Die Bedrohung wächst auch technologisch. Künstliche Intelligenz macht Angriffe massiv effektiver. Phishing-Mails sind durch KI-Generatoren kaum noch von echten Mails zu unterscheiden. „Deepfakes“ – gefälschte Video- oder Audioaufnahmen – täuschen Identitäten vor, um Überweisungen zu autorisieren.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer angespannten Lage. Zwar gab es Erfolge gegen Ransomware-Gruppen, doch die Angriffsfläche wächst. Die Zahl neu entdeckter Software-Schwachstellen stieg zuletzt um 24 Prozent. BSI-Präsidentin Claudia Plattner mahnt: „Web-Anwendungen und Server werden als Risiko oft unterschätzt.“
Der alte Konflikt: Freiheit vs. Sicherheit
Die GdP-Forderungen treffen einen neuralgischen Punkt: die Balance zwischen Bürgerrechten und staatlichen Befugnissen. Während die Polizei Vorratsdaten als unverzichtbar sieht, warnen Datenschützer vor dem Generalverdacht gegen alle Internetnutzer.
Politisch ist das Thema ein Dauerstreit. In der Ampel-Koalition rangen FDP und SPD lange um Lösungen. Die FDP favorisierte das „Quick-Freeze“-Verfahren (Daten einfrieren bei Verdacht), SPD-geführte Innenressorts die anlasslose Speicherung. Die aktuellen Forderungen zeigen: Aus Polizeisicht reichen die Kompromisse nicht.
Branchenbeobachter sehen auch die Tech-Konzerne in der Pflicht. Die Einführung von „Passkeys“ als Passwort-Ersatz ist ein Schritt, setzt sich aber nur langsam durch.
Was bedeutet das für Verbraucher? Sicherheitsexperten prognostizieren für 2026 eine weitere Zunahme von „Hybrid-Angriffen“, die digitale und analoge Betrugsmaschen kombinieren. Der Safer Internet Day ist daher auch eine Mahnung an jeden Einzelnen, seine digitale Identität aktiv zu schützen.
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