Portable Computer: Perplexity und Nvidia starten lokalen KI-Agenten

Perplexity und Nvidia präsentieren einen vollständig lokal arbeitenden KI-Agenten. Die Partnerschaft vertieft sich, während der Umsatz des Unternehmens deutlich steigt.

Perplexity hat gemeinsam mit Nvidia den „Portable Computer“ vorgestellt, eine vollständig lokal laufende Version des hauseigenen Agenten-Systems. Anders als die Cloud-Variante verarbeitet die Software Anfragen komplett auf dem Endgerät, ohne dass Daten an externe Server übertragen werden müssen.

Technik und Hardware-Voraussetzungen

Der Portable Computer läuft auf Nvidias DGX Spark mit 128 GB Unified Memory sowie auf RTX-Grafikkarten mit mindestens 24 GB VRAM. Nach Angaben von howtogeek liegt die praktische Mindestanforderung bei einer RTX 3090 mit 32 GB VRAM.

Orchestrator, Subagent und die Ausführungsumgebung laufen laut techgenyz.com vollständig auf dem Gerät, sodass sensible Daten das Endgerät nicht verlassen. Lokal ausgeführte Aufgaben verbrauchen keine Credits; ein Wechsel in die Cloud-Infrastruktur erfolgt nur, wenn Nutzer dem ausdrücklich zustimmen.

Als Sprachmodelle kommen Qwen 3.8 27B und PPLX 27B zum Einsatz, Nvidias Nemotron 3.5 Lightning soll in Kürze folgen. Die Funktion steht Pro-, Max- und Enterprise-Abonnenten zunächst unter Linux zur Verfügung, eine Windows-Unterstützung ist für September angekündigt.

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Leistungsdaten im Vergleich

Im sogenannten Local Knowledge Work Bench erreichte PPLX 27B laut venturebeat.com 85,4 Prozent, Qwen 3.8 27B kam auf 82,6 Prozent. Zum Vergleich lagen die Modelle Pi bei 77,6 Prozent und Hermes bei 74,0 Prozent. Beim Benchmark BrowseComp erzielte die lokale Lösung 66,7 Prozent, gegenüber 50,2 Prozent bei Pi und 43,9 Prozent bei Hermes.

Im Terminal Bench 2.1 kam die rein lokale Ausführung auf 59,6 Prozent. Wurde zusätzlich Claude Opus 5 als Berater hinzugezogen, stieg der Wert auf 73,0 Prozent bei Kosten von 0,415 US-Dollar pro Aufgabe. Ein Frontier-Modell allein erreichte demnach 82,4 Prozent, allerdings bei Kosten von 0,65 US-Dollar pro Aufgabe.

Hintergrund der Partnerschaft

Nvidia war laut xenospectrum.com bereits im Januar 2024 als Investor an einer Series-B-Finanzierung von Perplexity beteiligt, im März 2026 trat Perplexity zudem der sogenannten Nemotron Coalition bei. Nvidia-Chef Jensen Huang hatte Perplexity zuvor als seinen bevorzugten Chatbot bezeichnet, wie sedaily.com berichtete.

Nach Angaben von aiinsiders.net hatte Nvidia zunächst einen sogenannten Acqui-Hire-Deal in Betracht gezogen, verfolgt nun aber offenbar eine Minderheitsbeteiligung. The Information berichtete, dass Nvidia mit Perplexity über eine Investition zu einer Bewertung von über 30 Milliarden US-Dollar verhandelt.

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Wachstum und weitere Pläne

Der annualisierte Umsatz von Perplexity hat sich laut siliconangle.com von 250 Millionen US-Dollar zu Jahresbeginn 2026 auf zuletzt 750 Millionen US-Dollar verdreifacht.

Als treibende Kraft hinter diesem Wachstum nennt aiinsiders.net insbesondere den Portable Computer beziehungsweise „Perplexity Computer“. Die Gesamtfinanzierung des Unternehmens übersteigt laut aiinsiders.net inzwischen 1,7 Milliarden US-Dollar. Für das Jahr 2028 plant Perplexity demnach einen Börsengang.