Power Macintosh G3: Nach 27 Jahren startet der Apple-Klassiker wieder

Dan Wood nahm den PowerPC-Rechner wieder in Betrieb; der Artikel beleuchtet zudem Apples Supportfristen und Preise für historische Macs.

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Ein Apple Power Macintosh G3 im markanten Gehäuse „Blue & White“ aus dem Baujahr 1999 ist nach 27 Jahren erfolgreich reaktiviert worden. Der Rechner stammte aus einem ehemaligen Universitätslabor und wurde von Dan Wood wieder in Betrieb genommen, wie ein Bericht vom 23. Oktober 2026 darlegt. Trotz der langen Standzeit startete das historische System problemlos das Betriebssystem Mac OS 8.6 und führte zeitgenössische Originalsoftware aus.

Hardware-Ausstattung und Software-Nutzung

Der von Wood reaktivierte Rechner verfügt über einen PowerPC-G3-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 400 MHz sowie 192 MB Arbeitsspeicher. Für die Grafikausgabe sorgt eine ATI Rage 128 mit 16 MB Videospeicher.

Neben einem DVD-ROM-Laufwerk bietet das Gerät zwei USB-Anschlüsse, zwei FireWire-400-Ports, eine Ethernet-Schnittstelle mit 10/100 Mbit/s sowie den klassischen ADB-Anschluss für Peripheriegeräte.

Auf der Maschine gelang nicht nur der Start des nativen Betriebssystems, sondern auch der Betrieb älterer Emulations- und Virtualisierungslösungen. So läuft das System mit Virtual PC unter Windows 2000. Über die Connectix Virtual Game Station lassen sich PlayStation-Titel wie Wipeout emulieren. Zudem bewältigt die Plattform native Spieleklassiker der Ära wie Unreal und Quake III Arena.

Klare funktionale Grenzen zeigen sich jedoch bei der Netzanbindung. Alte Browser und FTP-Clients scheitern an den Standards moderner Webseiten, was den Datenaustausch im heutigen Internet erschwert.

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Dass PowerPC-Plattformen dennoch weiterbetrieben werden können, zeigen auch andere Installationen: So wurde ein PowerMac G5 neben einem Linux-Gaming-PC reaktiviert, auf dem eine aktuelle Version von ArchPOWER-PPC64 mit dem Desktop Xfce4 läuft; der Browser Firefox arbeitet demnach seit Version 145 stabil auf entsprechenden PPC/64(32)-Systemen.

Produktlebenszyklen und der wachsende Sammlermarkt

Der langfristige Erhalt solcher Systeme steht im Kontrast zu den regulären Supportzyklen der Hersteller. Apple stuft Hardware fünf Jahre nach dem Ende des aktiven Vertriebs als „vintage“ ein. Nach sieben Jahren folgt der Status „obsolete“, mit dem alle offiziellen Reparaturmöglichkeiten enden.

Kürzlich wurden unter anderem das 12 Zoll große MacBook Retina aus dem Jahr 2017, das iPad der sechsten Generation sowie die BeatsX auf diese Liste gesetzt, womit alle 12-Zoll-MacBooks als obsolet gelten.

Für historische Rechner existiert derweil ein differenzierter Sammlermarkt. Für ein iBook G3 Clamshell aus dem Jahr 1999 werden im gebrauchten Zustand 150 bis 400 Euro verlangt, während restaurierte Einheiten 500 bis 1.200 Euro und originalverpackte Exemplare bis zu 3.000 Euro erzielen.

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Der iMac G3 aus dem Jahr 1998 bewegt sich gebraucht zwischen 100 und 350 Euro; restauriert liegt die Spanne bei 600 bis 1.500 Euro und in ungeöffneter Originalverpackung bei bis zu 5.000 Euro.

Auch für den Power Mac G4 Cube aus dem Jahr 2000 reichen die Preise von 250 bis 700 Euro für Gebrauchtgeräte über 1.000 bis 2.500 Euro mit Originalzubehör bis hin zu mehr als 4.000 Euro für ungeöffnete Systeme.