Der Softwarekonzern Microsoft hat den Power Platform ToolBox vorgestellt – ein modernes Hilfsmittel, das Entwickler plattformübergreifend unterstützen soll. Carl Cookson von LinkeD365 Consulting präsentierte die Werkzeugsammlung am heutigen Freitag im Rahmen einer Vorführung. Ursprünglich war das Tool bereits im Frühjahr während eines Community Calls zu Microsoft 365 und der Power Platform gezeigt worden. Ziel ist es, Entwicklern eine zentrale, plattformunabhängige Umgebung für die effizientere Verwaltung ihrer Power-Platform-Projekte zu bieten.
Partner meistern neue Spezialisierungen
Die Einführung neuer Entwicklerwerkzeuge fällt mit mehreren Meilensteinen für Microsoft-Partner zusammen, die auf Low-Code- und KI-Lösungen spezialisiert sind. So gab YASH Technologies gestern bekannt, die Spezialisierung „Microsoft Low Code Application Development“ erreicht zu haben. Die Zertifizierung bestätigt die Kompetenz des Unternehmens beim Aufbau und der Skalierung sicherer, geschäftskritischer Anwendungen mit der Power Platform.
Ebenfalls gestern erhielt WinWire, ein Mitglied der NTT-Data-Gruppe, das „Microsoft Frontier Partner“-Abzeichen im KI-Cloud-Partnerprogramm. Ausgezeichnet wurde das Unternehmen für seine Expertise in Azure, Power Platform und agentischer KI. Die Führung von WinWire betonte die Bedeutung skalierbarer und sicherer KI-Lösungen im aktuellen Marktumfeld.
KI-Agenten und neue Finanzdaten-Connectors
Da immer mehr Unternehmen auf agentische KI und automatisierte Workflows setzen, rücken auch die rechtlichen Rahmenbedingungen in den Fokus. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden unterstützt Sie dabei, die Anforderungen der neuen EU-KI-Verordnung (AI Act) für Ihre Systeme rechtssicher zu erfüllen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt
Das gesamte Microsoft-Ökosystem erhält zudem bedeutende Updates bei Benutzeroberfläche und Datenintegration. In einem Anwendertreffen am vergangenen Mittwoch präsentierte Microsoft eine neue Oberfläche und aktualisierte Workflows für Copilot Studio. Das Update führt einen Dark Mode ein und ersetzt die traditionelle Bezeichnung „Bots“ durch „Agenten“.
Die am heutigen Freitag aktualisierte Dokumentation von Microsoft Foundry beschreibt die Bereitstellung dieser Agenten detaillierter. Der Prozess umfasst containerisierte Agenten, die über die Azure Developer CLI, das Python SDK oder die REST API bereitgestellt werden können – sofern der Nutzer über eine Projektmanager-Rolle verfügt.
Microsoft kündigte gestern zudem den Ausbau der Excel-Funktionen an: Neue Finanzdaten-Connectors erlauben die Integration von Datenanbietern wie S&P Global, FactSet, Morningstar und CB Insights direkt in Tabellen. Parallel dazu brachte das Unternehmen wiederverwendbare Copilot-Fähigkeiten für Excel auf den Markt, die nun für Microsoft-365-Copilot-Kunden verfügbar sind.
Automatisierung für Windows und Entwickler
Die zunehmende Integration von KI in Geschäftsprozesse stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen bei der Risikodokumentation und Qualitätssicherung. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche KI-Systeme als Hochrisiko gelten und was IT-Abteilungen jetzt konkret tun müssen. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act jetzt herunterladen
Auch andere Branchenakteure treiben die Automatisierung im Windows-Umfeld voran. Gestern launchte appCURE mit Automagical eine KI-gesteuerte Plattform, die die Neuverpackung von Windows-Anwendungen ins MSIX-Format automatisiert. Die Plattform verkürzt die Bearbeitungszeit für große Anwendungsmengen angeblich von mehreren Monaten auf etwa eine Stunde.
Im Entwicklerwerkzeug-Sektor veröffentlichte JetBrains gestern die Version 3.6 des Early Access Program (EAP) seiner Toolbox App. Dieses Update ändert das Standardverhalten für SSH-Verbindungen zu Remote-Umgebungen – genutzt wird nun der JetBrains Daemon für eine verbesserte Konnektivität.

